Alles kommt raus – der Fallbericht des Kartellamts zu geheimen Absprache von DuMont

Das Bundeskartellamt hat den Fallbericht zum Bußgeldentscheid gegen die DuMont Mediengruppe, einen Verantwortlichen sowie einen Rechtsanwalt veröffentlicht. Anhand des Dokuments lässt sich detailliert nachvollziehen, wie DuMont und der Bonner General-Anzeiger beginnend im Jahr 2000 Gebietsabsprachen trafen, die letztendlich zu der Bußgeldfestsetzung in Höhe von 16 Mio. Euro führten. Hier der Link zu dem Dokument. Weiterlesen

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Absprachen mit BGA betrafen auch redaktionellen Inhalt

Nach Angaben von juve.de soll es im Rahmen der kartellwidrigen Absprachen zwischen der DuMont Mediengruppe und dem Bonner General Anzeiger auch Absprachen über die redaktionelle Berichterstattung gegeben haben. „Nach einer Durchsuchung des Kölner Verlagshauses DuMont und der Kanzlei im Dezember 2017 sowie weiteren Ermittlungen kam das Bundeskartellamt zu der Überzeugung, dass sich DuMont und der General-Anzeiger schon Ende des Jahres 2000 auf eine Gebietsaufteilung verständigt hatten. Dazu gehörte unter anderem, dass die beiden ihre Lokalberichterstattung aus den Gebieten des jeweils anderen deutlich eindampften, um sich weniger Konkurrenz zu machen.“ Weiterlesen

DuMont muss 16 Mio. € für verbotene Gebietsabsprachen zahlen – Versuch der Verschleierung aufgeflogen

kartellamtDas Bundeskartellamt hat Geldbußen in Höhe von insgesamt 16 Mio. Euro gegen die DuMont Mediengruppe GmbH & Co. KG, eine verantwortliche Person und einen Rechtsanwalt verhängt. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, eine verbotene Gebietsabsprache mit der Gruppe Bonner General-Anzeiger getroffenen zu haben. Die DuMont-Gruppe und die Gruppe Bonner General-Anzeiger hatten sich bereits im Dezember 2000 darüber verständigt, dass sich jeweils einer der beiden Zeitungsverlage in der Region Bonn aus bestimmten, vereinbarten Gebieten weitgehend zurückzieht. Das geschah durch eine spürbare Ausdünnung der lokalen Berichterstattung, teilweise auch durch Umstellung der Zustellung von Boten- auf Postzustellung. Die bis ins Jahr 2016 laufende Gebietsabsprache wurde von den Unternehmen im Jahr 2005 durch gegenseitige Beteiligungen und die Einräumung eines Vorkaufsrechtes der DuMont-Gruppe an der Gruppe Bonner General-Anzeiger weiter abgesichert. Das Vorkaufsrecht wurde dem Bundeskartellamt bewusst verschwiegen…  Weiterlesen

Bonner General Anzeiger geht zur Rheinischen Post Mediengruppe

Die Rhei­ni­sche Post Medi­en­gruppe und die Gesell­schaf­ter der Bon­ner Zei­tungs­dru­cke­rei und Ver­lags­an­stalt H. Neus­ser GmbH (Bonner General Anzeiger) haben eine Ver­ein­ba­rung zur Über­nahme aller Anteile durch die Rhei­ni­sche Post Medi­en­gruppe geschlos­sen. DuMont hatte sich 2017 von seinen Anteilen an der Gesellschaft und den gegenseitige Verflechtungen verabschiedet. Gescheitert waren vorher alle Bemühungen, über ein Vorkaufsrecht sich eine Option für die Zukunft zu erarbeiten. Bereits beim Druckauftrag des BGA ging DuMont leer aus. Auch andere publizistischen Optionen im Rheinland konnten nicht realisiert werden. Aktuell ermittelt wohl das Kartellamt wegen der damaligen Beteiligung. Das es zu einem Verkauf der BGA kommt, war auf der anderen Seite kein Geheimnis mehr.

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DuMont hat sich von seinen Anteilen am Bonner General-Anzeiger getrennt

Die DuMont Mediengruppe hat sich von ihren Anteile am Unternehmen des Bonner General-Anzeigers, der Bonner Zeitungsdruckerei und Verlagsanstalt H. Neusser GmbH,  zum Jahrsende 2016 leise getrennt, so eine Medieninformation von kress. Damit dürfte die Zusammenarbeit von DuMont mit dem Bonner General-Anzeiger auch in anderen Geschäftsfeldern beendet werden, ist zu vermuten. In einem Vertrag vom 21. Dezember 2000 erhielt DuMont darüber hinaus  die „Vorkaufsrechte bezüglich sämtlicher Anteile an der H. Neusser KG (mit Ausnahme einer Übertragung an Familienangehörige der Gesellschafter, sofern die Verpflichtungen gegenüber MDS mitübertragen werden) sowie bezüglich sämtlicher Beteiligungen der H. Neusser KG und der H. Neusser GmbH einschließlich der übrigen Anteile an der Bonner Zeitungsdruckerei (aus der Entscheidung des Bundeskartellamtes 2004). Laut KEK-Online betrug der DuMont-Anteil 18 Prozent. Weiterlesen

Bonner General-Anzeiger: Sozialplan abgeschlossen

Ver.di informiert auf ihrer Web-Seite über den Abschluss eines Sozialplanes für 46 Beschäftigte aus der Druckerei. Die Abfindungssummen sind am Ende fast drei Mal so hoch ausgefallen wie das erste Angebot des Arbeitgebers. „Mit dem, was wir jetzt für die Kolleginnen und Kollegen erreicht haben, können wir sehr zufrieden sein“, sagt Imke Habegger, Vorsitzende des Betriebsrats im Bonner General-Anzeiger. Der Betriebsrat hat auch seine Forderung durchgesetzt, für die Entlassenen eine Transfergesellschaft einzurichten. „Ohne den Druck der Belegschaft und ohne die Öffentlichkeitsarbeit hätte der Betriebsrat bei den Verhandlungen nicht so viel für die Kolleginnen und Kollegen erreichen können“, sagt Stephan Otten, ver.di-Gewerkschaftssekretär im Bezirk Köln/NRW-Süd.  Weiterlesen

Warnstreik in der Druckerei des Bonner General-Anzeiger

bgaAm Abend des 11. März 2016 sind Beschäftigten des Druckzentrums beim Bonner General-Anzeiger in einen Warnstreik getreten. Bereits am 26.02.2016 hat ver.di den Geschäftsführer Hr. Regge zu Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag aufgefordert. Auch eine erneute Aufforderung, die Tarifverhandlungen unverzüglich aufzunehmen, führte nicht zu Terminvorschlägen durch die Firma. Der Geschäftsführer des Bonner General-Anzeigers hat die unternehmerische Entscheidung getroffen, dass Druckzentrum zu schließen und die Produktion fremd zu vergeben.