Betriebsrat Berliner Verlag zur „Digitalen Transformation“ in der Berliner Zeitung

blvdtMit einem JA zur digitalen Transformation, aber einem NEIN zu schlechteren Arbeitsbedingungen in der Redaktion der Berliner Zeitung äußert sich der Betriebsrat des Berliner Verlages erstmalig zu der Anfang September vom Vorstand der Mediengruppe M. DuMont Schauberg gestarteteten Beteiligungs-Initiative „Digitale Transformation. „Der MDS-Vorstand hat seine „digitale Transformation“ gestartet, an diesem Donnerstag soll die Redaktion der Berliner Zeitung zum ersten Mal umfassend informiert werden. Unsere beiden Redaktionen und der Betriebsrat haben seit Jahren gedrängt, dass der Online-Auftritt unserer Blätter unbedingt verbessert werden muss. Deshalb freuen wir uns, dass endlich etwas passieren soll.“ Allerdings muss man einen klaren Blick auf Print haben, wenn man dieses Thema angeht. „Die Zeitungen dürfen darunter nicht leiden. Nichts ist gewonnen, wenn ein besseres Online-Produkt mit einem Verlust der Qualität bei den Print-Produkten erkauft wird.“ Hier das Info im Wortlaut

Mecom Group plc an belegische Mediengruppe De Persgroep verkauft

logoDas englische Zeitungsunternehmen Mecom Group plc, bis 2009 Eigentümer der Unternehmen des Berliner Verlages, wird an die belgische Mediengruppe De Persgroep für 334 Mio. € verkauft, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters. Damit findet eine Kapitel europäischen Zeitungswachstums sein abschließendes Ende. Weiterlesen

SPD will Pressefusionsregelung für die großen Zeitungsgruppen erleichtern

Der SPD-Parteivorstand hatte sich in Person des Vorsitzenden der SPD-Medienkommission, Marc-Jan Eumann, in einer Presse-Erklärung dafür ausgesprochen, Fusionen im Zeitungsmarkt zu erleichert. Anlass war der Verkauf der deutschen Mecom-Betriebe an die Mediengruppe DuMontschauberg. „Jetzt geht es darum, Fusionen zu erleichtern.“ Warum diese Erklärung gerade im Zusammenhang mit dem Marktausstieg von Mecom und dem Kauf durch DuMont Schauberg zu begründen ist, will nicht einleuchten. In einem „Offenen Brief“ wenden sich verschiedene ver.di-Funktionsträger aus dem Fachbereich Medien und aus Betriebsräten gegen die Planungen in der SPD-Führung, das Katrtellrecht im Interesse der Konzentration zu ändern. Gewinner würde nicht die Vielfalt, sondern würden die führenden deutschen Zeitungsgruppen sein.

Flugblatt-Aktion vor dem Berliner Verlag: Gewinnprogramm vom Mecom kostet in Berlin und Hamburg Arbeitsplätze

Vor dem Berliner Verlag hat heute eine Flugblatt-Aktion der Betriebsräte der Morgenpost und Tip stattgefunden. Die Einsparungen, die für die deutsche Mecom Gesellschaften in 2008 zusätzlich vorgenommen werden sollen, zielen darauf ab, durch den Abbau von Arbeitsplätze, Kosten zu reduzieren. Es geht um ein Gewinnprogramm.

ver.di und DJV in London: Renditeausrichtung schadet dem Journalismus

Harte Kritik an der ausschließlichen Renditeorientierung der Mecom Group übten am heutigen Mittwoch die beiden deutschen Gewerkschaften ver.di und DJV auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in London. „Wie das Beispiel der niederländischen Mecom-Gesellschaft MGL zeigt, liegt das Problem in der Shareholder-Ausrichtung der Mecom Group. Dort erwartet man in 2008 eine EBITA-Rendite von über 35 Prozent und schmeißt über 70 Mitarbeiter heraus, davon 15 Redakteure“, empört sich Holger Artus, ver.di-Landesbezirks-vorsitzender Hamburg/Nord.

Zum Kauf der MOPO durch Mecom 2007

Schon wieder verkauft!

Die amerikanisch-kanadischen Fonds (VSS) bzw. Anleger (CPP und NYL) haben sich ihre Anteile an der Gruppe MOPO und Berliner Verlag (BV Deutsche Zeitungsholding) versilbern lassen. Die ehemalige Minderheitengesellschaft Mecom Group plc. unter der Führung von David Montgomery übernimmt 75 Prozent und verfügt dann über 90 % der Anteile. Die restlichen 10 Prozent sollen auch übernommen werden. Das Konsortium um VSS erhält 159 Mio. € und wird im Gegenzug Aktionär bei der Mecom Group plc. Dem Vertrag muss noch das Bundeskartellamt zustimmen. Bis Mitte April soll der Kauf rechtskräftig werden. Die BV Deutsche Zeitungsholding wird durch diese Veränderung ein Teil der Mecom Mediengruppe. Weiterlesen

Zum Kauf der MOPO durch VSS 2006

MOPO Betriebsrat: Wir sehen selbstbewusst nach vorne Nach knapp sechs Jahren haben Hans Barlach und Minderheitsgesellschafter Josef Depenbrock, die HAMBURGER MORGENPOST an die BV Deutsche Zeitungsholdin der ausländischen Finanzinvestoren (volkstümlich „Heuschrecke“) um David Montgomery verkauft, bleiben uns aber als Herausgeber (Barlach) beziehungsweise Chefredakteur und Geschäftsführer (Depenbrock) erhalten. Beide haben sich nämlich in unbekannter Höhe an der Zeitungsholding beteiligt; Josef Depenbrock wird dort neben Peter Skulimma einer der beiden Geschäftsführer. Dies wurde der Belegschaft heute Nachmittag, nach bangen Tagen voller Ungewissheit, von Herrn Depenbrock mitgeteilt. Weiterlesen