Bei DuMont wird es zu einem weiteren Personalabbau kommen, nicht nur in Berlin

In einer aktuellen Veröffentlichung spekuliert der Betriebsrat der Hamburger Morgenpost, dass es zu einem weiteren Personalabbau in der DuMont Mediengruppe kommen dürfte. „Von einem weiteren Personalabbau in der DuMont Mediengruppe an den verschiedenen Standorten in diesem und im nächsten Jahr geht der MOPO-Betriebsrat aus. „Ob es aktuell die Prozesse in Berlin sind, wo man die redaktionellen Abläufe in der Berliner Zeitung, Berliner Kurier und Online optimieren („zukunftsweisende Organisation“) will oder die gehandelte verlagsseitige Kooperation mit Berliner Morgenpost, Tagesspiegel und Berliner Verlag. Es gibt konzernweit ein Projekt für ein neues Anzeigen- und Vertriebssystem, in dessen Zuge Tätigkeiten wegfallen und Abläufe optimiert werden. Bei uns wird die agile Redaktion auch personelle Folgen mit sich bringen”, meint MOPO-Betriebsratsvorsitzender Holger Artus.“

MOPO-Betriebsrat warnt vor Stellenabbau in der Redaktion

Nach Angaben des Betriebsrats der Hamburger Morgenpost sollen die redaktionellen Abläufe durch die Unternehmensberatung Ebner Stolz überprüft und ein Vorschlag zur Optimierung gemacht werden. Er warnt vor den möglichen Folgen. Es ginge nach seiner Auffassung nicht um die Verbesserung redaktioneller Abläufe, um eine gleichberechtigte Print und Online-Produktion, sondern eher um einen Stellenabbau. Für diesen Fall wird Widerstand angekündigt. Ebner Stolz will bis Mitte Juni 2016 einen Vorschlag machen. Über die Maßnahmen,  so der MOPO-Betriebsrat, entscheiden die DuMont-Vorstandsmitglieder, Dr. Christoph Bauer (Vorsitz) und Stefan Hütwohl (Finanzvorstand).

Betriebsratswahlen in der MOPO werden angefochten

IMG_0720Mit gerichtlichen Maßnahmen geht die Geschäftsleitung der Morgenpost Verlag gegen die Betriebsratswahlen vom 9. Juli 2015 vor, schreibt der MOPO-Betriebsrat. Aus  Sicht des Unternhemns hätten die Arbeitnehmer/innen von zwei ausgegliederten Unternehmen und die festen Freien nicht teilnehmen dürfen. Der Betriebsrat war im Mai 2015 nach der Umsetzung des Personalabbaus und den Ausgliederungen in mehrere Unternehmen am Hamburger MDS-Standort durch die neue Dienstleistungsstrategie von MDS zurückgetreten und hatte Neuwahlen initiert.

„Perspektive Wachstum” und die Bedeutung für die MOPO

kostenDer Betriebsrat der MOPO beschäftigt sich in einer aktuellen Info mit dem Thema „Perspektive Wachstum“, einem Programm von MDS-Vorstand und Geschäftsführung aus dem September 2014. Der Betriebsrat spricht von einem Restrukturierungs- programm, zieht den Bogen aber größer, in dem er seine Meinung vertritt, dass das eigentliche Kostenproblem in den strukturellen Beziehungen liegt, die zu weiteren Belastungen im Unternehmen führen. Er sieht auch eine kritische Phase in der Unternehmensentwicklung und spricht sich für die Notwendigkeit einer digitalen Transformation aus. Hier das Info im Wortlaut. Weiterlesen

MOPO-Betriebsrat zurückgetreten

Zu Neuwahlen des Betriebsras wird es in der Hamburger Morgenpost kommen. Laut einer aktuellen Betriebsrats-Information ist er zurückgetreten und hat eine Wahlvorstand gewählt, der die Wahlen organisieren muss. Der Rücktritt sei nach der Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen im Unternehmen ein notwendiger Schritt zur Gewährleistung der Handlungsfähigkeit der Interessenvertretung im bisherigen Sinne. 

Nur noch eine strittige Kündigung in der MOPO

Der Betriebsrat der MOPO schreibt in einer aktuellen Veröffentlichung, dass bis auf eine Kündigung alle zurückgenommen worden sind. Die Kündigungsabsicht betraf auch den Betriebsratsvorsitzenden, die jetzt aber gegenstandlos ist. Mit dem Übergang von fünf Arbeitnehmer/innen in eine Transfergsellschaft, der Zurücknahme von vier Kündigungen/Änderungskündigungen und einer strittigen Klage dürfte die Auseinandersetzung um den im September 2014 verkündeten Personalabbau in der MOPO erledigt sein. 

