Vor der nächsten Tarifverhandlung für die Redaktionen in Berlin am 28. Juni 2017

Morgen findet ein weiteres Tarifgespräch von ver.di/DJV/jvbb mit DuMont Berliner Verlag über eine Tarifwirkung für die Redaktionsunternehmen von Berliner Newsroom GmbH und Berlin24 Digital statt. Nicht ausgeschlossen vom Unternehmen ist auch eine Einbeziehung der Redakteure der DuMont Redaktionsgemeinschaft (Hauptstadt Redaktion). In den bisherigen Tarifgespräche ist das Unternehmen nicht davon ausgegangen, dass man eine Übernahme der Flächentarifverträge für die Redakteure der drei Redaktionsunternehmen verfolgt wie sie bisher für Berliner Zeitung und den Berliner Kurier galten. Vielmehr will das Unternehmen eine Festschreibung von Abweichungen von den üblichen Regelungen für die Zeitungsredakteuren. Bei den Einkommensregelungen will man keine Anpassung der Redakteure der Berlin24 an die Gehälter der Redakteure von Berliner Newsroom.  Jörg Reichel von ver.di nennt im Deutschlandfunk das Verhalten des Arbeitgebers DuMont im Zusammenhang mit dem Umzug für schäbig: „Schäbig deshalb, weil die Neugründung des Newsrooms darauf baut, dass er denjenigen, die vorher die Zeitung gemacht haben, dass er denen gekündigt hat. Es sind Beschäftigte, die in der Regel 20, 25 Jahre die Zeitung gemacht haben und dann einfach aussortiert worden sind.“ Weiterlesen

Jetzt wird in Berlin das Büromobiliar geschrottet

Nachdem man das Personal bei DuMont Berliner Verlag abgebaut hat und ein Teil davon im neuen Gebäude eingestellt wurde, geht es bis zum 30. Juni 2017 um den Auszug aus der Karl-Liebknecht-Straße 29. Täglich kamen 5 Container a 30 Kubikmeter für das Mobiliar. Hinzu kommen noch Container für hunderte von PC. Ob Küchenausstattungen, Kühlschränke, Bürotische, Schränke, Stühle – alles wird vernichtet.

Zur Zukunft des Berliner Zeitungsmarktes – DuMont mit Change-Managerin

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Am 13. Juni 2017 fand im Berliner Roten Rathaus eine Podiumsdiskussion zur Zukunft des Berliner Zeitungsmarktes mit den drei Chefredakteuren der großen regionalen Abo-Titel sowie dem stellvertretenden Chefredakteur von B.Z./Bild statt. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte zuvor auf 400 Jahre bewegte Zeitungsgeschichte Berlins verwiesen. Die derzeitige Situation betrachtet der gelernte Buchdrucker aber mit großer Sorge: Auflagen- und Anzeigenschwund, Konzentrationsprozesse wie bei Funke mit der Zentralredaktion, der Zusammenlegung von B.Z. und Bild Berlin oder die jüngsten Abbaumaßnahmen im Zusammenhang mit dem Newsroom für  Berliner Zeitung und Berliner Kurier. Sicher spiele dabei das veränderte Informationsverhalten eine Rolle. Müller betonte besonders die wichtige Rolle der Zeitungen und Journalisten für eine funktionierende Demokratie, deren Rolle er angesichts von Fakenews, Falschinformationen und persönlichen Beschimpfungen wie „Lügenpresse“ oder der Einschränkung der Pressefreiheit in der Türkei als gefährdet ansieht.  Weiterlesen

… sonst zündet die Gensch-Rakete

Im ver.di-Fachmagazin „Menschen machen Medien“ geht es um die zum 30. Juni 2017 aus dem Berliner Verlag ausscheidende Betriebsratsvorsitzende, Renate Gensch. Bevor sie beim Berliner Kurier Polizeireporterin wurde, war sie Redakteurin des Mitteldeutschen Express in Halle.  Im Gespräch sagen Nico Kramer, Konzernbetriebsratsvorsitzender DuMont Berliner Verlag und Holger Artus, Betriebsrat aus der Hamburger Morgenpost, etwas über ihr Wirken. Weiterlesen

Sozialplan für DuMont Dialog Berlin vereinbart

Für die  19 Beschäftigten der ehemaligen DuMont Dialog in Berlin wurde jetzt ein Sozialplan über die Folgen der Schließung des Berliner Standorts vereinbart. 0,8 Gehalt pro Beschäftigungsjahr ist einer der Eckpunkte. Die Kündigungsfristen enden erst zum 31.12.2017. Mit dem „Verkauf“ von DuMont Dialog an walter services zum Jahresbeginn 2017 war für die Betroffenen klar, dass die Schließung des Berliner Standorts Teil des Deals zwischen DuMont und walter services gewesen sein dürfte. Weiterlesen

Berliner Redaktionsunternehmen von DuMont: Nächstes Tarifgespräch am 28. Juni 2017

Am 17. Mai hatte es in Berlin das vereinbarte Tarifgespräch von ver.di/DJV/jvbb und DuMont über eine Tarifbindung für die neue Gesellschaft Berliner Newsroom GmbH bzw. die weiteren Redaktionsunternehmen (Berlin24 Digital GmbH und DuMont Redaktionsgemeinschaft GmbH)  gegeben. Am 28. Juni werden die Verhandlungen fortgesetzt. Am 17. Mai 2017, so ver.di Berlin-Brandenburg, „konnten die Vorschläge beider Seiten und einige Regelungsdetails des vorgelegten Arbeitgebervorschlags besprochen, Unklarheiten ausgeräumt und in einer Reihe von Punkten Fortschritte erzielt werden. Die Gewerkschaften werden nun in der gebildeten Tarifkommission weiter beraten.“ Ebenfalls Tarifgespräche gibt es in Köln für die Rheinische Redaktionsgemeinschaft. 

In Berlin wurde auch ein Betriebsrat von DuMont zerschlagen

Das verdi-Fachmagazin für den Bereich des Journalismus, „Menschen machen Medien“, schreibt in ihrer aktuellen Ausgabe über die Abschiedsfeier der Redakteure des Berliner Verlages Ende März. Die Autorin, Helma Nehrlich, beschäftigt sich dabei auch mit dem Rolle des Betriebsrats des Berliner Verlages.

„Es soll ein netter Ausklang werden“, meinte Betriebsratschefin Renate Gensch, als die Interessenvertretung eine Abschiedsparty im Saal des Berliner Verlags am Alexanderplatz avisierte. Eingeladen waren alle, die hier zuletzt gemeinsam Zeitungen gemacht hatten. Mehr als 100 kamen. Anfangs schien noch die Sonne, dann wurde es Nacht. Die Musik blieb unbeachtet, Tanzen wollte niemand. Aber Reden, bis zum Morgengrauen.

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