Betriebsrat Berliner Verlag zurückgetreten – Neuwahlen im Sommer

Der Betriebsrat des Berliner Verlages ist jetzt zurückgetreten. „Nicht etwa, weil wir nicht mehr weiterarbeiten wollen, das genaue Gegenteil ist der Fall. Wie ihr wisst, hat unser Konzern unseren Berliner Verlag in mehrere einzelne Unternehmen zerlegt. Das bedeutet nach dem Betriebsverfassungsgesetz aber noch nicht, dass auch unser gemeinsamer Betrieb nicht mehr fortbesteht. Wir sind der Meinung, dass die Redaktion des Berliner Kurier weiterhin mit den Redakteuren der Berliner Zeitung einen gemeinsamen Betrieb bilden. Bis zum 31.1.2015 wurde dieser gemeinsame Betrieb in nur zwei Unternehmen geführt (Berliner Verlag GmbH und die DuMont Redaktionsgemeinschaft GmbH). Seit dem 1.2.2015 ist auch die Berliner Kurier GmbH an diesem Gemeinschaftsbetrieb beteiligt.“

Die Tarifverhandlungen im Berliner Verlag gehen weiter

Am 1. April 2015 fand die letzte Sozialtarifverhandlungsrunde im Berliner Verlag statt. Die Gewerkschaften ver.di und DJV wollen Regelungen zur Zukunftssicherung der Arbeitsplätze. Dazu gehört u.a. die Forderung nach einem Altersteilzeit-Tarifvertrag. Die Absicht ist es auch, eine Tarifregelung über einen gemeinsamen Betrieb zu erreichen, so dass die Interessenvertretungen am Berliner Standort nicht auf verschiedene Unternehmen in Berlin verteilt sind.  Bisher gab es drei Verhandlungsrunden. Sie werden nach Angaben des Betriebsrats fortgeführt, „nachdem die Beschäftigten über die bisherigen Ergebnisse der Verhandlungen informiert worden sind. Das soll in den nächsten Wochen erfolgen.“

Stillstand und Bewegung in den Verhandlungen im Berliner Verlag

spr52014Das Sprachrohr, Mitgliedermagazin des ver.di-Fachbereichs Medien in Berlin-Brandenburg, informiert in der akuellen Ausgabe (5/2014) über den Sachstand der Verhandlungen im Berliner Verlag. Eine Tarifbindung für die Beschäftigten des Berliner Kuriers nach einer Ausgliederung in eine eigene GmbH wird es geben. Wie es mit der Interessenvertretung in einer neuen Unternehmensstruktur am Berliner Standort weitergeht, ist unklar. Altersteilzeit will das Unternehmen nicht mehr reglen. Hier der Text Weiterlesen

Berliner Dialog auf dem Weg zum Betriebsrat

berlinerdialogAuf der heutigen Wahlversammlung der Beschäftigten des Berliner Dialog, dem Call-Center des Berliner Verlages, wurde ein Wahlvorstand gewählt, um eine Betriebsratswahl durchzuführen. ver.di hatte am 24. November 2014 zu dieser Wahlversammlung eingeladen. In diesem Jahre hatte es bereits eine Betriebsratswahl im Call-Center der Mitteldeutschen Zeitung, MZ Dialog, gegeben. Weiterlesen

Es drohen lauter kleine Profitcenter

genschInterview mit der Betriebsratsvorsitzenden des Berliner Verlages, Renate Gensch, zur Zerstückelung des Verlages in Sprachrohr, Mitgliedermagazin von ver.di in Berlin/Brandenburg über die geplanten Umstrukturierungen in der Mediengruppe M. DuMont Schauberg.

Ihr Betriebsräte bei M. DuMont Schauberg seid gut vernetzt, aber bislang stochern alle ziemlich im Nebel?
enate Gensch: Wir haben über den Konzernbetriebsrat als Betriebsräte der Zeitungsholding und des Berliner Verlages klare Anfragen gestellt. Wir wollen Zahlen, Fakten, Auskünfte. Dazu ist das Unternehmen in der Planungsphase verpflichtet, damit die Betriebsräte noch Vorschläge machen können. Offizielle Unterrichtungen sollte es überall erst am 28. Oktober geben, einen Monat nach Verkündung des Sparprogramms. Wir fürchten, dass alles intransparent ablaufen und die Betriebsräte und Beschäftigten möglichst wenig beteiligt werden sollen. Weiterlesen

Verhandlungsstand im Berliner Verlag

blv2711Der Betriebsrat des Berliner Verlag informiert über den aktuellen Stand am Berliner MDS-Standort. Am 20. November war die die dritte Verhandlungsrunde zur geplanten Aufspaltung des Unternehmens in drei Gesellschaften und die Auslagerung der Hausverwaltung. „Leider sind uns auch in dieser Verhandlungsrunde keine nachvollziehbaren Gründe dafür genannt worden, weshalb der Berliner Kurier auf eine andere Gesellschaft ausgelagert werden soll. Diese fehlende Klarheit der Geschäftsführung belastet die Verhandlungen erheblich. Wir wissen nicht, was die aufwändige und teure Aufspaltung unseres Berliner Verlages bringen soll – außer einer Zersplitterung in mobile Einheiten mit ungewisser Zukunft.“ Als positiv ist zu bewerten, dass der Verlag noch einmal bestätigt hat, für den Berliner Kurier dieselben Tarifverträge zu vereinbaren, wie es sie bereits für den Berliner Verlag gibt.

Berliner Kurier soll auch künftig tarifgebunden sein

IMG_0314.JPGDer Geschäftsführer des Berliner Verlages, Manfred Braun, hat heute auf der Teilbetriebsversammlung des Berliner Kurier erklärt, dass die Redaktion trotz Ausgliederung aus dem Berliner Verlag künftig tarifgebunden sein soll. Ver.di-Gewerkschaftssekretär, Jörg Reichel, sagte zu der Ankündigung, dass man das Unternehmen beim Wort nehmen wird. MDS hatte für den Berliner Standort Ende September 2014 erklärt, dass sie zum 1. Januar 2015 die Redaktion des Berliner Kuriers in eine eigene Gesellschaft ausgliedern will.