– 45,5 Mio. € Verlust von DuMont in Berlin

Die DuMont Mediengruppe betonte nach der Zerlegung des Berliner Verlages/Berliner Kuriere (2016), dass ihre Strategie in Berlin von großen Erfolg gekrönt sei und das sich zeige, wie die Strategie “Perspektive Wachstum” greife. Die jetzt publizierte Bilanz der “Mutter” vom Berliner Verlag GmbH und Berliner Kurier GmbH, der BV Deutsche Zeitungsholding 2018, lässt Zweifel an dieser Darstellung aufkommen. Es werden Forderungen gegenüber “der Gesellschafterin PMB Presse- und Medienhaus Berlin GmbH & Co. KG, Berlin, betreffen … aus dem Verlustausgleich (TEUR 45.535) reduziert um Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr (TEUR 75)” geltend gemacht.

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Berliner Lesermarkt wird geschlossen

Die Vertriebs-Tochter des Berliner Verlages, BVZ Lesermarkt, soll nach Informationen des Betriebsrats geschlossen werden. Der bisherige Geschäftsführer soll das Unternehmen Ende September 2019 ausscheiden. Hier das Info im Wortlaut: Seit Donnerstag ist die vermutete Entwicklung nun Gewissheit: Die BVZ Berliner Lesermarkt GmbH soll „perspektivisch“ geschlossen werden. Haben wir uns die „Perspektive Wachstum“ so vorgestellt? Damit fällt dem Berliner Verlag eine weitere Perle aus der Krone*. * Der damalige Geschäftsführer des Berliner Verlages Michael Braun bemühte 2014/2015 so gern das Bild der schönen „Perlenkette“, die man anlässlich der Zerschlagung des Berliner Verlages bilde. Weiterlesen

Führung der Regionalmedien wird verändert

DuMont hat über den Umbau seiner Führungsstrukturen in den Regionalmedien informiert. Philip Froben und Theo Schelsky rücken mit in die Geschäftsführung der DuMont Regionalmedienholding auf. Zusätzlich wird Philipp Froben Co-Geschäftsführer für die Hamburger Morgenpost Aktivitäten sowie Thilo Schelsky für die Berliner DuMont Aktivitäten. In Köln wird der bisherige Lesermarktverantwortliche, Carsten Groß und Karsten Hundhausen aus der Vermarktung in Köln, in die Geschäftsleitung von DuMont Rheinland berufen. Weiterlesen

Weiterer Stellenabbau in der Berliner DuMont Redaktion

In Berlin wurde jetzt auch den Auslandskorrespondenten der Berliner Zeitung gekündigt, bestätigte ein Unternehmenssprecher von DuMont lt. spiegel.de. Erst vor kurzem war allen Redakteuren/innen der DuMont Redaktionsgesellschaft gekündigt worden. DuMont hat die überregionale Berichterstattung an die Madsack Mediengruppe zum 1. Oktober 2018 vergeben. Die Auslandskorrespondenten der Berliner Zeitung hatten auch für den Kölner Stadt Anzeiger und die Mitteldeutsche Zeitung geschrieben, wie für die FR.

Betroffen sind die Redakteure/innen in London, Madrid, Tunis, Peking und Moskau als auch in Frankreich, Südafrika, Thailand und der Türkei. Ulrike Simon schreibt auf Spiegel.de, dass der Washingtoner Korrespondent, “der nach Ablauf seiner vereinbarten USA-Zeit ein Rückkehrrecht in die dann allerdings nicht mehr existierende DuMont Hauptstadtredaktion hat, führt Gespräche über einen Wechsel zum RND. Und die anderen? Nur wenige bekamen in Aussicht gestellt, künftig ebenfalls für das RND arbeiten zu können… Bezahlt würde pro Artikel.“

ver.di Berlin: Jetzt geht es wieder um einen Tarifvertrag für den Newsroom in Berlin

Jörg Reichel, ver.di-Berlin/Brandenburg, macht nach der Abfindungs-Regelung über den Personalabbau in der DuMont Redaktionsgesellschaft deutlich, dass sie das Thema eines Anerkennungstarifvertrages wie für die Rheinische Redaktionsgemeinschaft (RRG) für die beiden Newsroom Redaktionen in Berlin angehen wollen. „Auch bei den unterbrochenen Tarifverhandlungen für die Berliner Redakteure werde jetzt wieder Dampf gemacht“ sagte er mmm.verdi.de. „Nachdem Ende Juli in der DuMont-Konzernzentrale in Köln ein Tarifabschluss erzielt wurde, der den Beschäftigten der RRG ab 2019 die Geltung der einschlägigen Flächentarifverträge – teilweise mit finanziellen Abstrichen – sichert, werde die Berliner Tarifkommission dieses Schlichtungs- ergebnis analysieren und die eigenen Verhandlungen mit DuMont fortführen, so Reichel.“ Weiterlesen

Kündigungen in Berliner Redaktion ausgesprochen: „Mehr als eine Warnung an alle“

kündigungWie vermutet, haben die Redakteure/innen der  DuMont Redaktionsgesellschaft am 27. Juli 2018 ihre Kündigung erhalten. Der Betriebsrat der Berliner DuMont-Redaktionen schrieb dazu an die Redakteur/innen:

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

der mutmaßlich schöne Ausklang dieses Freitags, der Blutmond über Berlin, steht in seltsamen Kontrast zu dem, was tagsüber lief. Hier im Haus. Wir wollen das nicht unkommentiert lassen. Weiterlesen

Sozialplanverhandlungen in Berlin vor dem Abschluss

nagelUm das Verhandlungsergebnis über den Stellenabbau im neuen Berliner Newsroom zu erläutern, lädt ver.di Berlin/Brandenburg zu einer Informationsveranstaltung am Dienstag, den 31. Juli ins Gewerkschaftshaus in der Köpenicker Straße die Redakteure/innen ein. Vergangene Woche waren die Kündigungsanhörungen für alle unbefristeten Redakteure/innen der DuMont Redaktionsgemeinschaft beim Betriebsrat eingegangen. Auch wenn das Gesetz dem Betriebsrat nur eine Beteiligung bei Kündigungen zuweist, war der Betriebsrat nicht damit einverstanden und hat seine Ablehnung bei den 13 Betroffenen deutlich gemacht. Ab Freitag, den 27. Juli 2018 können die Kündigungen ausgesprochen werden. Weiterlesen

Kartellamt winkt Madsack/DuMont-Deal durch

freigabeErwartungsgemäß hat das Bundeskartellamt die geplanten redaktionellen Zusammenarbeit   der Madsack Mediengruppe mit der DuMont Mediengruppe freigegeben.  DuMont zieht sich aus der überregionalen Berichterstattung Print und Online seiner Titel komplett zurück und übergibt die Themen sowie die Produktion der Madsack.Tochter RedaktionsNetzwerk Deutschland GmbH (RND), die ihrerseits eine neue Gesellschaft gründet, an der DuMont zu 25 Prozent beteiligt sein soll. Das Projekt soll zum 1. Oktober 2018 starten. Die personellen Folgen für die Arbeitnehmer/innen der DuMont Hauptstadtredaktion werden in den Verhandlungen zwischen den Betriebsparteien unter Beteiligung der Gewerkschaften weiter besprochen. Der nächste Verhandlungstermin ist am 24. Juli 2018.

In Berlin rechnet man mit weiterem Stellenabbau

genschinterview.pngIn einem Interview am 15. Juni 2018 äußerte sich  die stellvertretende  dju-Bundes-vorsitzende, Renate Gensch, im rbb radio eins Medienmagazin, zur Anzeige von dju/verdi, DJV und Madsack-Betriebsräten gegen das Unternehmen nach §121 BetrVG, aber auch zum Madsack/Dumont-Deal und der aktuelle Situation in den drei DuMont Redaktionen in Berlin nach der Verkündung der Fremdvergabe der DuMontMäntel an Madsack.

ver.di informiert über Berliner Redaktionsversammlung

Ge

gen das Vorhaben, die DuMont-Hauptstadtredaktion zu schließen, und gegen den Umgang des Kölner Medienkonzerns mit seinen Redaktionen generell protestieren die Berliner DuMont-Beschäftigten. In einer heute verbreiteten gemeinsamen Resolution heißt es: „Wir akzeptieren nicht, dass DuMont seine Fürsorgepflicht als Arbeitgeber komplett ignoriert und die 17 Kolleginnen und Kollegen der Hauptstadtredaktion schlicht vor die Tür setzt.“ Das Vorgehen wird als brutaler „Beginn einer verlegerisch verantwortungslosen Kürzungsstrategie“ bezeichnet.

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Resolution der Berliner DuMont-Redaktionen vom 14. Juni 2018

Wir, die Redakteurinnen und Redakteure am DuMont-Standort Berlin, sind empört über den Umgang unseres Unternehmens mit seinen Redaktionen in der Hauptstadt. Wir verstehen das geplante Aus für die DuMont-Hauptstadtredaktion als brutalen Beginn einer verlegerisch verantwortungslosen Kürzungsstrategie, die unsere Marken Berliner Zeitung und Berliner Kurier, ob gedruckt oder digital, in ihrem Qualitätsanspruch und in ihrer Existenz bedroht.

Wir wissen, dass dieser Einschnitt – das Outsourcing der überregionalen Berichterstattung – nur das Modell ist für weitere Streichungen, die alle anderen Redaktionen betreffen, nicht nur in Berlin. Weiterlesen

Was passiert gerade bei DuMont?

passiert.pngNach Monaten der Gespräche zwischen DuMont, Madsack und Funke kommt es nun zu einer neuen Kooperation zwischen großen Verlagshäusern: Die DuMont Mediengruppe verabschiedet aus der Eigenerstellung in den überregionalen Themen Politik und Wirtschaft. Die Madsack Mediengruppe bietet künftig über das neue Tochterunternehmen RND Berlin die überregionalen Themen für die Gattungen Print und Online für DuMont – die daran zu 25 Prozent beteiligt ist. In Berlin wird geschrieben, in Hannover produziert. Die fertigen Seiten werden dann in die technischen Systeme an den jeweiligen DuMont-Standorten gehoben. Weiterlesen

