Bei einer Kooperation in Berlin geht es um eine langfristige Zielsetzung

Dr. Christoph Bauer, Vorstandsvorsitzenderzuminterview der DuMont Mediengruppe, hat kresspro ein Interview gegeben. Er antwortet zur Lage von DuMont und äußert sich zur Perspektive von DuMont in Berlin. Der Konzernbetriebsrat (KBR) des Berliner Verlages setzt sich mit einem Teil der Inhalte auseinander, soweit es um die Kostenfrage geht. Aufgegriffen wird insbesondere die Frage der Kooperation in Berlin, die von DuMont als Alternative zu den Verlusten am Standotd dargestellt wird. Nach Darstellung des KBR geht es hier aber um eine langfristige Strategie, die auf die Konsolidierung des Zeitungsmarktes in Berlin setzt. Hier das Info im Wortlaut: Weiterlesen

Dr. Bauer: Die Schließung von Berlin war eine Option

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In einem Interview mit kresspro vom 14. September 2016 beschäftigt sich Dr. Christoph Bauer, Vorstands- vorsitzender der DuMont Mediengruppe, u.a. mit der Frage der Zukunft des DuMont-Engagements in Berlin. Er begründet noch einmal, warum sie sich für einen Neustart in Berlin ausgesprochen haben und wo er die Perspektive in Berlin sieht. Am Ende entscheidet die Größe. Er kündigt den Umzug in Berlin zum Jahresende an. Es gibt Gespräche mit der Funke Mediengruppe, aber man führe keine Verkaufsverhandlungen. Als Wachstumspotentiale nennt er eine überarbeitete ePaper-Strategie, die Preispolitik ihrer Produkte sowie die Positionierung ihrer Produkte und eine Neuaufstellung im Bereich der Pay-Wall. Auf der Kostenseite sieht er Chancen bei der Bereinigung der unrentablen Vertriebsauflage, dem Marketing, dem Zusammengehen im Verlagsbereich mit der Berliner Morgenpost und dem Tagesspiegel. Zum Zeitpunkt des Interviews meinte er, dass man Joiz in Berlin als DuMont-Beteiligung eine Chance geben muss. Er spricht von einer schwarzen Null bei der Berliner Zeitung in diesem Jahr, wenn da nicht die Mehrkosten durch den Mindestlohn  wären. Weiterlesen

Brennpunkt Berlin: Was bedeutet Änderung des GWB für die Beschäftigten?

Der Konzernbetriebsrat des Berliner Verlages beschäftigt sich in seiner jüngsten Veröffentlichung mit den Änderungen des Kartellrechts und deren Bedeutung für die Beschäftigten des Berliner Verlages. Erklärt wird die geplante Änderung des Gesetzes für die Zeitungen und warum bereits heute redaktionelle Kooperationen möglich sind. Der KBR macht deutlich, dass er sich gegen die Folgen einer Änderung für die Beschäftigten engagieren wird. Weiterlesen

Brennpunkt Berlin: Was wird aus dem Vertrieb des Berliner Verlages

kbr07092016Der ehemalige Vertrieb des Berliner Verlages wurde 2015 in eine eigene GmbH ausgegliedert, die BVZ Lesermarkt GmbH. Wie geht es mit ihm weiter, wo doch die drei regionalen Abo-Titel in Berlin immer wieder betonen, dass hier die größte Schnittmenge in einer möglichen Kooperation bestehe. Der Konzernbetriebsrat der Mediengruppe des Berliner Verlages geht dieser Frage nach. Hier das Info im Wortlaut: Weiterlesen

Man wisse in Berlin nicht, ob und was Köln beim Thema redaktionelle Beziehungen möglicherweise plane

brblv06092016Der Betriebsrat des Berliner Verlages informiert heute über ein Gespräch mit den Chefredakteuren Berliner Zeitung/Berliner Kurier und der Geschäftsführung des Berliner Verlages. Der Betriebssversammlung am Vortag waren sie ferngeblieben, entweder entschuldigt bzw. nicht abgesagt. Auf die mit Spanung erwartete Antwort auf die Medienmeldung vom Freitag über Gespräche von DuMont und Funke über redaktionelle Beziehungen, so schreibt der Betriebsrat in seiner Gesprächsdarstellung, meinte ein Unternehmens-vertreter, er „könne nicht ausschließen, dass es in Köln solche Überlegungen gegeben habe oder gebe.“ Im Gespräch wurde noch einmal deutlich gemacht, dass man Mitte bis Ende Oktober ein fertiges Paket zum Optimierungsprojekt in der Berliner Zeitung und Berliner Kurier unterbreiten werde. Betriebsbedingte Kündigungen können man nicht ausschließen. Hier das Betriebsrats-Info im Wortlaut. Weiterlesen

