Wie geht es in Berlin weiter mit der MOPO-Politik?

Der MOPO-Betriebsrat beschäftigt sich in einer aktuellen Info sehr kritisch und spekulativ mit der Zukunft der Politiklieferung für die drei DuMont-Boulevard-Titel durch die MOPO-Politikredaktion. Ab 1. Januar 2018 soll sie aus Berlin liefern. Nach seiner Darstellung „wird die Verlagerung der Politik-Redaktion für die MOPO u.E. teurer als heute werden. Eine Drittelung der Kosten für die Politik-Mantellieferung mit dem Kurier und Express für 2018 ist gescheitert. “ Eine Verlagerung nach Berlin sei „betriebswirtschaftlich sinnlos, die Kosten werden sogar steigen, wenn die Berliner die Mietkosten der MOPO in Rechnung stellen würden. In Berlin sollen unsere Kollegen/innen nicht etwa in der gemeinsamen Redaktion von Berliner Zeitung und Berliner Kurier (4. und 5. OG) arbeiten, sondern mitten in der Anzeigenvermarktung im 3. OG ihre Arbeit aufnehmen, weg vom redaktionellen Geschehen… Das Zentralisierungsprojekt von DuMont für die überregionale Mantellieferung von Print und Online ist nicht beendet, sondern wird fortgeführt. Deshalb, so unserer Annahme, bleibt die MOPO auf den Politik-Kosten fürs erste sitzen, da man für 2019 eine andere Lösung anpeilt, die sowohl die DuMont-Hauptstadtredaktion wie die MOPO-Politikredaktion und die anderen DuMont-Titel betreffen dürfte.“

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Wahlvorstand für DuMont Redaktionen in Berlin bestellt

Für die drei DuMont Redaktionsunternehmen im Berliner Verlag wurde jetzt auf einer Versammlung der Beschäftigen am 8. Dezember 2017 ein Wahlvorstand zur Durchführung einer gemeinsamen Betriebsratswahl bestellt. Damit geht die betriebsratslose Zeit für die Berliner Zeitung/Berliner Kurier Print und Online nach dem großen Personalabbau im Oktober 2016 dem Ende entgegen. Die Wahl und die Bildung eines gemeinsamen Betriebsrats von Berliner Newsroom, Berlin24 und der DuMont Redaktionsgemeinschaft geht auf die Strategie der Konzernbetriebsrats im Berliner Verlag aus dem Sommer 2016 zurück. Weiterlesen

FAZ offenbart DuMonts Konsolidierungsstrategie

Die FAZ schreibt am 4. Oktober 2017 auf ihrer Wirtschaftsseite unter „Unternehmen“ über die einst von DuMont in Berlin so heftig dementierte Gespräche über eine umfassende Kooperation in Berlin. Dabei bleibt offen, ob es nicht um mehr ging. Der Artikel bietet Anlass für Spekulationen. „Für Funke und DuMont ging ging es auch darum, redaktionell zusammenzuarbeiten.‘Wir haben immer gesagt, dass die Angebote unserer Berliner Zentralredaktion auch für Dritte offenstehen. Wir haben mit vielen Verlagen zu diesem Thema gesprochen, auch mit DuMont“, sagte ein (Funke)Sprecher.“ Meedia.de greift die heutige Veröffentlichung auf und schreibt noch einmal, dass ein Grund für ein unterstelltes Scheitern der Kooperation – in Berlin – auch in Personen zu suchen sein sollte.  „Der DuMont-Chef habe die Gesprächspartner mit seinem „überaus selbstbewussten Auftreten“ offenbar verschreckt. Details sind nicht bekannt.“ Weiterlesen

