Mantellieferung der Boulevard-Titel von DuMont vor dem Ende?

chaosplanungDie bisherige Zusammenarbeit der Boulevard-Titel im täglichen Mantelteil wird von den Geschäftsleitungen und Chefredaktionen vom Berliner Kurier und Express öffentlich in Frage gestellt. In Berlin wurde das bisherige Konzept, das derzeit zwischen den Boulevard-Titeln praktiziert wird und wonach die Politik für alle drei Titel aus Hamburg, die Panorama-Seiten aus Berlin und die People-Seite aus Köln kommen, in Frage gestellt. Jochen Arntz, künftiger Chefredakteur der Berliner Zeitung sagte: „Wir wollen nicht von anderen beliefert werden. Wir wollen uns hier untereinander stärken.“ In Köln wurde am 1.9. ein gemeinsames Projekt von „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „EXPRESS“ gestartet, das auch die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit prüfen soll, auch im Printbereich. Im aktuellen Interview von Dr. Bauer mit kresspro vom 14.09.2016 kann meine seine Ansage auch als eine Vorstandsstrategie interpretieren. Weiterlesen

Advertisements

Dr. Bauer: Die Schließung von Berlin war eine Option

intrview
In einem Interview mit kresspro vom 14. September 2016 beschäftigt sich Dr. Christoph Bauer, Vorstands- vorsitzender der DuMont Mediengruppe, u.a. mit der Frage der Zukunft des DuMont-Engagements in Berlin. Er begründet noch einmal, warum sie sich für einen Neustart in Berlin ausgesprochen haben und wo er die Perspektive in Berlin sieht. Am Ende entscheidet die Größe. Er kündigt den Umzug in Berlin zum Jahresende an. Es gibt Gespräche mit der Funke Mediengruppe, aber man führe keine Verkaufsverhandlungen. Als Wachstumspotentiale nennt er eine überarbeitete ePaper-Strategie, die Preispolitik ihrer Produkte sowie die Positionierung ihrer Produkte und eine Neuaufstellung im Bereich der Pay-Wall. Auf der Kostenseite sieht er Chancen bei der Bereinigung der unrentablen Vertriebsauflage, dem Marketing, dem Zusammengehen im Verlagsbereich mit der Berliner Morgenpost und dem Tagesspiegel. Zum Zeitpunkt des Interviews meinte er, dass man Joiz in Berlin als DuMont-Beteiligung eine Chance geben muss. Er spricht von einer schwarzen Null bei der Berliner Zeitung in diesem Jahr, wenn da nicht die Mehrkosten durch den Mindestlohn  wären. Weiterlesen

Man wisse in Berlin nicht, ob und was Köln beim Thema redaktionelle Beziehungen möglicherweise plane

brblv06092016Der Betriebsrat des Berliner Verlages informiert heute über ein Gespräch mit den Chefredakteuren Berliner Zeitung/Berliner Kurier und der Geschäftsführung des Berliner Verlages. Der Betriebssversammlung am Vortag waren sie ferngeblieben, entweder entschuldigt bzw. nicht abgesagt. Auf die mit Spanung erwartete Antwort auf die Medienmeldung vom Freitag über Gespräche von DuMont und Funke über redaktionelle Beziehungen, so schreibt der Betriebsrat in seiner Gesprächsdarstellung, meinte ein Unternehmens-vertreter, er „könne nicht ausschließen, dass es in Köln solche Überlegungen gegeben habe oder gebe.“ Im Gespräch wurde noch einmal deutlich gemacht, dass man Mitte bis Ende Oktober ein fertiges Paket zum Optimierungsprojekt in der Berliner Zeitung und Berliner Kurier unterbreiten werde. Betriebsbedingte Kündigungen können man nicht ausschließen. Hier das Betriebsrats-Info im Wortlaut. Weiterlesen

Die Strategie von DuMont: Abbauen, um aufzubauen …

orizont010916Im Gespräch mit horizont.net begründet Philipp Froben, Geschäftsführer von DuMont Rheinland, noch einmal die Folgen der neuen Strategie für die Beschäftigten: „Wir müssen uns personell neu aufstellen. Das bedeutet: Wir stocken in einigen Bereichen auf – und werden in anderen schlanker.“  Er scheue, so  horizont.net, nicht davor, alte Strukturen aufzubrechen. Weiterlesen

Gibt es Gespräche von Funke und DuMont über eine Mantelbelieferung?

Nach Medienangaben soll es Gespräche zwischen der Funke und DuMont über eine Mantellieferung geben. „Dazu äußern mag sich der Sprecher aber nicht. Auch Funke lehnt zu diesem Thema jeden Kommentar ab.“ Am 1.9.2016 hatte das Medienhaus Rheinland über ein Optimierungsprojekt in den beiden Kölner Redaktionen informiert. Im Zusammenhang mit einem Optimierungsprojekt in den Berliner Titel sprach DuMont am 19.05.2016 auch von einem Neustart im Berliner Verlag. Am Montag, den 5. September 2016 findet eine Betriebsversammlung für die Berliner Zeitung und dem Berliner Kurier statt.

Fiedler folgt Pauls, KSTA und EXPRESS sollen künftig enger zusammenarbeiten, neues Geschäftsfeld Logistik

Über den  erwarteten Wechsel in der Chefredaktion des Kölner Stadt Anzeigers wurde heute durch DuMont auf einer Mitarbeiterversammlung in Köln informiert: Carsten Fiedler, bisher Chefredakteur vom EXPRESS, übernimmt nach dem Ausscheiden von Peter Pauls zum 1. Januar 2017 diese Funktion. Für die Nachfolge von Fiedler im EXPRESS gibt es noch keinen Namen. Peter Pauls, seit 2009 Chefredakteur vom KSTA und damals Nachfolger von Franz Sommerfeld,  gehört auch der Geschäftsführung von DuMont Rheinland an. Wie bereits in Berlin angesagt, gibt es die Absichts, dass die beiden Redaktion Kölner Stadt Anzeiger und Express enger zusammenarbeiten sollen. Begründet wird diese Ankündigng mit den „Anforderungen des digitalen Wandels“. Dabei soll – genauso wie in Berlin – Thilo Knott zusammen mit den Chefredaktionen ein Konzept erarbeiten.“Ergebnisse des Projekts sollen zum Ende des Jahres vorgestellt werden.“ Weiter informierte der Geschäftsführer des Medienhauses Rheinland, Philipp Froben, dass man auch eine Portfolio-Bereinigung plant und  zusammen mit der Optimierung von Verlagsprozessen im Rahmen der DuMont Mediengruppe diese Effekte erschließen will. Weiterlesen