Konzernbetriebsrat Berliner Verlag: Es geht in Berlin nicht nur um die Kooperation

kbr2398In einer aktuellen Information beschäftigt sich der Konzernbetriebsrat der Mediengruppe Berliner Verlag mit den kommenden Restrukturierungsprozessen am Berliner Unternehmensstandort. Neben den Kooperationsgesprächen von Morgenpost, Tagesspiegel und Berliner Verlag sowie deren Folgen für die Arbeitnehmer geht es DuMont um die Umstrukturierung laufender Geschäftsprozesse. Dazu gehört u.a. die Neuaufstellung der beiden Redaktionen, Berliner Zeitung und Berliner Kurier oder eine mögliche Einführung eines neuen Anzeigen- und Vertriebsprogramms. Der KBR sieht die Arbeitsplätze von Arbeitnehmer in verschiedenen Betriebe von DuMont in Berlin gefährdet. „Als Betriebsräte werden wir alles in unserer Macht Stehende tun, um die Arbeitsplätze unserer Kolleginnen und Kollegen zu schützen und Alternativen aufzuzeigen. Wir stehen dabei in engem Kontakt mit den Gewerkschaften und vertrauen auf deren Unterstützung.“

Behindern die Bauern DuMonts Kooperationspläne in Berlin?

dbvDer Deutsche Bauernverband will in dem Gesetzespaket zum Kartellrecht, dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB), Regelungen sehen, die „den Missbrauch von Marktmacht im Lebensmittelhandel“ verhindern. Dieses Vorhaben wird von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) und der Bundestagsfraktion der CDU/CSU  unterstützt. Für die drei kooperationswilligen Zeitungsverlage in Berlin, die Berliner Morgenpost, die Berliner Zeitung und den Tagesspiegel kann es bedeuten, dass ihr bisheriger Zeitplan ins Wanken gerät.  Eine Zusammenarbeit im Verlagsbereich ist nach dem bisherigen GWB nicht erlaubt. Die 9. GWB-Novelle soll extra für die Verlage im Abschnitt „Presse“ eine Ergänzung in § 30 b vorsehen, dass Kooperationen  aus wirtschaftlichen Gründen möglich sein können, aber nicht im redaktionellen Bereich. Ursprünglich wollten die drei im Herbst über ihre Vorhaben informieren.
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Brennpunkt Berlin: Konsolidierungsdruck in den Verlagen bleibt hoch

breIn Berlin steht eine verlagsseitige Kooperation zwischen der Berliner Morgenpost, dem Tagesspiegel und dem Berlin Verlag 2017 an. Alle drei generieren ihre Umsätze im wesentlichen aus der Herausgabe von Printprodukten, im Kern der Tageszeitung. Es gibt Zusatzprodukte wie die Anzeigenblätter oder der Aufbau von Neugeschäft in den letzten Jahren. Dazu kommen unterschiedlich ausgeprägten Online-Auftritte. Im Mittelpunkt der Geschäftsstrategie steht der Verkauf um den redaktionellen Inhalts/Content und eines klaren Markenprofils. Man kann heute schon die Prognose wagen, dass die geplante Kooperation erst der Beginn des Ausbaus der Zusammenarbeit ist, es wird nicht der Endpunkt sein. Die wirtschaftlichen Gründe treiben zur Kostensenkung, die Gattungsherausforderung Print wird nach weiteren Lösungen suchen. Weiterlesen

Kooperationsvereinbarung in Berlin rückt näher – Neue Generalklausel für Verlage durch Gabriel geplant

