JVBB bedauert Aderlass journalistischer Kompetenz

Nur eine Minderheit der Redakteure von Berliner Zeitung und Berliner Kurier wird in der neuen gemeinsamen Redaktion beider Zeitungen dabei sein. Der JVBB bedauert diesen immensen Aderlass von erfahrenen Journalisten.
JVBB-Vorsitzender Christian Walther: „Nach dem etappenweisen Umzug des Verlages vom Alexanderplatz nach Kreuzberg müssen beide Zeitungen von wesentlich weniger Personal gemacht werden. Nicht wenige der bisherigen Redakteure zweifeln deshalb am Erfolg des Neustarts und haben Jobangebote in der neuen Firma Newsroom GmbH nicht angenommen.“ Weiterlesen

DuMont verkauft seinen Kalenderverlag

Die DuMont Mediengruppe verkauft den DuMont Kalenderverlag rückwirkend zum 1. Januar 2017 an den Neumann-Wolf-Gruppe in Kiel. Der Kalenderverlag soll künftig eigenständig in Köln weiter agieren. Mit seinen Programmen (jährlich etwa 200 Titel) erwirtschaft das Kölner Unternehmen rund 5 Mio € Umsatz und ist einer der führenden Kalenderverlage Deutschlands. Die Neumann-Wolf-Gruppe ist mit einem Umsatz von 45 Mio. € durch seinen Aufkaufstrategie in den vergangenen Jahren zum Marktführer im Kalendermarkt geworden und beschäftigt heute 110 Mitarbeiter. Die Unternehmensberatung Apenberg & Partner hat die Transaktion angebahnt, strukturiert und den Käufer beraten. Der DuMont Kalenderverlag beschäftigt nach eigener Darstellung rund 12 Arbeitnehmer.

Gebietsbereinigungen bei der Zustellung im Rheinland

sammelspitze.pngUnter dem Begriff „Zustellkooperation“ haben sich die Rheinischen Post („RP“, Hauptsitz in Düsseldorf) bzw. ihrer Lokalausgaben (bspw. Neuß Grevenbroicher Zeitung) und die DuMont Mediengruppe darauf verständigt, dass die bislang von beiden Gesellschaften belieferten Zustellgebiete in Dormagen und Leverkusen neu aufgeteilt werden. Künftig soll nur noch eine Gesellschaft in einem Gebiet zuständig sein und die Objekte der jeweils anderen mitnehmen. Voraussichtlich zum 01.03.2017 wird die Zustellgesellschaft von DuMont, die RZZ Köln Rheinland GmbH & Co. KG, die Zustellung in den Bezirken in Dormagen und Leichlingen aufgegeben. Betriebsrat und Geschäftsführung der RZZ Köln Rheinland haben Gespräche aufgenommen, wie diese Maßnahme rechtskonform und mit möglichst wenig Nachteilen für die betroffenen Kollegen umzusetzen ist. Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan werden folgen.

 

Sozialtarifvertrag für Unternehmen des Berliner Verlages abgeschlossen

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ver.di hat jetzt für die Angestellten in mehreren Unternehmen des Berliner Verlages einen Sozialtarifvertrag abgeschlossen. Er regelt die Abfindungsformel im Falle eines Arbeitsplatzverlustes in Höhe von 0,5 eines Bruttomonatsgehalts je Beschäftigungsjahr. Ebenfalls in dem Sozialtarifvertrag geregelt ist eine Transfergesellschaft bzw. Transferagentur. Bisher war es lediglich beim Vertriebsunternehmen BVZ Berlin Lesermarkt zu Kündigungen gekommen. Die Betroffenen sind jetzt auch von den tariflichen Regelungen erfasst. Der Sozialtarifvertrag hat eine Laufzeit von zwei Jahren und gilt im Falle von künftigen Betriebsänderungen in den DuMont Unternehmen in Berlin. Weiterlesen

Massiver Umbau im Berliner Verlag

meedia.de beschäftigt sich auch noch einmal mit den 94 Kündigungsanhörungen beim Betriebsrat des Berliner Verlag und schreibt, dass DuMont sich zu Hintergründen nicht äußern wolle. „Die Art und Weise, wie DuMont vorgeht, wird massiv kritisiert. Wer weiter für Kurier und Zeitung arbeiten will, muss sich neu bewerben. DuMont wolle einen Betriebsübergang vermeiden, werfen Kritiker dem Management vor.“ Insgesamt will DuMont 140 Stellen in der neuen Gesellschaft schaffen, 110 kommen von der Berliner Zeitung bzw. dem Berliner Kurier und 30 von deren Online-Tochter Berlin Digital 24. Wenn jetzt von 160 Stellen in der Berliner Zeitung/Berliner Kurier 94 geplant wird zu kündigen, bedeute es annähernd 60 Prozent der Stellen werden abgebaut. ->

Einen unbelasteten Neuanfang wird es nicht geben

weltn24.pngDie WELT N24 greift die aktuelle Info über die 94 Kündigungsanhörungen beim Betriebsrat de Berliner Verlages in einer aktuellen Veröffentlichung auf. „Am Dienstag hat der Verlag, der zum Kölner Medienunternehmen DuMont Schauberg gehört, dem Betriebsrat die Anhörung für die „beabsichtigte Kündigung“ von 94 Mitarbeitern geschickt.“ Die WELT N24 umschreibt die Herausforderungen, vor denen die Zeitungen durch den digitalen Wandel stehen und wie hoch der Anpassungsdruck ist.„Gefragt ist Journalismus wie nie zuvor, doch die Geschäftsmodelle haben sich verändert – und werden das weiter tun. Besser also, sich mit den Realitäten zu arrangieren und neue Wege zu gehen.“ Es wird von der Drastik gesprochen, wie der Berliner Verlag die bisherige Transformation durch seine diversen Verkäufe durchschritten habe.  Weiterlesen

Betriebsrat des Berliner Verlages widerspricht Kündigungen

Der Online-Auftritt des verdi-Fachmagazin „Menschen machen Medien“ greift das Thema der Kündigungsanhörungen im Berliner Verlag auch auf. Der Betriebsrat habe 34 Kündigungen für den Berliner Kurier, 53 für die Berliner Zeitung und sechs für die DuMont Redaktionsgemeinschaft 2 erhalten. Der Betriebsrat haben der Kündigungen widersprochen. „In der Begründung des Arbeitgebers habe es geheißen, dass der Betrieb bis voraussichtlich Mitte 2017 geschlossen werde und sämtliche Arbeitsplätze wegfallen. Nach Überzeugung des Betriebsrates werde der Betrieb jedoch nicht geschlossen, sondern lediglich auf ein anderes Unternehmen, die Berliner Newsroom GmbH übertragen. Man gehe deshalb von einem Betriebsübergang nach § 613 a BGB aus.“