MOPO: Sozialplan unterschrieben – wie geht es weiter?

Der Betriebsrat der Hamburger Morgenpost beschäftigt sich  einer Info noch einmal mit dem Ergebnis der betrieblichen Auseinandersetzung um den Stellenabbau im Unternehmen. Mit der Unterschrift unter den Sozialplan sei für ihn eine Etappe abgeschlossen. Die Auseinandersetzung um die Zukunftsgestaltung geht nach seiner Meinung weiter. Es wird eine neue Tarifverhandungssituation geben, in der es um eine Altersteilzeitregelung gehen. Hier Auszüge aus der Betriebsratsinfo: Weiterlesen

ver.di und DJV begrüßen Verhandlungsergebnis in der MOPO

Die Sozialtarif- und Sozialplanverhandlungen bei der Morgenpost sind beendet. Nach monatelangen Verhandlungen und fünf Warnstreiks liegt nun ein Ergebnis vor. Dies teilten am Donnerstag die Gewerkschaften ver.di (Landesbezirk Nord) und Deutscher Journalisten-Verband Hamburg mit.„Es ist vereinbart worden, dass betriebsbedingte Kündigungen nach Möglichkeit vermieden werden. Hinzu treten gute Abfindungsregelungen und eine tragfähige Transfergesellschaft“, sagten ver.di – Fachbereichsleiter Martin Dieckmann und DJV-Landesgeschäftsführer Stefan Endter. „Damit ist es gelungen, für die Kolleginnen und Kollegen ein gutes Ergebnis zu erzielen, das ohne die Warnstreiks nicht zustande gekommen wäre. Wir freuen uns, dass dieser schwerwiegende Konflikt mit einer tragfähigen Lösung beendet werden konnte“. Die Gewerkschaften ver.di und DJV werden jetzt mit der Geschäftsleitung der Hamburger Morgenpost die Verhandlungen über ein Altersteilzeittarifvertrag fortsetzen.

Eckpunkte-Regelung in der MOPO vereinbart

Betriebsrat, Gewerkschaften und Geschäftsleitung haben sich heute auf eine Eckpunkte-Regelung über den Personalabbau in die Hamburger Morgenpost verständigt. Am 9. September 2014 hatte die Geschäftsleitung über einen Personalabbau von 10 Stellen informiert. In einer gemeinsamen Erklärung von Geschäftsleitung und Betriebsrat heißt es zu den wichtigsten  Punkten der Regelung: Abfindung 1,0 x Jahre der Betriebszugehörigkeit, Transfergesellschaft mit Aufstockung auf 80% sowie 12 Monate Laufzeit, Fortsetzung der Verhandlungen über einen Altersteilzeit-Tarifvertrag. Der Betriebsrat bedankte sich laut einer Mail bei der Belegschaft für deren Unterstützung: „Euer Engagement und Eure entschlossene Haltung – ob auf Versammlungen, bei Unterschriften-Listen oder bei den Aktionen der Gewerkschaften – haben dazu geführt, dass wir eine in unseren Augen gute und vertretbare Lösung mit der Geschäftsleitung gefunden haben. Dafür möchten wir euch danken, es ist der Erfolgs Eures Tuns.“

Fünfter Streiktag in der MOPO – Gewerkschaften erhöhen Druck

HABL2202Die Gewerkschaften Vereinte Dienstleistungs- gewerkschaft ver.di und DJV (Deutscher Journalistenverband Hamburg) erhöhen den Druck auf die Geschäftsführung der Hamburger Morgenpost. Wie schon am Freitag, dem 20. Februar, und Samstag, dem 21. Februar, folgten die Beschäftigten am Sonntag, dem 22. Februar, dem Warnstreik-Aufruf der Gewerkschaften. Die Gewerkschaften fordern einen Sozialtarifvertrag und einen Altersteilzeittarifvertrag. Am 24. Februar werden die Verhandlungen fortgesetzt.

