DuMont-Vorstand macht Rückzieher bei Mobilfunkrichtlinie

Zurückgezogen hat der DuMont-Vorstand nach Angaben des Betriebsrat der Hamburger Morgenpost seine Mobilfunkrichtlinie. Wer ein Diensthandy hat, muss sich registrieren, aber weitergehende Dinge wie die Übermittlung der Verbindungsdaten an einen externen Dienstleister wird es erst einmal nicht geben. Der MOPO-Betriebsrat hatte reklamiert, dass in der Richtlinie Punkte enthalten sind, die das Verhalten von Arbeitnehmer regeln, die seiner Zustimmung bedürfen und nicht einseitig vom Unternehmen angewiesen werden können. Weiterlesen

Advertisements

DuMont-Vorstandschef bekommt Post aus der Abendblatt-Redaktion, wegen der MOPO

Ein Schreiben aus der Redaktion des Hamburger Abendblatt (Funke Mediengruppe) erreichte jetzt den Vorstandschef der DuMont Mediengruppe. 60 Unterzeichner sprechen sich gegen den Stellenabbau in der Hamburger Morgenpost aus. „Wenn lokaler Journalismus im digitalen Zeitalter eine Chance hat, dann doch im Bereich der lokalen Nachrichten und des Lokalsports. Wenn Sie also die Zeitung, wie angekündigt, ausgerechnet in diesen Bereichen schwächen, gefährdet das ihre Existenz“ Hier der Wortlaut des Offenen Briefes.“ Weiterlesen

DuMont Dialog in Berlin wird geschlossen, FAZ-Abo-Betreuung geht an Buw in Halle

Der Betriebsrat von DuMont Dialog, jetzt walter services Halle (Saale) GmbH, in Berlin hat darüber informiert, dass der neue Eigentümer am 14. März 2017 entschieden hat, den Call-Center Standort in Berlin zu schließen. Von der Entscheidung sind rund 25 Arbeitnehmer betroffen. Bis zum 31. Dezember 2016 war DuMont Dialog ein Unternehmen der DuMont Mediengruppe, wurde aber an walter services verkauft. Der Inbound-Bereich für die (Zeitungs) Abonnenten des Berliner Verlages/Hamburger Morgenpost sollen durch das Call-Center in Halle betreut werden.  Vor dem Arbeitsgericht Berlin hatte das Unternehmen noch vergangene Woche bestritten, dass eine Stilllegung in Berlin geplant sein soll. Weiterlesen

DuMont kommentiert „anonyme Äußerungen“ zur MOPO nicht

Die Veröffentlichung eines Betriebsinfos in der MOPO hat zu verschiedenen Medienreaktionen geführt. Die taz Hamburg hat berichtet. Auch der lokale Radiosender des NDR 90,3 hatte einen Beitrag gesendet. Auf turi2 wird berichtet, „DuMont kommentiert die anonymen Äußerungen nicht, bestätigt aber eine Betriebsversammlung am Freitag, an der auch Geschäftsführung und Chefredaktion teilnehmen.“

MOPO-Betriebsrat: Grundsätze der Zusammenarbeit von DuMont fordern Respekt

Respektlos sei, so schreibt der MOPO-Betriebsrat in einer aktuellen Veröffentlichung, nach seiner Meinung „die Planung von DuMont in der Berliner Zeitung und dem Berliner Kurier, dass über die Neugründung einer Gesellschaft ein Auswahlverfahren organisiert werden soll und dabei der Rechtsanspruch auf einen Betriebsübergang ausgehebelt werden soll. Sowohl die Redakteure, die eingestellt werden, sowie diejenigen, die für den Berliner Newsroom abgewiesen werden, werden unmöglich behandelt. Dies widerspricht den Unternehmensgrundsätzen der Zusammenarbeit von DuMont.“

Der FREITAG: „Besser wird es mit weniger Journalisten nicht.“

Der FREITAG beschäftigt sich in seiner aktuellen Ausgabe mit den DuMont-Planungen für beiden Redaktionen, Berliner Zeitung und Berliner Kurier bzw. der Online-Redaktion. Nach der Zeile „Wie DuMohnt durch Berlin pflügt“ steigt der FREITAG mit dem Satz ein: „Wenn man deuschen Verlegern Glauben schenkt, dann schaffen viele Entlassungen erst die Voraussetzung für guten, besseren Journalismus.“  Das es Alternativen für eine journalistische Strategie gebe, sieht die Autorin am Beispiel der Berliner Morgenpost oder dem Tagesspiegel. „Die zur Essener Funke-Gruppe gehörende Berliner Morgenpost hat sich als Anlaufstelle für Datenjournalismus etabliert, der Tagesspiegel hat sich ein kleines Newsletterimperium aufgebaut, dessen Flagschiff Checkpout aus der Feder des Chefredakteurs, Lorenz Maroldt, jeden Morgen über 100.00 Leser erreicht.“ Kritisiert wird die reine Männerriege der neuen Chefredaktion in der Berliner Neewsroom GmbH. Am Ende heißt es: „Mögen Verleger es auch immer anders behaupten – mehr und besser mit und besser mit weniger Leuten., das geht nicht.“