DuMont und die Kölnische Rundschau

d32b1865e9448e668f6bae6d8ef2094dDie Kölnische Rundschau ist eine regionale, unabhängige Tageszeitung für den Raum Köln/Bonn. Sie wird vom Kölner Heinen-Verlag mit eigenständigen Lokalredaktionen herausgegeben. Die gemeinsam mit dem Kölner Stadt-Anzeiger ausgewiesene verkaufte Auflage beträgt 303.558 Exemplare.

Seit 1999 wird Kölnsiche Rundschau von M. DuMont Schauberg verlegt
Die Kölnische Rundschau wird seit 1999 vom Verlag ihres ehemaligen Konkurrenten Kölner Stadt-Anzeiger verlegt. Das Bundeskartellamt hatte die ungewöhnliche Einbindung zweier Konkurrenten in einem Verlag genehmigt, da sich für die Rundschau angeblich kein anderer Käufer fand und die Heinen-Verlag GmbH angekündigt hatte, im Fall einer Untersagung des Verkaufs die Rundschau einzustellen.

Das Fachmagazin horizont schriebt damals: „Der Verlag M. DuMont Schauberg („Kölner Stadt-Anzeiger“, „Express“) üernimmt  zum 1. Januar 1999 das Verlagsgeschäft und die Verlagsrechte der „Kölnischen Rundschau“/“Bonner Rundschau“ und ihrer Unterausgaben von der Heinen-Verlag GmbH. Die „Kölnische Rundschau“ wird zukünftig im Verlag M. DuMont Schauberg erscheinenund in einem gemeinsamen Anzeigentarif mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ angeboten werden. M. DuMontSchauberg übernimmt auch das Vertriebsgeschäft. Publizistisch, personell und organisatorisch bleibt die Redaktion der „Kölnischen Rundschau“ im Heinen-Verlag. ‚Stagnation im Vertriebsgeschäft, einverstärkter Wettbebewerb im Werbemarkt und die Kostenentwicklungen der Branche haben die Wirtschaftlichkeit der ,Kölnischen Rundschau” als Zweitzeitung am regionalen Markt besonders stark belastet‘, heißt es in der offiziellen Verlautbarung.“

Seit 1946 gibt es die Rundschau
Die Rundschau war bereits im März 1946 auf den Markt gekommen. Die Alliierten hatten dem Journalisten Reinhold Heinen, der erst bei Kriegsende das KZ Sachsenhausen verlassen konnte, eine Lizenz erteilt. Kurzzeitig hatte Heinen zudem in Absprache mit der CDU einen überregionalen Titel verlegt. Als mit dem Ende der Lizenzphase in Köln 1949 der Kölner Stadt Anzeiger und in Bonn der General-Anzeiger als Konkurrenten in den Markt drängten, musste sich Heinen auf sein Stammgeschäft konzentrieren.

Dr. Heinrich Heinen, der Schwiegersohn von Reinhold Heinen (geb. Schaaf) zog sich 1991 mit 70 Jahren aus dem Tagesgeschäft zurück und übergab den Stab an seinen Sohn Helmut Heinen, der seit 1987 als Geschäftsführer fungierte. In den 70er Jahren kamen Beteiligungen an Anzeigenblättern hinzu. In diesem Markt arbeitete der Heinen Verlag schon bald mit dem Konkurrenten DuMont Schauberg zusammen. Die beiden Verlage bündelten ihre Beteiligungen in der Rheinische Anzeigenblatt GmbH & Co KG mit jeweils 50 Prozent. Die Annäherung wurde 1982 vertieft, als DuMont Schauberg mit 20 Prozent beim Heinen-Verlag einstieg. Dies geschah zur wirtschaftlichen Stärkung, obwohl die Rundschau zu dieser Zeit noch erhebliche Nebeneinnahmen durch die Lieferung der überregionalen Berichterstattungen an die Westfalenpost (bis 1983) hatte.

Beteiligung vom Heinen Verlag an Berliner Verlag und Hamburger Morgenpost 2009
Seit 2009 ist der Heinen Verlag mit 35 Prozent an dem Berliner Verlag und dessen Beteiligungen sowie der Hamburger Morgenpost beteiligt. Den Kaufpreis von 53 Mio. € finanzierte er u.a. über einen Kredit in Höhe von 30 Mio. €, der 2012 noch mit einer Restschuld von 21 Mio. € in den Büchern des Heinen Verlages stand.

Seit 2010 wird die Produktion des Mantels  von der Redaktion des Bonner General-Anzeigers übernommen.

Wirtschaftliche Lage des Heinen Verlages 2012 vor allem durch Berliner Verlag negativ beeinflusst
Laut letzter Bilanz im Handelsregister hatte der Heinen-Verlag hat 2012 einen Verlust von -12,778 Millionen € in seinem Konzernabschluss aufgeführt. Die wirtschaftliche Lage des Heinen Verlag ist 2012 besonders durch die Wertberichtigungen im Berliner Verlag bestimmt. Abschreibung au Finanzanlagen in Höhe von 10,9 Mio. € bringen das zum Ausdruck. 2011 wurde ein Gewinn von 2,109 Mio. € geschrieben.

Allerdings: Für die Jahre 2013 – 2016 wird mit einem steigenden operativen Ergebnis in Berlin gerechnet. Die wirtschaftliche Stütze des Heinen-Verlags ist die Beteiligung an der Rheinischen Anzeigenblatt GmbH. 2012 fuhrt das Unternehmen 10,7 Mio. € Gewinn ein. Heinen ist zu 50 Prozent daran beteiligt, die anderen 50 Prozent hält MDS. Positiv auf den Heinen Verlag wirkte sich 2012 auch die Beteiligung an der Mitteldeutschen Zeitung aus.

In NRW verfügt der Heinen Verlag über elf Lokalausgaben, die acht unterschiedlichen Lokalausgaben erstellen.

  • Bonner Rundschau
  • Rhein-Sieg Rundschau
  • Oberbergische Volkszeitung
  • Bergische Landeszeitung
  • Rhein-Erft Rundschau
  • Redaktion Euskirchen
  • Redaktion Gemünd
  • Redaktion Wipperfürth

Das Hauptverbreitungsgebiet vom Kölner Stadt-Anzeiger und der Kölnischen Rundschau

krksta

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