ver.di: Wir werden jetzt regionale Gespräche um Druckabschluss führen wollen

antwortbvdmDie Arbeitgeber haben einen „Offenen Brief“ an die ver-di-Tarifkommission der Druckindustrie geschrieben. In dem wird ver.di eine Klassenkampf-Rhetorik vorgeworfen: „Halten Sie inne mit Ihrem destruktiven und auf Schädigung der Betriebe angelegten Arbeitskampf!“ Dabei stellt das bisherige Angebot der Arbeitgeber bereits beim Lohnangebot einen Reallohnverlust dar, so die Position von ver.di. Die Forderungen der bvdm zum Manteltarif sind ein weiterer Punkt der Einkommensverschlechterung wie der Arbeitsbedingungen der Beschäftigen. ver.di-Vize Frank Wernke antwortet:  Das Lohnangebot des bvdm  „ist – unabhängig von der Frage des MTV – für uns nicht akzeptabel. Sie würdigen damit in keiner Weise die Leistung und das Engagement der Beschäftigten in der Druckindustrie.“ Zum weiteren Vorgehen macht Werncke deutlich: „Die Kündigung des MTV durch den Bundesverband Druck und Medien war ein Fehler und steht aus unserer Sicht auch im Widerspruch zu den Interessen der tarifgebundenen Mitgliedsbetriebe des BVDM. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, ihre Positionierung zu korrigieren. Dann stehen wir für weitere Verhandlungen zur Verfügung. Bis dahin werden wir allerdings versuchen, regionale Gespräche aufnehmen.“ Hier das Schreiben im Wortlaut:
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Betriebsrat der Mitteldeutschen Zeitung lehnt Streikbruch in Leipzig ab

Der Betriebsrat der Mitteldeutschen Zeitung hat sich solidarisch an die Seite der LVZ-Drucker gestellt, die um einen Sozialtarifvertrag auf Grund der geplanten Schließung der Druckerei 2019 ringen. Die Entsendung von Streikbrecher vergangene Woche sei empörend. Er stellt sich vor seine Kollegen, die zum Zeitpunkt des Einsatzes nicht von dem Streik wussten. Der Hallenser Betriebsrat betont seine klare Haltung, dass er jegliche Handlung ablehnt, Beschäftigten in den Rücken zu fallen, „die um ihre Rechte kämpfen.“

Im Faktencheck: Arbeitgeber verbreiten zur Tarifrunde Druck Falschinformationen

faktencheckAm 22. November 2018 sind die Tarifverhandlungen mit dem bvdm über ein neues Lohnabkommen und zum Manteltarifvertrag (MTV) ohne Einigung und ohne neue Terminvereinbarung beendet worden. Bereits im Vorfeld der fünften Verhandlung am 22. November 2018 hat der bvdm in einem sogenannten Faktencheck vorgehalten, ver.di verbreite Falschinformationen. ver.di geht auf die Behauptungen ein.

ver.di hat in elf Verhandlungsrunden konstruktive Vorschläge für neue Tarifregelungen in der Druckindustrie gemacht, hier einige Beispiele:
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Wieder Warnstreik in der Kölner DuMont Druckerei

warnstreik27112018.jpgIn der vergangenen Nacht folgten die Kollegen/innen von DuMont Druck in Köln dem nächsten Warnstreik-Aufruf von ver.di. Die Arbeitgeber können das Handeln insofern beeinflussen, dass sie ein akzeptables Lohn- und Gehaltsangebot unterbreiten. ver.di Köln: Falls es nicht dazu kommt, „sind die Kolleg*innen entschlossen und es gibt keinen Betriebsfrieden.“

Verhandlungen Druckindustrie ergebnislos: Arbeitgeber beharren auf ihren Forderungen

Auch die fünfte Verhandlungsrunde für die rund 134.000 Beschäftigten der Druckindustrie ist am 22. November 2018 in Berlin ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Ein neuer Termin wurde nicht vereinbart. Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) macht einen Lohn- und Gehaltsabschluss davon abhängig, Regelungen zu vereinbaren, um die tariflichen Zuschläge absenken, die Arbeitszeit ohne Lohnausgleich verlängern und tarifliche Sonderzahlungen kürzen zu können. Weiterlesen