Interview mit David Montgomery in der Times

Die Times hat ein Interview mit David Montgomery geführt. Unter anderem wird dort auch diese Internetseite erwähnt. Der Mecom-Chef ärgert sich offenbar immer noch, dass der Widerstand gegen seine Deutschlandpläne so stark war: „Eine handvoll Leute, die eine starke Unterstützung erhielten, beklagten sich gestärkt durch ver.di. Ich kann mir nicht erklären, warum die ver.di genannt werden sollen, wo der Komponist doch so viel Freude in die Welt gebracht hat.“

Anteilsverkauf bei der Rzeczpospolita durch polnischen Staat verzögert sich bis Ende Februar

Bis zum 20. Februar 2009 werden die Anbieter um die Anteile des polnisches Staates an der Rzeczpospolita sich in die Bücher einlesen dürfen. An der sehr rechtslastigen Zeitung hält das englische Aktienunternehmen Mecom 51 %, der polnische Staat 49 %. Von diesem Anteil bietet er 80 % zum Verkauf an. Im Zusammenhang mit diesem Anteilsverkauf gibt es Spekulationen, dass Mecom sich ganz von dieser Aktivität trennen könnte. In Anlegerkreisen wird von 200 Mio. Pfund geredet, die die Beteiligung einbringen könnte.

Antrag auf Übernahme der deutschen Mecom-Beteiligungen gestellt

Am 15.01.2009 wurde der Antrag auf Erwerb der BV Deutsche Zeitungsholding und der BVZ Berliner Medien GmbH durch M.DuMont Schauberg beim Bundeskartellamt unter dem Aktenzeichen B6-15/09 gestellt. Voraussichtlich binnen vier Wochen wird es eine Entscheidung der Behörde geben. Der Verkauf der deutschen Mecom-Beteiligung steht auch noch unter dem Zustimmungsvorbehalt einer Mecom-Hauptversammlung, zu der noch nicht eingeladen ist. Der Führungsstreit in der Mecom-Group dürfte im Übrigen noch nicht zu Ende sein. Weiterlesen

Antrag auf Übernahme der deutschen Mecom-Beteiligungen gestellt

Am 15.01.2009 wurde der Antrag auf Erwerb der BV Deutsche Zeitungsholding und der BVZ Berliner Medien GmbH durch M.DuMont Schauberg beim Bundeskartellamt unter dem Aktenzeichen B6-15/09 gestellt. Voraussichtlich binnen vier Wochen wird es eine Entscheidung der Behörde geben. Der Verkauf der deutschen Mecom-Beteiligung steht auch noch unter dem Zustimmungsvorbehalt einer Mecom-Hauptversammlung, zu der noch nicht eingeladen ist. Der Führungsstreit in der Mecom-Group dürfte im Übrigen noch nicht zu Ende sein. In verschiedenen Medien wird darüber geschrieben, was auf Arbeitnehmerseite die nächsten Schritte sein sollten. Auch war der Vorwurf zu hören, dass die Mecom-Betriebsräte naiv und blauäugig in Bezug auf den Erwerber sind. Holger Artus, MOPO-Betriebsratsvorsitzende: „Wir sind das siebte Mal verkauft worden und wir wissen genau, was wir tun – und das nicht erst seit dem 13.Januar 2009. Wir verhalten uns entsprechend und gehen planmäßig an die Dinge ran. Würden wir aufgescheucht durch den Landen laufen und die Leute verrückt machen, sind wir nicht handlungsfähig, wenn es erforderlich ist. Und wir verkennen nicht die Wirklichkeit, dass Mecom erheblich Arbeitsplätze abbauen wollte. Dagegen haben wir uns aufgestellt, zusammen mit den Gewerkschaften. Wer meint, man muss nur laut brüllen und ‚Gefahr-Gefahr‘ schreien, der soll es tun. Ich werde doch niemand dafür beschimpfen, der nichts getan, noch nicht mal etwas besitzt – außer einem Stück Papier.“

