DuMont Schauberg kündigt den Haustarifvertrag für den Berliner Verlag: ver.di fordert Sicherheit

ver.di verdiblvkritisiert die Kündigung des Haustarifvertrags für die rund 280 Beschäftigten der im Berliner Verlag erscheinenden Zeitungen Berliner Zeitung und Berliner Kurier zum Ende dieses Jahres: „Bisher hat das Unternehmen keine Gründe für die ausgesprochene Beendigung des Tarifvertrages genannt. Nach einem einschneidenden Personalabbau in Verlag und Redaktion ist zu befürchten, dass die bisher geltenden Einkommens- und Arbeitsbedingungen verschlechtert werden sollen. Weiterlesen

DJV Berlin zur Kündigung des Haustarifvertrages

Dutzende Angestellte in der Redaktion und im Verlag musste der Berliner Verlag bereits kündigen. Nun kommt der nächste Schlag für die Mitarbeiter: Ihr Haustarifvertrag, der seit über 20 Jahren besteht, wurde gekündigt. Der Berliner Verlag hat den seit 1992 geltenden Haustarifvertrag gekündigt, der die Gehälter bei der Berliner Zeitung und dem Berliner Kurier an die bundesweiten Tarifverträge koppelt. Damit schert ein Verlag aus dem Tarifgefüge aus, dessen Miteigentümer der Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Helmut Heinen, ist. Weiterlesen

Fragen und Antworten zur Kündigung des Haustarifvertrages im Berliner Verlag

faqIm Berliner Verlag wurde am 27. September 2013 der bestehende Haustarifvertrag zum 31. Dezember 2013 gekündigt. Zu den Folgen für die MOPO gibt es ein kleines Info.

Im Berliner Verlag ist der dortige Haustarifvertrag gekündigt worden, gilt das auch für uns?

Nein. Wir haben seit 2000 einen eigenständigen Haustarifvertrag, der nichts mit dem im Berliner Verlag zu tun hat. Unser gilt zwischen der Morgenpost Verlag GmbH und den beiden Gewerkschaften ver.di Hamburg und DJV Hamburg. Weiterlesen

Berliner Verlag kündigt Haustarifvertrag

blvkLiebe Kolleginnen und Kollegen,

die Geschäftsführung hat uns heute mitgeteilt, dass sie heute mit Wirkung zum 31. Dezember 2013 unseren Haustarifvertrag gekündigt hat. Er gilt sowohl für Angestellte als auch für Redakteure in unveränderter Form seit 1992. Wer schon länger dabei ist, erinnert sich ganz bestimmt: Diesen Haustarif- vertrag haben wir uns im Frühjahr 1992 erstreikt. In ihm steht nicht nur die Angleichung der Ost- an die West-Gehälter. Er definiert auch bis heute die Grundregeln für die Arbeit hier im Hause: Welches Gehalt gezahlt wird, wie viele Tage Urlaub es gibt, wie lang ein Arbeitstag ist (oder wenigstens sein sollte), dass Weihnachts- und Urlaubsgeld gezahlt wird, vermögenswirksame Leistungen usw. usf. Weiterlesen

Kulturbruch bei M. DuMont Schauberg in Köln

Im September 1934 stand der Verlag M. DuMont Schauberg vor dem Ende. Die Nazis waren seit anderthalb Jahren an der Macht. Die Presse in Deutschland wurde gleichgeschaltet, missliebige Verlage vernichtet. Gegen die liberale »Kölnische Zeitung« organisierte die NSDAP einen Anzeigenboykott. Leser des »Kölner Stadt-Anzeigers« wurden gezwungen, ihr Abonnement auf die Nazi-Zeitung »Westdeutscher Beobachter« umzuschreiben. Monat für Monat musste die Verlegerfamilie Neven DuMont Geld zum Verlagsgeschäft zuschiessen. Weiterlesen

Schwarzer Tag bei MDS in Köln

d715f298-4af6-11e3-42f7-525400a933efDer 15. September 2013 war ein rabenschwarzer Tag für die Kolleginnen und Kollegen des Verlags M. DuMont Schauberg. Auf zwei Mitarbeiterinformationsveranstaltungen verkündete die Geschäftsführung heute ein »Neuausrichtungsprogramm«. Mit Personalabbau und Tarifflucht will MDS auf den Rückgang der Anzeigenerlöse reagieren. Das ist eigentlich nix Neues … – Neu ist nur, dass der Personalabbau auch über betriebsbedingte Kündigungen vollzogen werden soll. Das ist ein echter Kulturbruch für das Kölner Verlagshaus. Von der Tarifflucht sind die Kolleginnen und Kollegen in der Anzeigenabteilung, im Zeitungsverkauf und der Verlagswerbung betroffen. Sie sollen in die MDS-Tochter »MVR« (Mediavermarktung Rheinland) wechseln. Weiterlesen

Neuausrichtung der Geschäftsprozesse in Köln

In einer Pressemitteilung informiert die „Geschäftsführung des Verlags „M. DuMont Schauberg Expedition der Kölnischen Zeitung GmbH & Co. KG“ in Köln über ihre strukturelle und inhaltliche Neuausrichtung auf die sich deutlich verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Aus diesem Grund wird das Verlagshaus, in dem Kölner Stadt-Anzeiger, Kölnische Rundschau und Express erscheinen, den Anzeigenverkauf, den Zeitungsverkauf und die Verlagswerbung in die schon bestehende Tochtergesellschaft „MVR Media Vermarktung Rheinland GmbH“ integrieren und inhaltlich neu aufstellen… Die Neuausrichtung der Vermarktungsstrukturen im Werbe- und im Lesermarkt geschieht vor dem Hintergrund der strukturellen Veränderungen der Zeitungsbranche mit ihren anhaltend rückläufigen Auflagen und Einbrüchen im Anzeigengeschäft. Der in dieser Höhe nicht vorhersehbare Einbruch des Anzeigengeschäfts der Zeitungsgruppe Köln hat dazu geführt, dass „M. DuMont Schauberg“ bereits 2012 gegenüber dem Vorjahr rund 10 Mio. Euro des Umsatzes bei Anzeigen und Beilagen verloren hat. In diesem Jahr erwartet die Geschäftsführung einen erneuten Rückgang in nahezu gleicher Höhe. Auch in 2014 ist mit keiner grundlegenden Änderung zu rechnen. Aus diesem Grund sieht sich das Kölner Verlagshaus gezwungen, bis Ende 2014 in Verwaltung, Verlag und Druckzentrum 84 der insgesamt 850 Stellen abzubauen.“