MOPO-Betriebsrat zum „Aus“ der Boulevard-Belieferung durch die MOPO

Kommando zurück für die Hamburger Politik-Redaktion. Anfang 2017 wurden sieben KollegInnen gegen ihren Willen nach Berlin versetzt. Nicht mal sechs Monate später wird nun verkündet, dass sie alle dort nicht mehr gebraucht werden: Das Verlagshaus Madsack übernimmt die Mantel-Produktion Politik/Wirtschaft für die DuMont-Titel. Die Betroffenen hatten Wohnungssuche, Umzüge, private Umbrüche, sind z.T. seit Januar Dauergast in ICEs zwischen HH und Berlin, drei von ihnen haben gegen die unzumutbare Versetzung geklagt. Alles komplett umsonst. Natürlich begrüßen wir die Entscheidung, den Betroffenen nun wieder Arbeitsplätze in Hamburg anzubieten. Aber was für ein Licht wirft das ganze Trauerspiel eigentlich auf den Umgang des DuMont-Konzerns mit seinen MitarbeiterInnen? Weiterlesen

Berliner Betriebsrat Berliner Newsrom zum „Aus“ der Hauptstadtredaktion:

Protest gegen das Aus für die DuMont-Hauptstadtredaktion 

Die Gewerkschaften ver.di/dju Berlin, JVBB und der gemeinsame Betriebsrat der drei Berliner DuMont-Redaktionen erklären:  Wir sind entsetzt über das von DuMont beschlossene abrupte Aus für die 17 Kolleginnen und Kollegen der Hauptstadtredaktion (DuMont Redaktionsgemeinschaft GmbH). Weiterlesen

Madsack/DuMont: ver.di befürchtet Verlust der Meinungsvielfalt und warnt vor Entlassungen

verdidijuduma.pngDer ver.di Bundesvorstand beschäftigt sich in ein einer Presse-Erklärung mit dem Ausstieg von DuMont als überregionalen Inhalte-Anbieter: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) befürchtet nach der Ankündigung der Bündelung der überregionalen Berichterstattung durch die Medien-Gruppen Madsack und DuMont den Verlust von Meinungsvielfalt und Arbeitsplätzen im Zeitungsjournalismus. „Wer auf sinkende Auflagen mit der Einschränkung journalistischer Vielfalt reagiert, ist auf dem falschen Weg“, kritisierte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Frank Werneke. „Die betroffenen Redaktionen können sich unserer Unterstützung bewusst sein, und auf keinen Fall darf es zu Entlassungen von Redakteurinnen und Redakteuren kommen.“
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DuMont verabschiedet sich vom überregoinalen Content

Der Web-Auftritt mmm.verdi.demmmduma von verdi im Bereich „Journalismus“ beschäftigt sich mit dem Deal von Madsack mit DuMont. „Die Verlage Madsack und DuMont werden künftig ihre Titel aus den überregionalen Themenfeldern Politik und Wirtschaft durch eine gemeinsame Hauptstadtredaktion beliefern. Die bisherige Redaktionsgemeinschaft von DuMont wird geschlossen. 17 Beschäftigte verlieren ihren Job. Sie können sich auf zehn Stellen in der neuen RedaktionsNetzWerk Berlin GmbH (RND) bewerben. Diese wird ihren Sitz in den Räumen des bisherigen Madsack-Redaktionsnetzwerks im Haus der Bundespressekonferenz haben. Entsetzen herrscht unter den Beschäftigten der DuMont-Hauptstadtredaktion, die erst 2017 in ein neues Redaktionsgebäude in Berlin-Kreuzberg umgezogen sind.

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Betriebsrat Berliner Newsroom/DuMont Rege/B24: Empörend

Vom Aus für die „Rege“ ist in der offiziellen Stellungnahme von DuMont und Madsack mit keinem Wort die Rede:https://www.berliner-zeitung.de/kultur/in-eigener-sache-madsack-und-dumont-gruenden-gemeinsame-hauptstadtredaktion-30444722

Aus Sicht des Betriebsrats ist das nicht nur beschönigend, sondern geradezu empörend. Eine Anerkennung für acht Jahre Arbeit unter teils schwierigsten Bedingungen in einem komplizierten Konstrukt ist unserem Haus keine offizielle Zeile wert. Wir finden das unfassbar. Weiterlesen

DuMont trennt sich von den überregionalen Mänteln

rndgmbhberlinDie beiden Regionalzeitungensgruppen Madsack und DuMont schließen sich nach Informationen von meedia.de zu einer strategischen Partnerschaft zusammen, um eine gemeinsame Redaktion für Politik und Wirtschaft in Berlin zu gründen, die von der Zeitungsgruppe aus Hannover dominiert wird. „Damit dürfte aber die journalistische Vielfalt der Zeitungen weiter leiden. …Wie die beiden Unternehmen mitteilen, wollen die beiden Verlage die RND Berlin GmbH ins Leben rufen. Daran soll das zu Mediengruppe Madsack gehörende RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) zu 75 % und DuMont zu 25 % beteiligt werden, heißt es. Weiterlesen