Erste Tarifverhandlung und Beratung mit dem Betriebsrat – am 19. September zweite Tarifrunde

Am 19. September 2017 findet die zweite Tarifverhandlung über einen Sozialtarifvertrag für die MOPO statt. „Den Sozialplan aus 2015 hat die MOPO-Geschäftsleitung den Gewerkschaften in den Verhandlungen am 11. September 2017 angeboten. Die Gewerkschaften halten an ihrer aufgestellten Forderung fest. Sie wollen einen Sozialtarifvertrag mit 1,5 Gehältern pro Beschäftigungsjahr sowie die Finanzierung einer Transfergesellschaft. Im Intranet schrieb DuMont, dass man 0,7 Gehalt pro Beschäftigungs-jahr angeboten habe. Der alte Sozialplan sah insgesamt 1,0 Gehalt für ein Beschäftigungsjahr vor. Wobei 0,7 der Rechtsanspruch waren und es 0,3 für eine sogenannte Sprinter-Prämie gab, wenn jemand freiwillig vor dem Ende der Kündigungsfrist ausscheidet und in die Transfergesellschaft wechselte.“ Am 13. September 2017 fand das erste Gespräch zwischen Betriebsrat und MOPO-Geschäftsleitung über die geplanten Maßnahmen statt.

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Hamburger Europa-Abgeordneter Fabio De Masi gegen Stellenabbau in der MOPO

Auf seinem Video-Blog äußert sich Fabio De Masio, Hamburger Europa-Abgeordneter der Linken, zum geplanten Stellenabbau in der MOPO-Redaktion. „Alarm machen gegen dem MOPO-Stellenabbau“ betitelt er den Vlog-Beitrag. Er wünscht der Redaktion Kraft, sich gegen den Redaktionsstellenabbau im Interesse der eigenen Berichterstattung zu wehren. Die MOPO sei eine Boulevard-Zeitung mit Haltung, die Flagge zeige für die Beschäftigten, Rentner, gegen die rassistische Hetze der AfD. Die MOPO muss unterscheidbar bleiben von den anderen Blättern, wolle sie in der Zukunft überleben. Deshalb sei auch der Stellenabbau in der Hamburg-Redaktion oder dem Sport falsch. Es führe zu Glaubwürdigkeitsverlusten, wenn man nicht mehr das Personal für die Recherchiere und die eigenen Geschichten habe. De Masio ist auch Spitzenkandidat der Linken in Hamburg.

 

MOPO ab Frühsommer 2018 mit neuer Adresse

Der Betriebsrat der Hamburger Morgenpost informiert in seiner jüngsten Veröffentlichung über den geplanten Umzug des DuMont Unternehmens in Hamburg. Der bisherige Standort muss zum 30. Juni 2018 nach Eigenkündigung verlassen werden. Die Barnerstraße 14 in Hamburg-Altona „wird die neue Adresse der MOPO nach Unternehmensdarstellung ab Frühsommer 2018. Das neue Gebäude soll im Frühjahr 2018 fertig sein, spätestens Ende Juni 2018 muss die MOPO aus dem jetzigen Gebäude ausgezogen sein. Zu den Details der Planung wurde der Betriebsrat noch nicht informiert, obwohl seit Wochen an jedem Zentimeter der Planung gearbeitet wird. So soll möglichst im Mai 2018 schon die neue Telefonanlage installiert werden. Laut turi2 verspricht DuMont, die Mitarbeiter an der Planung zu beteiligen. So, wie man es bei der Planung des Abbau von Redaktionsstellen z.B. im Hamburg-Ressort gerade erlebt, war zynisch aus Unternehmenskreisen zu hören. Weiterlesen

Mitteldeutsche Zeitung verständigt sich mit Betriebsrat auf Transfergesellschaft

Eine Sozialplan-Regelung hat der Betriebsrat der Mitteldeutschen Zeitung mit dem Unternehmen für die 26 Kolleginnen vereinbart, die von der Schließung von Redaktionssekretariaten (insbesondere in den Lokalredaktionen) und der Geschäftsstelle Halle am Markt betroffen waren. Ende Juni 2017 hatte das Unternehmen über den Stellenabbau in der Mediengruppe Mitteldeutschen Zeitung informiert. Danach erhält jede Kollegin, die betriebsbedingt aus dem Unternehmen ausscheiden muss, mindestens die Abfindung entsprechend einer Regelung aus dem Jahr 2013. Weiter wurde erstmalig in Halle eine Transfergesellschaft vereinbart, die über 12 Monate läuft und in der es 80 Prozent des bisherigen Nettogehalts geben wird. Sie würde erst zum 1. Januar 2018 starten.

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CDU-Bundestagsabgeordneter Weinberg: Stellenabbau in der MOPO überdenken

Der CDU-Spitzenkandidat in Hamburg und Bundestagsabgeordneter, Markus Weinberg, hat sich auf Facebook zu den geplanten Kündigungen in der MOPO geäußert. Er sagt genau das, warum es der Redaktion geht: „Hamburg braucht eine starke MOPO!

Bei der Hamburger Morgenpost – unserer MOPO – drohen Entlassungen! Die MOPO gehört zu Hamburg! Wir sind mit Euch aufgewachsen! Wir schätzen Euch! Oh, ja klar, wir haben uns natürlich auch mal über Euch geärgert, aber das gehört ja auch dazu…. Verzichten wollen wir auf Euch nicht!

Wir brauchen guten Journalismus und gute und erfahrene Redakteure in Hamburg! Ja, Renditebestrebungen und Kostendruck mag es geben. Aber sie dürfen das Gute, das bewahrt werden sollte, nicht unnötig kaputt gehen lassen. Am Ende bleibt sonst nichts mehr! Ich hoffe, dass die Verantwortlichen ihre Entscheidung zum Stellenabbau nochmal überdenken.

Tarifverhandlungen an drei DuMont Standorten

Das Fachmagazin von verdi für den Bereich des Journalismus, Menschen machen Medien, gibt einen Überblick über drei aktuell laufende Tarifverhandlungen in der DuMont Mediengruppe. So in Köln in der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft. In Berlin für die Redaktionen des Berliner Verlages und in Hamburg über einen Sozialtarifvertrag. Hier der Link zum Text.

DuMont-Vorstandschef bekommt Post aus der Abendblatt-Redaktion, wegen der MOPO

Ein Schreiben aus der Redaktion des Hamburger Abendblatt (Funke Mediengruppe) erreichte jetzt den Vorstandschef der DuMont Mediengruppe. 60 Unterzeichner sprechen sich gegen den Stellenabbau in der Hamburger Morgenpost aus. „Wenn lokaler Journalismus im digitalen Zeitalter eine Chance hat, dann doch im Bereich der lokalen Nachrichten und des Lokalsports. Wenn Sie also die Zeitung, wie angekündigt, ausgerechnet in diesen Bereichen schwächen, gefährdet das ihre Existenz“ Hier der Wortlaut des Offenen Briefes.“ Weiterlesen