„Die Belegschaft zeigt mit beeindruckender Entschlossenheit, dass sie die jetzt eingeleiteten Kündigungsverfahren nicht akzeptiert. Jeder Spaltungsversuch von oben hat die Solidarität mit den Betroffenen nur noch stärker werden lassen. Das gilt auch für die Beteiligung an den Warnstreiks“, sagte ver.di-Fachbereichsleiter Martin Dieckmann. Die Warnstreiks seien eindeutige Signale, dass es die Geschäftsführung teuer zu stehen komme, wenn Angebote, den „sozialen Frieden“ wieder herzustellen, einfach vom Tisch gewischt würden. Weiterlesen

Vierter Streiktag in der MOPO

IMG_0856Auch heute, am Samstag, den 21. Februar 2015 haben der DJV und verdi erneut zu einem Streik in der Hamburger Morgenpost aufgerufen. Die Mehrheit der Belegschaft ist dem gestrigen Streikaufruf gefolgt, so die gewerkschaftliche Darstellung. Die Verhandlungen um eine mögliche Lösung des Konflikts um einen geplanten Personalabbau gehen am 24. Februar 2015 weiter. Die Geschäftsleitung hatte mit den Anhörungen zu den Kündigungen den Konflikt verschärft.

 

Resolution der Bundeskonferenz der dju in ver.di zur Hamburger Morgenpost

IMG_0310-1Die Delegierten der Bundeskonferenz der dju senden solidarische Grüße an die heute streikende Belegschaft der Hamburger Morgenpost. Die Kolleginnen und Kollegen kämpfen gegen die Kündigungen von 10 Prozent der Belegschaft und für einen Sozialtarifvertrag zur Beschäftigungssicherung. Es ist bereits der dritte Streiktag, da sich die Geschäftsführung bisher weigert alle Vorschläge der Gewerkschaften dju in ver.di und DJV sowie des Betriebsrates aufzunehmen. Weiterlesen

Dritter Warnstreik in der MOPO am 20. Februar 2015

IMG_0756Am Freitag, dem 20. Februar, sind die Beschäftigten der Hamburger Morgenpost erneut dem Aufruf der Gewerkschaften (Deutscher Journalistenverband Hamburg, Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di) zu einem eintägigen Warnstreik gefolgt. Die Gewerkschaften fordern u.a. einen Sozialtarifvertrag für die von Kündigung betroffenen Beschäftigten. Kündigungen durch „sozialverträgliche“ Lösungen vollständig abzuwenden, hatte die Geschäftsführung des Verlags zuletzt abgelehnt. Daraufhin waren die Tarifverhandlungen unterbrochen worden. Am Donnerstag, dem 19. Februar, wurde dem Betriebsrat die Liste der zu kündigenden Beschäftigten vorgelegt. Die nächste Verhandlung findet am Dienstag, dem 24. Februar 2015 statt.

MOPO: Kündigungen kommen Ende Februar!

Der MOPO-Betriebsrat informiert, dass am 18. Februar 2015 die erwarteten Anhörungen zu den Kündigungen bzw. Änderungskündigungen eingegangen sind. „Mit diesen Anhörungen konterkariert die MOPO-Geschäftsleitung die laufenden Verhandlungen. Statt eine Lösung am Verhandlungstisch zu suchen, die natürlich auch eine Herausforderung für die Geschäftsleitung darstellt, wählt man jetzt Kündigungen und verlässt jeden Weg einer sozialverträglichen Lösung. In unseren Augen demonstriert die Geschäftsleitung ihre Unfähigkeit, Personalumbauprozesse sozial zu gestalten. Es fehlt offenbar auch an Format, sich so zu verhalten, wie es sich im Umgang unter uns in der MOPO gehört, so unsere Meinung zu den jetzt eingereichten Anhörungen. Die Freikündigungen zielen auf die Zerstörung der Integrität der Beschäftigten und die Folgen für die Zukunft muss eindeutig die Geschäftsleitung verantworten. Man kann nicht auf Dauer gegen die Belegschaft sein und nur Geschäfte machen. Wir sind besorgt um unsere Kolleginnen und Kollegen, die freigekündigt werden sollen. Das Vorgehen der Geschäftsleitung ist nach unserer Meinung eine Schande. Weiterlesen

