Alle Großen reden miteinander-Was geht da ab?

dfunkDer Deutschlandfunk beschäftigt sich in einem Interview mit dem Medienwissenschaftler Horst Röper für @mediasres – das Medienmagazin  mit der Meldung der FAZ zu den Gesprächen von Funke und DuMont in Berlin. „Wir müssen davon ausgehen, dass alle großen Verlagsgruppen miteinander reden, um eben auch Kosten im redaktionellen Bereich zu schmälern.“, sagte Röper.  Er kritisiert die Folgen der großen Zentralredaktionen in der überregionalen Berichterstattung für die Medienvielfalt am Beispiel der Funke oder Madsack Mediengruppe.  „Hintergrund seien wirtschaftliche Überlegungen, sagt Röper. Die Redaktionen seien längst „zum Zielgebiet der Betriebswirte geworden“. Der Trend, dass Zentralredaktionen zahlreichen Zeitungen in Deutschland überregionale Inhalte zentral zulieferten, dauere schon länger an.

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DuMont 2016 mit geringerem Jahresüberschuss

kbrinfo2017Der Konzernbetriebsrat DuMont Berliner Verlag informiert in seiner aktuellen Information an die Beschäftigten ua. über den Jahresabschluss 2016 der DuMont Mediengruppe. Die DuMont-Mediengruppe veröffentlichte am 9. August 2017 ihren Geschäftsbericht 2016. Daraus ergibt sich, dass – wie bereits schon vorher verkündet – der Jahresüberschuss 3,1 Mio. € betrug. 2015 lag er noch bei 7,1 Mio. €. Wegen einer Bilanzumstellung kann man die Zahlen aber nicht vergleichen. Wie bei einer Vergleichsbilanzierung der Jahresüberschuss ausgesehen hätte, hat DuMont nicht geschrieben. Insgesamt sei der Umsatz leicht gestiegen. Die vier Medienhäuser (Köln, Halle, Berlin, Hamburg) mit dem Kerngeschäft Zeitungen erwirtschaften einen Umsatz von 459,7 Mio. €, die Fachmedien um den Bundesanzeiger liegen bei 92,5 Mio. €. Erstmals wurde der Digitalbereich – ohne die Online-Umsätze der Zeitungen – mit 1,5 Mio. € angegeben. Weiterlesen

DuMont hat sich von seinen Anteilen am Bonner General-Anzeiger getrennt

Die DuMont Mediengruppe hat sich von ihren Anteile am Unternehmen des Bonner General-Anzeigers, der Bonner Zeitungsdruckerei und Verlagsanstalt H. Neusser GmbH,  zum Jahrsende 2016 leise getrennt, so eine Medieninformation von kress. Damit dürfte die Zusammenarbeit von DuMont mit dem Bonner General-Anzeiger auch in anderen Geschäftsfeldern beendet werden, ist zu vermuten. In einem Vertrag vom 21. Dezember 2000 erhielt DuMont darüber hinaus  die „Vorkaufsrechte bezüglich sämtlicher Anteile an der H. Neusser KG (mit Ausnahme einer Übertragung an Familienangehörige der Gesellschafter, sofern die Verpflichtungen gegenüber MDS mitübertragen werden) sowie bezüglich sämtlicher Beteiligungen der H. Neusser KG und der H. Neusser GmbH einschließlich der übrigen Anteile an der Bonner Zeitungsdruckerei (aus der Entscheidung des Bundeskartellamtes 2004). Laut KEK-Online betrug der DuMont-Anteil 18 Prozent. Weiterlesen

DuMont verkauft seinen Kalenderverlag

Die DuMont Mediengruppe verkauft den DuMont Kalenderverlag rückwirkend zum 1. Januar 2017 an den Neumann-Wolf-Gruppe in Kiel. Der Kalenderverlag soll künftig eigenständig in Köln weiter agieren. Mit seinen Programmen (jährlich etwa 200 Titel) erwirtschaft das Kölner Unternehmen rund 5 Mio € Umsatz und ist einer der führenden Kalenderverlage Deutschlands. Die Neumann-Wolf-Gruppe ist mit einem Umsatz von 45 Mio. € durch seinen Aufkaufstrategie in den vergangenen Jahren zum Marktführer im Kalendermarkt geworden und beschäftigt heute 110 Mitarbeiter. Die Unternehmensberatung Apenberg & Partner hat die Transaktion angebahnt, strukturiert und den Käufer beraten. Der DuMont Kalenderverlag beschäftigt nach eigener Darstellung rund 12 Arbeitnehmer.

DuMont 2016 mit schwarzen Zahlen, 2017 wird schwer

bilanz.jpgDer Vorstandsvorsitzende der DuMont Mediengruppe, Dr. Christoph Bauer,  soll nach Darstellung des MOPO-Betriebsrats auf dem Jahresauftakt in Köln am 10. Januar 2017 über das vergangene Jahr informiert und einen Ausblick auf 2017 gegeben haben. Zu den Erfolgen gehöre u.a. der Kauf des Internet-Unternehmen Facelift,  die neue überregionale Vermarktung bei den Boulevardtiteln über die Axel Springer Tochter “Red Impact” oder der in Berlin gewagte Neustart. DuMont werde noch viele Jahre von den Printtiteln leben, aber man müsse als Zukunftsvision ein Datum festlegen, an dem das Schicksal der Gruppe nicht mehr von den Printerlösen abhänge. Man werde irgendwann nicht mehr in der Lage sein, Redaktionen von 150 Beschäftigten zu tragen. Weiterlesen