DuMont 2016 mit geringerem Jahresüberschuss

kbrinfo2017Der Konzernbetriebsrat DuMont Berliner Verlag informiert in seiner aktuellen Information an die Beschäftigten ua. über den Jahresabschluss 2016 der DuMont Mediengruppe. Die DuMont-Mediengruppe veröffentlichte am 9. August 2017 ihren Geschäftsbericht 2016. Daraus ergibt sich, dass – wie bereits schon vorher verkündet – der Jahresüberschuss 3,1 Mio. € betrug. 2015 lag er noch bei 7,1 Mio. €. Wegen einer Bilanzumstellung kann man die Zahlen aber nicht vergleichen. Wie bei einer Vergleichsbilanzierung der Jahresüberschuss ausgesehen hätte, hat DuMont nicht geschrieben. Insgesamt sei der Umsatz leicht gestiegen. Die vier Medienhäuser (Köln, Halle, Berlin, Hamburg) mit dem Kerngeschäft Zeitungen erwirtschaften einen Umsatz von 459,7 Mio. €, die Fachmedien um den Bundesanzeiger liegen bei 92,5 Mio. €. Erstmals wurde der Digitalbereich – ohne die Online-Umsätze der Zeitungen – mit 1,5 Mio. € angegeben. Weiterlesen

Konzernbetriebsrat DuMont Berliner Verlag begrüsst Fortführung der Gespräche über gemeinsamen Betrieb

Zu den von DuMont in Berlin zuerst für ausgesetzt erklärten Gespräche über einen gemeinsamen Betriebsrat für die drei Redaktionsunternehmen, später dann als Missverständnis von Unternehmen dargestellt, meint der  Konzernbetriebsrat, dass es gut ist, dass sie wieder fortgeführt werden. Jetzt müsse der Schritt auch für die Verlagsunternehmen in Berlin angegangen werden. Die Erklärung des Unternehmens zu den drei Redaktionsbetrieben erwecke den Eindruck, dass die Tarifverhandlungen in Köln über einen Anerkennungstarifvertrag einer Regelung in Berlin im Wege stehe. „Dabei gibt es in Köln keinen Tarifabschluss, so dass das Bild einer `passgenauen Berlin-Regelung‘ überhaupt nicht zutreffen kann. Es werden wie in Berlin auch für die RRG Tarifgespräche geführt, damit Arbeitsbedingungen und Entlohnung nicht vom Standard für die Redaktionen abweichen oder gar massiv unterschritten werden….
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DuMont macht in Berlin einen (vernünftigen) Rückzieher

bnr30082017Nach der Tarifinfo von ver.di und DJV/jvbb vom 25. August 2018 über die Verschiebung der Gespräche über einen Anerkennungstarifvertrag (Mantel- und Gehaltstarifvertrag) für die Redaktionen in der Alten Jakobstraße hatte DuMont eine Mitteilung unternehmensweit veröffentlicht, dass sich damit „auch die Bildung eines gemeinsamen Betriebsrat (für die drei Redaktionsunternehmen in Berlin) auf unbestimmte Zeit verzögern wird.“ Diese Position hat sich offenbar aber geändert, denn die Gewerkschaften schreiben in einer neuen Tarifinformation: „Mit dem Arbeitgeber ist angedacht, dass wir mittels einer Vereinbarung einen gemeinsamen Betriebsrat für alle 3 Redaktionen dieses Jahr wählen.“ Die Absage weitere Gespräche über die Bildung eines gemeinsames Betriebes sei ein Missverständnis.  Hier der Wortlaut des Tarifinfos: Weiterlesen

Weitere Tarifverhandlung in Berlin am 8. August?

Ein weiterer Tarifverhandlungstermin ist in Berlin für den 8. August 2016 geplant. Noch sein nicht alle Punkte ausverhandelt, die Gewerkschaften wie DuMont wollen noch Formulierungen zum vorliegenden Anerkennungstarifvertrag beibringen. Einig sind die Parteien sich über die 40-Stunden-Woche und dass es kein Urlaubsgeld mehr gibt. Auf die finanziellen Ausgleichszahlungen bei Erkrankungen nach der 6-Wochen-Frist verzichtet man ganz. Bei den Gehältern gibt es Berufsjahressprünge nur noch bis zum 8. Jahr, nicht mehr bis zum 15. Berufsjahr. Weiterlesen