Umbau ohne Plan

Nach Darstellung des ver.di-Fachmagazins „Druck + Papier“ erfolgte der bisherige Restrukturierungskurs der DuMont Mediengruppe „ohne Plan“. Es wird das Bild eines Gemischtwaren-Unternehmens gezeichnet, dass auf der einen Seiten Unternehmensstrukturen zergliederte, um die Interessenvertretungen zu schwächen und damit „Mini-Betriebsräte“ geschaffen habe. Auf der anderen Seite wird das aufgebaute Digitalgeschäft als wenig erfolgreich dargestellt. Da die Strategie der Gruppe und der eingeschlagene Weg nicht beschrieben oder hinterfragt wird, muss man sich allerdings auch fragen, ob das gezeichnete Bild zutrifft. Völlig außer Betracht werden die Rahmenbedingungen als den entscheidenen Bezugspunkt für eine Unternehmensstrategie oder deren Änderung gelassen. „Ohne Plan“, durchaus eine schwere Kost, die mit der Realität eher weniger zu tun hat. Weiterlesen

DuMont 2017: Kerngeschäft schwächelt

In einer seiner Medienkolumne u.a. für die Berliner Morgenpost hat Kai Renner das Jahresergebnis 2017 der DuMont Mediengruppe aufgegriffen. „Allerdings schwächelt das Stammgeschäft des Verlags: Die Umsätze der Tageszeitungen gingen zurück. Das hat offenbar mit Problemen im klassischen Werbegeschäft mancher Titel zu tun: Von „Plan-Unterschreitungen“ an bestimmten, nicht näher bezeichneten Standorten ist im Jahresabschluss die Rede. …Hauptsächlich dürfte das Plus bei Umsatz und Gewinn aber auf die Radio-Beteiligungen, die bei DuMont liegende Produktion des Bundesanzeigers sowie die Anzeigenblätter des Hauses zurückzuführen sein.

Hier ein Überblick zu den Eckdaten der DuMont Mediengruppe 2017/2016

DuMont auf Platz sechs im deutschen Zeitungsmarkt

mp2018.pngUnter den deutschen Zeitungsgruppen nimmt die DuMont Mediengruppe gemessen an der Auflage laut einer aktuellen Studie des Formatt Institut den sechsten Platz ein. Mit ihren Abo- und Boulevard-Titel gehört sie zu den größten deutschen Zeitungsgruppen. 61,6 Prozent der Zeitungs- auflage wurden im 1. Quartal 2018 von den TOP 10 der Verlagsgruppen verlegt. Der  Auflagen-Anteil der DuMont Mediengruppe am Gesamtmarkt beträgt 5,2 Prozent.  Weiterlesen

Christian DuMont Schütte wird BDZV-Vize

Zum 1. Juli 2018 soll Christian DuMont Schütte Vize-Präsident des Zeitungsverleger BDZV werden. Er folgt Richard Rebmann, der sein Amt niederlegt. Hintergrund ist dessen Ausscheiden aus Altersgründen als Vorsitzender der Geschäftsführung der Südwestdeutsche Medienholding (SWMH). Christian DuMont Schütte ist heute bereits Vorsitzender des Zeitungsverlegerverbands Nordrhein-Westfalen (ZVNRW) und seit 2014 Mitglied im BDZV-Präsidium.

Was passiert gerade bei DuMont?

passiert.pngNach Monaten der Gespräche zwischen DuMont, Madsack und Funke kommt es nun zu einer neuen Kooperation zwischen großen Verlagshäusern: Die DuMont Mediengruppe verabschiedet aus der Eigenerstellung in den überregionalen Themen Politik und Wirtschaft. Die Madsack Mediengruppe bietet künftig über das neue Tochterunternehmen RND Berlin die überregionalen Themen für die Gattungen Print und Online für DuMont – die daran zu 25 Prozent beteiligt ist. In Berlin wird geschrieben, in Hannover produziert. Die fertigen Seiten werden dann in die technischen Systeme an den jeweiligen DuMont-Standorten gehoben. Weiterlesen

DuMont: Umsatz um 4 Prozent zum Vorjahr gesteigert

Die DuMont Mediengruppe hat 2017 ein Konzernumsatz von 615 Millionen Euro erwirtschaftet, eine Steigerung um vier Prozent. Das EBITDA lag bei 72,3 Millionen Euro. Das Konzernjahresergebnis konnte auf 6,5 Millionen Euro verbessert werden (2016: 3,2 Millionen Euro). Dr. Christoph Bauer, Vorstandsvorsitzender von DuMont, erklärte: „DuMont hat während der letzten vier Jahre einen umfassenden, dynamischen Wandel vollzogen. Unsere Neuausrichtung werden wir früher als vorgesehen bereits zum Ende des Jahres erfolgreich abschließen können. Während der nächsten Jahre werden wir noch intensiver in die Digitalisierung unseres Unternehmens investieren.“ Weiterlesen

Wieder Eigentümerwechsel bei der FR

Die einst zur DuMont Mediengruppen gehörende „Frankfurter Rundschau“ stand zum Verkauf und wird zusammen mit der „Frankfurter Neuen Presse“ an die Ippen Verlagsgruppe verkauft. „Mediengruppe Frankfurt“ lautet die Dachmarke der beiden FAZ-Zeitungstitel und umfasst auch Anzeigenblätter, eine Lohndruckerei und weitere Geschäftsaktivitäten. Dem Vernehmen nach wurden die Bücher der Mediengruppe Frankfurt auch von der Mediengruppe Madsack und der Funke Mediengruppe geprüft, die aber beide abgewunken hätten. Mit dem Kauf steigt Ippen zu einem der einflussreichsten Verleger in Hessen auf. Dem Verleger gehören in in dem Bundesland bereits die Hessische/ Niedersächsische Allgemeine in Kassel, die Gießener Allgemeine, die Offenbach Post, die Wetterauer Zeitung, die Alsfelder Allgemeine und die Hersfelder Zeitung. Der Verkauf muss vom Kartellamt genehmigt werden. Weiterlesen