Monty bald allein zu Haus? – Board zerlegt sich, auch CEO aus Norwegen geht

Um das Überleben von Mecom Group und die künftige Strategie in der Finanzkrise des Zeitungskonzerns ist es zu einem erneuten Führungsstreit gekommen. Finanzvorstand John Allwood hatte versucht, einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden im Board durchzusetzen. Nach Medienangaben haben sich aber die großen Shareholder für Montgomery ausgesprochen. Fünf Aufsichtsräte und John Allwood (Finanzvorstand) der Mecom Group sind zurückgetreten, darunter auch der ehemaligen Vorstandsvorsitzende der niederländischen Wegener Gruppe, Houvert. Er hatte seine Wegener Aktien in (109,523,141) Mecom Aktien getauscht. Hatten sie damals 100 Mio. € Wert, liegen sie jetzt bei 2 Mio. €. John Allwood hatte Montgomery als CEO 1999 in der Mirror Newspaper Group abgelöst. Damals ging es allerdings um die künftige Wachstumsstrategie. Diesmal dürfte es um eine Rettungsstrategie bei der Finanzierung eines Unternehmens gehen. „Das sich das Board zerlegt, war eine Frage der Zeit. Die Spannungen werden bis Ende Februar 2009 anhalten und es ist nicht auszuschließen, dass eine Personalie die Zukunftsfrage wird – ganz wie 1999“, kommentiert Holger Artus, ver.di-Landesbezirksfachbereichsvorsitzender Medien in Hamburg/Nord, die Entwicklung. „Die Kernfrage dürfte die nach den Verkäufen sein. Es werden weitere Folgen, das ist für mich klar.“ Auch der norwegische CEO von Edda Media, Jan Moberg, verlässt die norwegische Mecom-Beteiligung. Truls Velgaard wird ihm folgen, der auch als CEO für Mecom in Polen tätig ist. Velgard führte mit Montgomery bisher die Gespräche um die Veräußerung von Edda Media.

Betriebsrat: Hamburger Morgenpost zum siebten Mal verkauft – Aus Mecom die Lehren ziehen

Der Kölner Verlag M. DuMont Schauberg (MDS) hat die MOPO gekauft. Damit wechselte unsere Zeitung in ihrer Geschichte jetzt zum siebten Mal den Besitzer. Im Gefüge der Mecom-Blätter ist die MOPO ein Ergebnisträger, d.h.: Ohne uns ginge es Mecom schlechter. Mit dem neuen Erwerber übernimmt eine große deutsche Zeitungsgruppe die MOPO. Zu MDS gehören so erfolgreiche und traditionsreiche Zeitungstitel wie der Kölner Stadtanzeiger, die Mitteldeutsche Zeitung und der Kölner Express. Zur Gruppe gehört mehrheitlich aber auch die bedeutende Frankfurter Rundschau. Mit dem Erwerb der MOPO und des Berliner Verlages steigt die Nummer vier im deutschen Zeitungsmarkt, MDS, auf den dritten Platz auf. Der MOPO-Betriebsrat: Wir sind gespannt auf den neuen Eigentümer und freuen uns, dass die MOPO zu einem attraktiven Schmuckstück geworden ist, in das gestandene Verleger investieren und nicht nur windige Anleger.

KBR Mecom: Over and out, Mr. Montgomery? Mecom verkauft seine deutsche Gruppe

Mit dem neuen Erwerber übernimmt uns die viertgrößte deutsche Zeitungsgruppe und steigt damit auf Platz drei auf. Als Zeitungsverlag hat MDS eine über 200-jährige Geschichte und ist nach wie vor in Familienbesitz. Zu MDS gehören so erfolgreiche Zeitungstitel wie Kölner Stadtanzeiger, Kölnische Rundschau, Mitteldeutsche Zeitung, der Express in Köln, Bonn und Düsseldorf sowie seit 2006 die Frankfurter Rundschau (50 Prozent). Daneben besitzt MDS noch Druckereien in Köln, Halle und Frankfurt, diverse Anzeigenblätter, renommierte Buchverlage, verschiedene Beteiligungen in Hörfunk und Fernsehen sowie in anderen Geschäftsfeldern. Ende 2007 beschäftigte MDS 3564 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Konzern erwirtschaftete 2007 einen Rekordumsatz von 626,6 Mio. €.