Alfred Neven DuMont: Wir sparen, wo wir können

ByxhI-XIcAAHrg0Heute sprach der Aufsichtsratsvorsitzende der Mediengruppe M. DuMont Schauberg auf dem Zeitungsverleger-Treffen am (29. und 30. September 2014) in Berlin. Alfred Neven DuMont auch ist Ehrenpräsident des BDZV und war von 1980 bis 1984 der Präsident der Zeitungsverleger. „Wir sparen wo wir können, auch wo wir nicht sparen sollten – im Redaktionellen“ führte er u.a. aus.  Für ihn sind Facebook, Google, Twitter und Ebay die wirklichen Wettbewerber. Hintergrundstorys, Reportagen, Zusammenhänge herstellen – darin ist Print unschlagbar, formulierte Alfred Neven DuMont auf dem Kongreß seine Haltung zu Print. „Von der Aktualität sind wir – Zeitungen – von gestern.“ Was wir können ist Hintergrund, Zusammenhänge.  An seinen Verleger-Kollegen richtete er die Aufforderung: Es ist wichtig, den Menschen Zusammenhänge aufzuzeigen. Investieren sie in Journalisten.“Wir müssen an das Überleben der Zeitung glauben.“

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Betriebsrat MDS Köln: Vorstand plant weiteren Stellenabbau

brmds2909Das am Freitag vorgestellte Porgramm „Wachstum“ der Mediengruppe M. DuMont Schauberg lässt viele Fragen offen, die für den Betriebsrat enscheidend sind. Vorstand und Geschäftsführung kündigen nach dem in diesem Jahr bereits vereinbarten Abbau vom mehr als 100 Arbeitsplätzen nun erneut Stellenstrechungen  an. Davon betroffen sein sollen die Bereiche Controlling, Recht, Rechnungswesen, Einkauf, SAtz, Anzeigenservice, Blattplanung und Shop/Leserreisen. Das Unternehmen vermeidet mit Verweis auf erforderliche Beratungen mit dem Betriebsrat bislang allerdings konkrete Angaben darüber, wie vile Stellen in diesen Bereichen wegfallen sollen. Weiterlesen

Kommentar: Was als „Wachstum“ dargestellt wird, soll vor Ort ein Sparprogramm werden

weddamitAm vergangenen Freitag hat der Vorstand der Mediengruppe M. DuMont Schauberg sein Restrukturierungsprogramm vorgestellt und dabei von einer „Perspektive Wachstum“ geredet. Doch bei genauerer Betrachtung wird sichtbar, dass es sich um ein reines Sparprogramm handelt, um die Kosten der Gruppe zu reduzieren. Der Vorstand will nicht den Fehler der Mediengruppe Madsack mit ihrem Programm „Madsack 2018“ wiederholen und ein Abbau-Volumen kommunizieren, was den Protest der Beschäftigten hervorgerufen hat. So war es auch  im September 2013 in Köln, als ein Abbau von 84 Stellen angekündigt wurde. So ist es aktuell, September 2014  in der Hamburger Morgenpost, wo der größte Personalabbau in der Verlagsgeschichte des Unternehmens seit 1979 erfolgen soll. Weiterlesen

Gespräch mit ver.di über das Restrukturierungsprogramm bei MDS

serveImageRene Rudolf, Bundesfachgruppenleiter Verlage, Druck und Papier bei ver.di hat sich in einem Gespräch mit der Zeitung „Junge Welt“ sich zu den angekündigten Umstrukturierung in der Mediengruppe M. DuMont Schauberg geäßert. „Am Freitag hat die Geschäftsleitung den Beschäftigten einen Personalabbau angekündigt; sie hält sich aber noch bedeckt, nennt keine konkreten Zahlen.“. Bei den aktuellen Planungen „geht es um den Finanz- und Controllingbereich, Anzeigen- und Marketingabteilungen; vor allem um alle vier Druckereien von DuMont Schauberg, die zu einer Gesellschaft zusammengefaßt werden sollen. Sie gehören aber dem Flächentarifvertrag der Druckindustrie an, dürfen keinesfalls in einen tariflosen Zustand abrutschen.“ Weiterlesen

