Umbau zum gemeinsamen Newsroom von KSTA und Express kommt ohne Kündigungen aus

Ohne betriebsbedingte Kündigungen kommt der derzeitige Umbau der redaktionellen Prozesse von Express und Kölner Stadt-Anzeiger aus. Am 30.05.2017 informierte das Unternehmen auf einer Mitarbeiterversammlung, dass es keine Kündigungen geben werde. Allerdings laufen in den kommenden Monaten zehn bis zwölf Zeitverträge aus. Im laufenden Jahr sollten insgesamt gut 20 Vollzeitstellen in den Redaktionen von „Express“ und „Kölner Stadt-Anzeiger“ abgebaut werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden im Rahmen eines beiderseits freiwilligen Angebots auch mehrere Aufhebungs- sowie Altersteilzeitverträge geschlossen. Einige Kollegen haben darüber hinaus aus eigenem Antrieb das Haus verlassen. Ab September 2017 werden die bisher getrennten Redaktionen von Express und Kölner Stadt-Anzeiger zusammengelegt. Weiterlesen

DuMont hat sich von seinen Anteilen am Bonner General-Anzeiger getrennt

Die DuMont Mediengruppe hat sich von ihren Anteile am Unternehmen des Bonner General-Anzeigers, der Bonner Zeitungsdruckerei und Verlagsanstalt H. Neusser GmbH,  zum Jahrsende 2016 leise getrennt, so eine Medieninformation von kress. Damit dürfte die Zusammenarbeit von DuMont mit dem Bonner General-Anzeiger auch in anderen Geschäftsfeldern beendet werden, ist zu vermuten. In einem Vertrag vom 21. Dezember 2000 erhielt DuMont darüber hinaus  die „Vorkaufsrechte bezüglich sämtlicher Anteile an der H. Neusser KG (mit Ausnahme einer Übertragung an Familienangehörige der Gesellschafter, sofern die Verpflichtungen gegenüber MDS mitübertragen werden) sowie bezüglich sämtlicher Beteiligungen der H. Neusser KG und der H. Neusser GmbH einschließlich der übrigen Anteile an der Bonner Zeitungsdruckerei (aus der Entscheidung des Bundeskartellamtes 2004). Laut KEK-Online betrug der DuMont-Anteil 18 Prozent. Weiterlesen

Tarifgespräche in Köln für die RRG: Positionen liegen weit auseinander

rrgve3rdidjvAm 4. Mai 2017 hat es die dritte Gesprächsrunde über eine Tarifbindung für die Redakteure der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft (RRG) gegeben. Nach Darstellung der Verhandlungskommission von ver.di und DJV liegen die Positionen der beiden Parteien weit auseinander. Der unterbreitete  Vorschlag, so die Tarifkommission, soll die Ungleichbehandlung in den Redaktionen beibehalten. „Mitarbeiter ohne nachwirkende Tarifbindung sollen auch künftig nach einem deutlich niedrigeren Gehaltsniveau bezahlt werden.“ Nach Auffassung der Geschäftsleitung dürfen die Personalkosten durch einen Tarifvertrag im Verhältnis zu heute nicht wesentlich steigen. Sie sieht in einer geforderten  Übernahme der Branchentarifverträgen eine Existenzgefährdung der RRG.  Es würde die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Unternehmens stark belasten „und den Abbau von Arbeitsplätzen, möglicherweise über den Weg betriebsbedingter Kündigungen, erforderlich machen. Es würde letztlich auch erneute Umstrukturierungen wahrscheinlich machen.  Hier das Gewerkschafts-Info im Wortlaut: Weiterlesen

DuMont ohne popula.de, Gesellschaft wurde aufgelöst

Die DuMont Mediengruppe hat nach Angaben von horizont.net  ihre Web-Aktivität popula.de (wie auch nah. de) und die dazugehörige Datenbank offenbar an den sh:z in Flensburg, eine Beteiligung der NOZ-Medien in Osnabrück, übertragen. Die Gesellschaft popula GmbH wurde am 6. April 2016 für aufgelöst erklärt. Einst wurde der 100 prozentiger Erwerb von Popula GmbH popula von DuMont als den Einstieg in eine eigene Digitalstrategie beispielhaft dargestellt.  Doch die Geschäftsidee mit der Eventplattform von popula.de wollte offenbar nicht so richtig bei DuMont funktionieren. Bereits vorher war die Mediengruppe mit ihrer Beteiligung an Joiz gescheitert und hatte auch seine Anteile an kalaydo.de verkauft. Mit dem Erwerb von facelift verfolgt man eine grundsätzlich andere Digitalstrategie.

Express Bonn wandert in den Express

Nach Angaben von meedia.de wird der Express Bonn in den Express integriert und stellt die eigenständige Ausgabe für Bonn ein. Vom 24. April 2017 “ wandern die „Bonner Themen auf eineinhalb Seiten in den regulären Kölner Express. Darüber hinaus wird es immer freitags eine mindestens sechsseitige Beilage kompakt geben, die lokale Anzeigen und Berichte enthält.“ Nach Darstellung erhofft man sich bei DuMont durch optimierte Andruckzeiten und ziele darauf, die Wirtschaftlichkeit des Express zu verbessern. „Mit anderen Worten: Es handelt sich auch um eine Sparmaßnahme“, so meedia.de. Der Einzelverkauf des Express Bonn lag im IV. Quartal 2016 bei 6.970 Exemplaren. Die Druckauflage bei 13.298. Weiterlesen

Ebner Stolz soll Synergien der DuMont-Kaufzeitungen richten

Der Betriebsrat der Hamburger Morgenpost schreibt in seiner aktuellen Information, dass Ebner Stolz, eine Unternehmensberatung, offenbar den Auftrag hat, die bisherige Synergieproduktion für die Mantellteile Berliner Kurier, Express und Hamburger Morgenpost zu überprüfen. Das Unternehmen dürfte auch eine Vorschlag für die Neuorganisation unterbreiten. Bisher liefert der Berliner Kurier die Panorama-Seiten für die drei Kaufzeitungen, der Express die People-Seite und aus Hamburg kommt die Politik. Ebner Stolz begleitet in der Hamburger Morgenpost zurzeit die Neuorganisation der redaktionellen Prozesse („agile Redaktion„) und wurde auch sonst immer wieder mit Projekten bei DuMont beauftragt. DuMont-Vorstand Otto Christian Lindemann war vor seiner Funktion bei DuMont als Partner für Ebner Stolz tätig.

Gebietsbereinigungen bei der Zustellung im Rheinland

sammelspitze.pngUnter dem Begriff „Zustellkooperation“ haben sich die Rheinischen Post („RP“, Hauptsitz in Düsseldorf) bzw. ihrer Lokalausgaben (bspw. Neuß Grevenbroicher Zeitung) und die DuMont Mediengruppe darauf verständigt, dass die bislang von beiden Gesellschaften belieferten Zustellgebiete in Dormagen und Leverkusen neu aufgeteilt werden. Künftig soll nur noch eine Gesellschaft in einem Gebiet zuständig sein und die Objekte der jeweils anderen mitnehmen. Voraussichtlich zum 01.03.2017 wird die Zustellgesellschaft von DuMont, die RZZ Köln Rheinland GmbH & Co. KG, die Zustellung in den Bezirken in Dormagen und Leichlingen aufgegeben. Betriebsrat und Geschäftsführung der RZZ Köln Rheinland haben Gespräche aufgenommen, wie diese Maßnahme rechtskonform und mit möglichst wenig Nachteilen für die betroffenen Kollegen umzusetzen ist. Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan werden folgen.