Druckindustrie: Am 9. April wird wieder zentral verhandelt

Im festgefahrenen Tarifkonflikt mit Bundesverband Druck und Medien (bvdm) ist ver.di unverändert zu Verhandlungen bereit. Nachdem es auf Bundesebene bisher keine Lösung gibt, wurden die Arbeitgeber in der Druckindustrie auf regionaler Ebene zu Tarifgesprächen aufgefordert. Das Ziel ist nach wie vor der Erhalt des Manteltarifvertrages für alle Beschäftigten und ein akzeptabler Lohnabschluss. Weiterlesen

Wieder Warnstreik in der Kölner Zeitungsdruckerei

warbstreik06020219Seit Mittwoch, den 6. Februar 2019 ab 16 Uhr stehen die Kollegen/innen des DuMont Druckzentrum erneut im Warnstreik. Der Arbeitgeberverband in NRW wurde zu Verhandlungen aufgefordert. Da die Arbeitgeberseite nicht verhandlungsbereit ist wurde die Arbeit niedergelegt. Das Ziel ist eine Lohnerhöhung sowie die Wiederinkraftsetzung des Manteltarifvertrages  für die Druckindustrie in NRW. Die ver.di-Tarifkommission für die Druckindustrie hat am 17.1.2019 in Kassel beschlossen, den eingeschlagenen Weg der Regionalisierung im festgefahrenen Tarifkonflikt für die rund 134.000 Beschäftigten der Druckindustrie  einzuleiten.

ver.di: Wir werden jetzt regionale Gespräche um Druckabschluss führen wollen

antwortbvdmDie Arbeitgeber haben einen „Offenen Brief“ an die ver-di-Tarifkommission der Druckindustrie geschrieben. In dem wird ver.di eine Klassenkampf-Rhetorik vorgeworfen: „Halten Sie inne mit Ihrem destruktiven und auf Schädigung der Betriebe angelegten Arbeitskampf!“ Dabei stellt das bisherige Angebot der Arbeitgeber bereits beim Lohnangebot einen Reallohnverlust dar, so die Position von ver.di. Die Forderungen der bvdm zum Manteltarif sind ein weiterer Punkt der Einkommensverschlechterung wie der Arbeitsbedingungen der Beschäftigen. ver.di-Vize Frank Wernke antwortet:  Das Lohnangebot des bvdm  „ist – unabhängig von der Frage des MTV – für uns nicht akzeptabel. Sie würdigen damit in keiner Weise die Leistung und das Engagement der Beschäftigten in der Druckindustrie.“ Zum weiteren Vorgehen macht Werncke deutlich: „Die Kündigung des MTV durch den Bundesverband Druck und Medien war ein Fehler und steht aus unserer Sicht auch im Widerspruch zu den Interessen der tarifgebundenen Mitgliedsbetriebe des BVDM. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, ihre Positionierung zu korrigieren. Dann stehen wir für weitere Verhandlungen zur Verfügung. Bis dahin werden wir allerdings versuchen, regionale Gespräche aufnehmen.“ Hier das Schreiben im Wortlaut:
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Im Faktencheck: Arbeitgeber verbreiten zur Tarifrunde Druck Falschinformationen

faktencheckAm 22. November 2018 sind die Tarifverhandlungen mit dem bvdm über ein neues Lohnabkommen und zum Manteltarifvertrag (MTV) ohne Einigung und ohne neue Terminvereinbarung beendet worden. Bereits im Vorfeld der fünften Verhandlung am 22. November 2018 hat der bvdm in einem sogenannten Faktencheck vorgehalten, ver.di verbreite Falschinformationen. ver.di geht auf die Behauptungen ein.

ver.di hat in elf Verhandlungsrunden konstruktive Vorschläge für neue Tarifregelungen in der Druckindustrie gemacht, hier einige Beispiele:
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