dju kritisiert „Zukunftsprogramm“ der Mediengruppe M. DuMont Schauberg

djunrw2709Die Konferenz der dju-Landesfachgruppe fordert die Eigentümer und das Management der Mediengruppe M. DuMont Schauberg auf, bei der Umsetzung des am 26. September 2014 angekündigten sogenannten „Zukunftsprogramms“ zur digitalen Transformation auf den weiteren Abbau von Arbeitsplätzen und Arbeitnehmerrechten sowie andere Formen des sozialen Kahlschlags zu verzichten. Personalabbau, Tarifflucht und ein Ausbau prekärer Beschäftigungsverhältnisse sind kein probates Mittel, um auf die Herausforderungen eines im Umbruch befindlichen Medienmarktes zu reagieren. Mit immer weniger Redakteuren und Beschäftigten in den Servicebereichen lassen sich weder journalistische Qualität noch Lesernähe halten. Weiterlesen

MDS in Köln soll komplett umgebaut werden

mdskoelnverdiDie ver.di-Vertrauensleute von MDS Köln haben eine Info zur der Restrukturierung der gesamten Gruppen und den Folgen in Kölner herausgegebne. Abend wurde in der Spätschicht der Druckerei wurde die Vormittagsveranstaltung wiederholt. Zur späten Stunde war Dr. Bauer aber nicht mehr persönlich anwesend. Die Kolleginnen und Kollegen bekamen nur eine Videoaufnahme zu sehen. Für verdi steht fest: Hier beginnt der vollständige Umbau und DuMont Schauberg als Kölner Tradionsunternehmen wird auf Sicht so nicht mehr existieren. Weiterlesen

„Viel Vergnügen und Spass!“

imageMit diesen Worten eröffnete heute Philip M. Froben, Geschäftsführer von MDS Köln, die Videokonferenz die Beschäftigten in Köln, Halle, Berlin und Hamburg, auf der das Restrukturierungsprogramm von MDS einschließlich des Personalabbau-Programms vorgestellt worden. Teilnehmer äußerten danach ihren Unmut über dieses in ihren Augen unmögliche Verhalten eines Geschäftsführers auf einer Mitarbeiterversammlung von MDS.

ver.di zur Restrukturierung in der Mediengruppe M. DuMont Schauberg

verdi2609Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert das sogenannte Zukunftsprogramm „Perspektive Wachstum“, das den Beschäftigten der Mediengruppe DuMont Schauberg (MDS) am heutigen Freitag angekündigt wurde. Unter dem Stichwort „Digitale Transformation“ plant MDS dabei offensichtlich erheblichen Personalabbau. Weiterlesen

meedia: DuMont startet “Zukunftsprogramm”, Gewerkschaften fürchten Stellenabbau

meedia2609Der Mediendienst meedia.de schreibt heute über das vom MDS-Vorstand angekündigte Restrukturierungsprgrogramm: „Der Verlag DuMont Schauberg hat am Freitag vormittag den Belegschaften seiner Zeitungen in Köln, Halle, Berlin und Hamburg ein „Wachstumsprogramm“ vorgestellt. Es gehe um die „Zukunftssicherung“ des Verlags. Die Gewerkschaften vermuten, dass hinter dem Programm auch und vor allem die Absicht steht, Personal an den Standorten abzubauen. „

kress: Kölner Zeitungshaus will schrumpfen, um zu wachsen

kress2609Der Mediendienst kress.de schreibt über die heutige Ankündigung eines Restrukturierungsprojektes in der gesamten Gruppe: Das Kölner Zeitungshaus M. DuMont Schauberg (MDS) hat am heutigen Freitag seine Mitarbeiter an allen Standorten zusammengetrommelt, um ihnen ein Umbauprogramm vorzustellen, das unter dem Namen „Perspektive Wachstum“ firmiert. Wie von den MDS-Arbeitnehmervertretern erwartet, ist es mit einer Zentralisierung bestimmter Konzern-Services verbunden, die Jobs kosten wird. Der Personalabbau soll bis Ende 2014 über die Bühne gehen, über den Umfang und die Art und Weise schweigt sich MDS in einer Pressemitteilung aus…

Eckpunkte der Restrukturierung: tariflos, betriebsratslos, arbeitslos

IMG_20140926_111706Die  Mediengruppe M. DuMont Schauberg strukturiert ihren kompletten Verlags- und Druckprozess im Unternehmensverbund um. Im Bereich Redaktion wird dieser Prozess erst mit der neuen digitalen Grundstrategie („Projekt Digitale Transformation“) erarbeitet werden. Hier muss man mit Veränderungen rechnen, die im Ergebnis zum Stellenabbau führen dürfte. Zur Neusteuerung der Verlagsprozesse werden an den einzelnen Standorten alle bisherigen Verlagsabteilungen ausgegliedert und in neue Gesellschaften überführt, die zentral vom Vorstand verantwortet werden Weiterlesen

