FR verfügt über finanzielle Mittel bis Januar 2013

Das Erscheinen der Zeitung  ist bis Ende Januar 2013 gesichert. Insolvenzverwalter und die beiden Gesellschafter, die Mediengruppe M. DuMont Schauberg und die SPD-Medienholding ddvg haben sich auf Eckpunkte geeinigt, die “eine Fortführung des Geschäftsbetriebes bis Ende Januar ermöglichen sollen”, heißt es in einer Mitteilung. DuMont und ddvg erklären dazu: “Wir haben damit das Erforderliche getan, um – von unserer Seite – den vom vorläufigen Insolvenzverwalter betriebenen Investorenprozess konstruktiv zu begleiten.”

MOPO-Betriebsrat an die Redaktion des Berliner Kuriers

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der geplante Stellenabbau von 13 Stellen in der Redaktion des Berliner Kuriers lässt uns aufhorchen. Ist die Mediengruppe DuMont Schauberg dabei, die Redaktionen um ihre Handlungsfähigkeit zu bringen? Eine reduzierte Mannschaft heißt doch, dass die verbleibenden Kolleginnen und Kollegen in der Redaktion die Seiten schreiben und produzieren müssen. Es ist klar: Die Belastung für jeden einzelnen nimmt noch mehr zu. Das redaktionelle Reagieren auf Ereignisse in der Hauptstadt wird zum Vabanquespiel. Ob in der MOPO, im EXPRESS oder bei euch in der Redaktion des Berliner KURIERs: Die Zeitung lebt von dem Engagement und der Einsatzbereitschaft jedes einzelnen. So eine Strategie, die die Redakteure zeitlich und nervlich weiter belastet, kann nicht gutgehen. Das hat nichts mehr mit einer publizistischen Strategie zu tun, das sind bloße Kostensenkungs-programme. Von der Geschäftsführung des Berliner Verlages erwarten wir eine Korrektur der Haltung und einen anderen Lösungsweg. Weiterlesen

Konsolidierung der Regionalzeitungen in England

In England hat sich eine neue Regionalzeitungsgruppe durch Zusammenschluss verschiedener Gruppen bzw. deren Verkauf unter dem Namen „Local World“ unter Führung von David Montgomery heraus gebildet. Die Gruppe gehört damit zu den führenden Regionalzeitungen in England. 107 Titel und 60 Web-Seiten gehören zu deren Portfolio. In den 1980er Jahren hatte Montgomery durch Zukäufe die Zeitungskonzentration vorangetrieben. Mit seiner Gesellschaft Mecom stiegt er 2000 in den englischen Zeitungsmarkt erneut ein, formte bis 2008 eine der größten europäischen Zeitungsgruppen. 2009 verkaufte er den Berliner Verlag und die Hamburger Morgenpost an die Mediengruppe DuMont Schauberg. Damals drohte Mecom in England die Insolvenz.

In Berlin geht es um ein klassisches Kostensenkungsprogramm und weniger um eine Reaktion auf eine aktuelle konjunkturelle Situation

Die Mediengruppe DuMont Schauberg (MDS) informierte am vergangenen Donnerstag auf einer Mitarbeiterversammlung über einen erheblichen Personalabbau im Berliner Verlag. Insgesamt sollen bis zu 86 Arbeitsplätze von 368 Beschäftigten gestrichen werden. So sollen im Verlagsbereich 27 Stellen wegfallen, in der Redaktion des Berliner Kuriers 13 und in der Berliner Zeitung bis zu 46 Redakteursstellen abgebaut werden. Im Anzeigenblatt „Berliner Abendblatt“ war vor einigen Wochen bereits der gesamten Redaktion (20 Redakteure) gekündigt worden. Mit Sorgen schaut der MOPO-Betriebsrat auf die Gesamtentwicklung in der MDS -Gruppe. Es ist nicht zu übersehen, dass man sich im MDS-Vorstand auch auf andere Szenarien einstellt, von denen die MOPO künftig betroffen sein könnte. Weiterlesen