DuMont mit einer weiteren Baustelle in der Mitteldeutschen Zeitung

Nach Angaben des DJV Sachsen-Anhalt auf seiner Facebook-Seite gibt es einen Offenen Brief aus der Redaktion der Mitteldeutschen Zeitung an den DuMont Aufsichtsrat. "Es ist Zeit für klare Worte." So fängt ein offener Brief an, den Mitarbeiter der Mitteldeutschen Zeitung (MZ) an die Chefetage des DuMont-Verlags gerichtet haben. Der Wortlaut findet sich auf dubisthalle.de. Aus Angst vor Konsequenzen bleiben die Verfasser anonym. In großer Sorge um "ihre" Mitteldeutsche Zeitung kritisieren sie Chefredakteur Hartmut Augustin, der mit seinen Veränderungen das Blatt in den Ruin treibe. Das neue Zeitungslayout biete weniger Platz für Informationen und werde von den Lesern abgelehnt. Producer seien nicht in den Lokalredaktionen, wo sie hingehörten, eine Zusammenarbeit mit dem Chef ("menschenverachtender Führungsstil") finde nicht statt. Die DuMont-Führung müsse schnellstens das Ruder herumreißen. Der DJV schrieb an DuMont, dass die Konzernspitze ihrer Verantwortung gerecht werden müsse. Der dreiseitige Brief soll nach einer Kommentierung auch an den DJV und ver.di gegangen sein. Hintergrund für den Offenen Brief dürfte die kürzliche Stellenabbau-Planung gewesen sein.

Weitere Tarifverhandlung in Berlin am 8. August

Ein weiterer Tarifverhandlungstermin ist in Berlin für den 8. August 2016 geplant. Noch sein nicht alle Punkte ausverhandelt, die Gewerkschaften wie DuMont wollen noch Formulierungen zum vorliegenden Anerkennungstarifvertrag beibringen. Einig sind die Parteien sich über die 40-Stunden-Woche und dass es kein Urlaubsgeld mehr gibt. Auf die finanziellen Ausgleichszahlungen bei Erkrankungen nach der 6-Wochen-Frist verzichtet man ganz. Bei den Gehältern gibt es Berufsjahressprünge nur noch bis zum 8. Jahr, nicht mehr bis zum 15. Berufsjahr. Weiterlesen

Letzte Tarif-Verhandlungsrunde in Berlin?

Am 17. Juli 2017 findet die nächste Verhandlungsrunde über eine Tarifbindung für die Redakteurinnen und Redakteuren des Berliner Newsroom, Berlin24 und der DuMont Redaktionsgesellschaft statt. Bisher bietet das Unternehmen nur 13 Gehälter an. Die Gehaltsgruppen sollen auf 8 Berufsjahressprünge begrenzt (statt aktuell 15) werden und die Tarifverträge sollen nur statisch gelten. Praktisch hieße es, dass Änderungen in der Fläche für die Redaktionen wie Gehaltserhöhungen nicht greifen würden. Die Belegschaft wäre auch nicht mehr solidarischer Teil einer bundesweiten Tarifauseinandersetzung und die Gewerkschaften würden sich bei DuMont in Berlin davon auch noch vertraglich verabschieden. Immerhin sind weit über 50 Prozent der Beschäftigten gewerkschaftlich organisiert. Weiterlesen

DuMont: Politik in Hamburg soll nach Berlin verlagert werden

13072017Nach Angaben des Betriebsrats der Hamburger Morgenpost hat das Unternehmen heute informiert, die bisherige Politik-Redaktion in Hamburg zum 1. Januar 2018 aufzulösen und nach Berlin zu verlagern. Diese Stellen in Berlin bietet man den Beschäftigten der Politik in Hamburg an. Der MOPO-Betriebsrat spricht von einem Täuschungsversuch, aber sieht auf der anderen Seite einen Teilerfolg im Angebot. Weiter verweist er in seiner Stellungnahme, dass es zu weiteren personellen Maßnahmen im DuMont Unternehmen in Hamburg im Zusammenhang mit einem avisierten Umzug kommen dürfte. In einem Beitrag auf meedia.de wird diese Sicht bestätigt. Hier der Wortlaut des Betriebsrats-Infos: Weiterlesen

Wann verkündet DuMont die agile Redaktion in der MOPO in Hamburg?

mopobrgedroehneOffenbar rechnet der Betriebsrat der Hamburger Morgenpost mit einer Information von DuMont über den geplanten Stellenabbau in der Hamburger Boulevard-Redaktion. Wenigstens spricht ein aktuelles BR-Infos für eine zugespitzte Situation. Nach seiner Darstellung will das Unternehmen aber keinen reinen Stellenabbau verkünden, sondern eine Geschichte erzählen, in die der Abbau verpackt werden soll. Aus dem Info ist aber zu entnehmen, dass dies alles nur zur Maskierung der Pläne dient. Der Betriebsrat spricht vom Versuch, die Belegschaft zu übertölpeln. Hier das Betriebsrats-Info im Wortlaut: Weiterlesen

DJV Sachsen-Anhalt kritisiert DuMont in Halle

djvsaDJV-Landesvorsitzender Sachsen-Anhalt, Uwe Gajowski, spricht im Zusammenhang  mit den geplanten Kündigungen der Redaktionssekretärinnen in der Mitteldeutschen Zeitung (MZ) von einer „völlig verfehlten Politik der Geschäftsführung… Seit Jahresbeginn trennte sich die MZ-Chefredaktion von der Mitarbeit Freier Fotografen, die teilweise seit Jahrzehnten für das Unternehmen tätig waren, in recht rüder Weise, die lokalen Honorartöpfe wurden drastisch verkleinert. Bereits dies führte zu einer weiteren Arbeitsverdichtung bei den fest angestellten Redakteuren. Auf die wird nach der Kündigung der Redaktionssekretärinnen weitere Arbeit zukommen. Natürlich werden Geschäftsführung und Chefredaktion ihre Entscheidung rechtfertigen und unisono das Lied von einer besseren Zeitung mit weniger Mitarbeitern singen. In Namen der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch der Leserinnen und Leser fordere ich Geschäftsführung und Chefredaktion auf, diesen Irrweg aufzugeben, denn sie sind auf dem besten Weg, den Ast abzusägen, auf dem sie sitzen.“

 

Nächste Tarifverhandlung in Berlin am 17. Juli 2017

Am 28. Juni 2017 fand die dritte Verhandlungsrunde mit der Geschäftsleitung über einen Haustarifvertrag statt. Ver.di und der DJV informieren über den Stand. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 17. Juli 2017. Zur Beurteilung des Verhandlungsstandes und der Überlegung, zu einem Abschluss zu kommen, trifft sich die gemeinsame Haustarifkommission am 4. Juli 2017. „Unsere Forderung ist die Anerkennung des Flächentarifvertrages Redaktion Tageszeitungen, sowohl MTV als auch GTV, sowie der Tarifvertrag über die Altersversorgung für Redakteure an Tageszeitungen (Presseversorgungswerk) für alle ca. 150 Beschäftigte der drei Redaktionen Berliner Newsroom GmbH, Berlin24 Digital GmbH und die DuMont Redaktionsgemeinschaft GmbH. Weiterlesen