Sparprogramm und grundlegende Neuorganisation von MDS erwartet

DuMont-SchaubergAm 26. September 2014 findet an allen Standorten (Köln, Halle, Berlin und Hamburg) der Mediengruppe M. DuMont Schauberg um 11 Uhr eine Mitarbeiterversammlung statt. Dort dürfte der Vorstand sein Restrukturierungsprogramm vorstellen, dass vordergründig natürlich als Erneuerungs- und Wachstumsprogramm verkauft werden soll. Um 10 Uhr werden die örtlichen Betriebsräte informiert, wie es bereits durch die Geschäftsleitung der Hamburger Morgenpost am 09.09.2014 erfolgt war. Neben den Folgen des Sparporgramms für die Beschäftigten an den Standorten von MDS (MOPO 9.9.) wird eine grundlegend neue Unternehmensorganisation präsentiert. Weiterlesen

horizont: Chronologie der Print-Krise

Die Fachzeitschrift horizont hat auf ihrer Web-Seiten eine „Chronologie der Print-Krise“ niedergeschrieben und wählt dabei als Ausgangspunkt 2008 den massenhaften Abbau von 900 Stellen in der WAZ-Gruppe (heute Funke-Gruppe) und spricht von einer „WAZ-Axt“, die heute zur Mode geworden sei. „Die Hiobsbotschaften mehren sich: Das „Darmstädter Echo“, streicht mehr als jede zweite Stelle, einstige Vorzeigeverlage wie Gruner + Jahr oder die „Frankurter Allgemeine Zeitung“ haben massive Sparprogramme angekündigt und setzen hunderte Mitarbeiter auf die Straße. Die Münchner „Abendzeitung“ und die „Frankfurter Rundschau“ konnten nur durch Insolvenzverfahren und drastische Einschnitte gerettet werden, Axel Springer trennt sich von großen Teilen seines Printgeschäfts.“

Betriebsrat MOPO: Morgen dürfte das Restrukturierungsprogramm präsentiert werden

mopo2509Nach Einschätzung des Betriebsrat der Hamburger Morgenpost wird am 26. September 2014 an allen MDS-Standorten über das gesamte Restrukturierungsprogramm in der Mediengruppe M. DuMont Schauberg und den personellen Folgen in Köln, Halle und Berlin informiert. „Bei uns war diese Info schon am 2.9. durch den Betriebsrat sowie die Bestätigung durch die MOPO-Geschäfts- leitung am 9.9.2014 erfolgt. Weiterlesen

Die strategischen Ziele der Mediengruppe M. DuMont Schauberg

Die Mediengruppe M. DuMont Schauberg hat zu Beginn 2014 ihr „Strategisches Programm“ beschlossen. Es basiert auf drei Säulen: Den Regionalmedien  (Vorgehen am jeweiligen Standort unter Verantwortung der operativen Leitung, vorher waren die regionalen Beteiligungen in Verantwortung des Vorstandes), Fachmedien (bisher vor allem Bundesanzeiger, aber auch Venture Aktivitäten) und das Digitalgeschäft. Schwerpunkte für diese Säulen sind zum einen Wachstumspotentiale zu identifizieren bzw. anzugehen (Umsatzpotentiale in der Region oder das Online Projekt „TOP 500“) und zum anderen, eine skalierbare Organisation (Ausgliederungen, ohne Betriebsräte und Sozialauswahl, aber auch Ausbau des Mandantengeschäfts untereinander). Ein Dauerthema für den MDS-Vorstand bleibt die Kostensituation. Um diese zu optimieren, geht es darum, die Gruppensynergien zu nutzen. Der Auf- und Ausbau des Digitalgeschäfts ist für MDS nach eigener Darstellung eine „Existenzfrage“ . Mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Bauer und der neuen Zusammensetzung des Vorstandes wird MDS künftig von einem Management und nicht mehr von den beiden Eigentümerfamilien Neven DuMont und DuMont Schütte Familie geführt. Diese sitzen im Aufsichtsrat der Gruppe.
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Digitalgeschäft vom MDS will 2013 noch nicht anziehen