MOPO: Zu den Verhandlungen am 16. Februar 2015

mopo16022015Der MOPO-Betriebsrat informiert über die heutige Verhandlung, die ohne Ergebnis endete. Neuer Termin ist der 24. Februar 2015. Die Gewerkschaften, bisher Teil der Gespräche, haben die Tarifverhandlungen unterbrochen. „Nach kurzer Beratung erklärten die Gewerkschaftsvertreter die Tarifverhandlungen für unterbrochen, um den jetzigen Stand und das weitere Vorgehen in der Mitgliedschaft zu beraten. Die Gewerkschaften bedauern, dass die Geschäftsleitung nicht auf Freikündigungen verzichten will und damit einen Beitrag zur Herstellung des sozialen Friedens hätte leisten können.“ Der Betriebsrat schreibt über seine fortgeführten Verhandlungen: „Die heutigen Verhandlungen über eine Lösung der Abbau-Planungen durch die MOPO-Geschäftsleitung sind wieder ohne Ergebnis beendet worden. Wir haben die GL aufgefordert, den sozialen Frieden in der MOPO wiederherzustellen. Es gibt reale Optionen, große Teile der personellen Herausforderungen aus dem Sparprogramm zu lösen. Unsere Aufforderung, auf die Freikündigungen zu verzichten, lehnt die GL erneut ab. Die Geschäftsleitung hat jetzt alle Kündigungen und Änderungskündigungen für die BR-Mitglieder für den Februar 2015 angekündigt, d.h. diese Woche erhält der Betriebsrat die Anhörungen. Das halten wir für eine Provokation und einen Angriff auf die Integrität der MOPO. Weiterlesen

HAMBURGER MORGENPOST – Der größte Personalabbau seit 1979

verdipublikPublik, die Mitgliederzeitschrift von ver.di mit einer Auflage von über 2 Mio. Exemplare, schreibt auf ihren aktuellen Hamburg-Seiten unter der Zeile „Den Umbau verschlafen“ über die Auseinandersetzung in der Hamburger Morgenpost. „War sie bis Ende der 90er Jahre noch chronisch defizitär, so schreibt die Hamburger Morgenpost seit mittlerweileüber zehn Jahren wieder schwarze Zahlen. Dennoch hat der gegenwärtige Eigentümer, die Kölner Mediengruppe DuMont Schauberg, der Zeitung einen Sparkurs aufgezwungen und will nach Darstellung des Betriebsrats bis zu 15 Prozent der Belegschaft abbauen. Der größte Personalabbau in der Morgenpost, MOPO, seit 1979. Weiterlesen

MOPO mit reduziertem Umfang

blv280115Nach Angaben des Hamburger Abendblatts hat der gestrige Warnstreik zu einem reduziertem Umfang der Freitag-Ausgabe der MOPO geführt. Ver.di und DJV hatten zu einem Warnstreik aufgerufen, um Druck auf die laufenden Verhandlungen für einen Sozialtarifvertrag zu legen. Nach Gewerkschaftsinformationen hat sich fast die komplette Redaktion und der Verlag an dem Streik beteiligt. Weiterlesen

Über die Verhandlungen in der MOPO am 28. Januar 2015

Am vergangenen Mittwoch fanden wieder Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Gewerkschaften auf der einen und der MOPO-Geschäftsleitung auf der anderen Seite statt. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 9. Februar 2015. Über die Verhandlungen am 28. Januar 2015 schreibt der MOPO-Betriebsrat:

Es gab

  • keine neue Position des Arbeitgebers zu einer Abfindungsregelung,
  • keine Erklärung, wie mögliche (materielle) Inhalte einer betrieblichen Altersteilzeitregelung aussehen könnten und wenn, nur für zwei mögliche Fälle. Eine Altersteilzeit-Regelung, um generell die Personalentwicklung im Haus für die Zukunft zu gestalten, will man aus Kostengründen nicht. Man hat Angst vor einem Sogeffekt, dass mehr Beschäftigte gehen könnten als gewollt und Stellen dann neu besetzt werden müssten,
  • keine Zusage zu einer generellen Teilzeitregelung, um über eine mögliche Arbeitszeit-Reduzierung einzelner Mitarbeiter das gewonnene Stundenkontingent zur Arbeitsplatzsicherung nutzen zu können,
  • keine Erklärung über die Laufzeit einer Transfergesellschaft und den Finanzierungsbeitrag des Arbeitgebers. Eine Transfergesellschaft erbringt Beratungs- und Qualifizierungsleistungen und hilft Arbeitnehmern/innen gezielt bei der Arbeitssuche. Diese Transfergesellschaft soll – so wünscht sich das jedenfalls der Arbeitgeber – aber kostenneutral sein, weil der Arbeitgeber neben den Mitteln des Arbeitsamtes (Zahlung von Transferkurzarbeitergeld) keine zusätzlichen Gelder anfassen möchte.

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