9gwb.pngMit dem Referentenentwurf zur 9. Novelle des Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen aus dem Bundeswirtschaftsministerium rückt eine Kooperationsvereinbarung zwischen den drei Verlagsgruppen in Berlin, Funke Mediengruppe, Dieter von Holtzbrinck Medien und der DuMont Mediengruppe noch in diesem Jahr näher. Die bisherigen Gespräche der drei Unternehmen untereinander sowie mit der Kartellbehörde über eine Kooperation in Berlin dürften mit einen Beschluss des Bundestages noch 2016  eine formale Hülle bekommen. In § 30 GWB soll eine neue Sonderregelung für Zeitungs- und Zeitschriftenverlage eingeführt werden.  Künftig soll bei der Presse eine Ausnahme von Kartellverboten geschaffen werden (§ 1), wenn für Kooperationen außerhalb der Redaktionen ein erhebliches wirtschaftliches Interesse besteht. Damit wird eine Art Generalklausel zur forcierten „Inobhutnahme“ von kleineren und lokalen Zeitungsverlagen geschaffen. Weiterlesen

„Betriebswirtschaftliche Kooperationen von Verlagen unterhalb der redaktionellen Ebene erleichtern“

vdkIn Berlin sprechen die drei Zeitungsgruppen Funke Mediengruppe (Berliner Morgenpost), Dieter von Holtzbrinck Medien (Tagesspiegel) und DuMont Mediengruppe (Berliner Zeitung/Berliner Kurier) über Möglichkeiten der Kooperationen ihrer Titel im Verlagsbereich – auch mit dem Bundeskartellamt. Auf dem  Kongress Deutscher Lokalzeitungen am 10. Mai 2016 in Berlin hatte Angela Merkel gesprochen und auch das Thema des Kartellrechts angesprochen, dass nicht nur die drei Verlagsgruppen in Berlin beschäftigt.  „Angesichts des Stellenwerts der Medienwirtschaft in unserer Demokratie will die Bundesregierung die Verlage mit all ihren betrieblichen Herausforderungen nicht alleinlassen. Daher haben wir schon in der vergangenen Legislaturperiode Fusionen von Presseunternehmen erleichtert. Durch Zusammenschlüsse lässt sich eine bessere wirtschaftliche Basis schaffen. Wir haben immer auch ein Auge auf die kleinen Verlage geworfen. Geplant ist nun außerdem, betriebswirtschaftliche Kooperationen von Verlagen unterhalb der redaktionellen Ebene zu erleichtern.“

Es ist an der Zeit, in Berlin mit anderen Titeln zu kooperieren

 Die beiden Familienstämme der DuMont Mediengruppe, Neven DuMont und Schütte, demonstrieren neue Geschlossenheit. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung  äußern sich Christian DuMont Schütte und Isabella Neven DuMont zu den Fragen der Zeitung. Der Zeitungsmarkt sei im Wandel, vieles, was man früher gemacht hat, würde man heute so nicht mehr entscheiden. Sie verweisen dabei auf die Frankfurter Rundschau, die unter DuMont 2012 einen Insolvenzantrag gestellt hatte und später an die FAZ verkauft wurde. „Umsatzrenditen von deutlich über zehn Prozent gibt es inzwischen nicht mehr. Diese Zeiten sind vorbei und die Konsolidierung im Markt wird fortschreiten,“ so Christian DuMont Schütte. Man will nicht an der journalistischen Qualität sparen. „Wir prüfen vielmehr, wo wir dank neuer Technologien und kreativer Modelle sparen können.“ Isabella Neven DuMont: „Alles, was wir machen, muss nicht nur publizistisch reizvoll, sondern auch wirtschaftlich vernünftig sein.“ Weiterlesen

Berliner Zeitung, Tagesspiegel und Berliner Morgenpost wollen kooperieren

lesermarktDie Zustellfirma  von Tagesspiegel, Berliner Morgenpost und der Berliner Zeitung, der Berliner Zustell- und Vertriebsgesellschaft (BZV), soll zu Verkaufsorganisation ausgebaut werden und sie wollen ihr Abo-Geschäft künftig gemeinsam betreiben. Von der Geschäftsleitung des Berliner Verlages wurde zu dem Vorgang nichts erklärt, in der Funke-Gruppe in Berlin soll der Vorgang im wesentlichen bestätigt worden sein. Nach Medieninformationen sind die drei Zeitungsunternehmen beim Bundeskartellamt vorstellig geworden. Im zweiten Schritt könnte die Anzeigenvermarktung zusammengeführt werden, auch für andere Verlagsbereiche sein gemeinsame Lösungen bis hin zu einer Holdingstruktur im Gespräch, so die Darstellung von horizont. Weiterlesen