In der Bilanz 2013 weißt die Mediengruppe M. DuMont Schauberg einen Online-Umsatz der Zeitungstitel von 16, 246 Mio. € aus. Dies entspricht einem Anteil von 2,8 % am Gesamtumsatz der Gruppe. In den Zahlen sind nicht die Online-Umsätze des Bundesanzeiger oder der Rundfunkbeteiligungen berücksichtigt. Im Vergleich zum Vorjahr 2012 sind die Online-Umsätze der Zeitungstitel um ganze 3 % gesteigen. Im Vergleich 2012 (15,774 Mio. €) zu 2011 (14,044 Mio. €) war der Online-Umsatz noch um 12 Prozent gestiegen, was seinen Grund vermutlich in der Existenzt der Online-Umsätze der  Frankfurter Rundschau hatte. Weiterlesen

MDS erstmals auf dem Weg zu einer digitalen Strategie

heusinDer Mediendienst meedia.de schreibt über eine neue Initiative der Mediengruppe M. DuMont Schauberg: Bis zum Sommer 2015 will man in verschiedenen Arbeitsgruppen eine digitale Gesamtstrategie erarbeitet und erprobt haben. Künftig dürfte eine so genannte Channel-Strategie (Print, Desktop, mobile, ePaper, Tablet) die Steuerungsgröße für den Journalismus werden. Obwohl man in der Vergangenheit Seitens DuMont Schauberg von Millionen-Investitionen gesprochen hat, die man z.B. ins mobile steckt, steht der Konzern erst vor der Aufgabe, eine Produktstrategie zu entwickeln. Die bisherigen digitalen Initiativen stellten immer auch eine Kehrtwende zur vorangegangen dar. Weiterlesen

MDS informiert über Jahresergebnis 2013 – Gerechnet wird mit Restrukturierungsprogramm

mds2013Die Mediengruppe M. DuMont Schauberg schließt das Geschäftsjahr 2013 mit 1,6 Mio. € Gewinn ab. 2012 lag das Ergebnis noch bei – 112 Mio. €. Der Umsatz war auch 2013 mit 584 Mio. € weiterhin rückläufig. Für 2014 rechnet man mit einem ähnlichen Trend. Das Ebitda 2013 beträgt 60,6 Mio. €. 3.670 Arbeitnehmer beschäftigte MDS 2013. In ver.di-Kreisen wird erwartet, dass die kommenden Tage MDS mit einem Restrukturierungsprogramm 2015-2017  in die Öffentlichkeit tritt, dass u.a. Stellenabbau und weitere Ausgliederungen sowie Millionen € Einsparungen zum Gegenstand haben dürfte. Mit dem „Strategeischen Programm 2015“ will MDS sich aber neben der weiteren Optimierung, einer Konsoldierung nach innen, vor allem auf  Wachstumsfelder in den „Regionalmedien“ bzw. „Fachmedien“ als ausbaufähiges Geschäftsfeld konzentrieren. Von zentraler Bedeutung dabei ist die Neuaufstellung im digitalen Geschäft.

ZAPP, das Medienmagazin des NDR berichtet über den Stellenabbau in der MOPO

zappZAPP, dass Medienmagazin des NDR, bringt heute einen Bericht über den geplanten Stellenabbau in der MOPO. In der Ankündiung heißt es u.a.: „Der Verlag will bei dem Boulevardblatt Personal abbauen, unter anderem durch die Schließung einer ganzen Abteilung. Betroffen ist der Anzeigen-Innendienst, der nach Halle verlegt und dort konzentriert werden soll. Drei Betriebsräte sind in dieser Abteilung beschäftigt. Eigentlich genießen sie Kündigungsschutz. „Mopo“-Betriebsrat Holger Artus spricht gegenüber ZAPP von „unlauteren juristischen“ Mitteln. „Der Trick des Arbeitgebers geht so: Eine Teilbetriebsstilllegung wird begründet, um sich der Beschäftigten des Anzeigen-Innendienstes zu entledigen“, so Artus. „In dem Fall greift nämlich der Kündigungsschutz für Betriebsräte nicht. … (Die) Umstrukturierungen bei der „Mopo“ sind also offenbar Teil eines groß angelegten „Ergebnisverbesserungsprogramms“.