Aus der BZV Zustellgesellschaft wird Berlin Last Mile GmbH

Rückwirkend zum 1. Januar 2017 übernimmt die neu gegründete Berlin Last Mile GmbH die Zustelllogistik für die Berliner Morgenpost, Berliner Zeitung, Berliner Kurier und Tagesspiegel. Die Fiege Gruppe hält 51 Prozent der Gesellschaftsanteile. Die drei Berliner Verlage halten die übrigen 49 Prozent an der BZV, die in Berlin Last Mile GmbH umfirmiert wird. Der Berliner Verlag, der Tagesspiegel und die Berliner Morgenpost sind mit je 16,3 Prozent beteiligt. Ziel ist es, neben der Zeitungszustellung auch der Aufbau neuer Geschäftsfelder wie die Briefzustellung und E-Commerce.

Nummer vier bei der BZV Zustellgesellschaft heißt Fiege – Bewegung in der Berliner Postzustellung

Die drei Berliner Zeitungsverlage Berliner Morgenpost, Berliner Verlag und Tagesspiegel hatten bei der Organisierung ihrer Abonnenten-Zustellung davon gesprochen, dass sie einen vierten, strategischen Partner, für die Zustellgesellschaft BZV gewonnen hätten.  Jetzt ist klar,  dass es Fiege Logistik wird. Ein Anteilserwerb wurde beim Kartellamt am 6. Dezember 2016 angemeldet (update 16.12.2016: und wurde am 13. Dezember 2016 freigegeben). Als reiner Mitgesellschafter bringt Fiege wenig Sinn. Ohne eine neue Geschäftsidee wird sich die Lage der BZV Zustellgeschaft nicht grundlegend verändern. Insofern kann es sein, dass mit Fiege ein weiteres Geschäftsfeld eröffnet wird. Bisher gab es Gerüchte von einer 10-prozentigen Beteiligung an der BZV. Beim Kartellamt wurde ein „mit­tel­ba­rer Kon­trol­l­er­werb der Ber­li­ner Zu­stell- und Ver­triebs­ge­sell­schaft für Drucker­zeug­nis­se mbH u.a“ angemeldet. Weiterlesen

Berliner Abendblatt –Verteilern gekündigt

zustellerBisher wurde der Großteil der Auflage des Berliner Abendblatts (1,5 Mio.) durch eine eigene Zustellorganisation – nach eigenen Angaben mit über 2.000 Zusteller – in die Berliner Briefkästen organisiert. Jetzt wurde entschieden, dass diese Aufgabe durch die BZV Zustellgesellschaft zum 1. Oktober 2016 übernommen wird und man Zustellern von einem auf den anderen Tag kündigte. Weiterlesen

Berliner Zeitungszusteller: Verlage geben Druck an uns weiter

In der aktuellen Ausgabe von Druck+Papier 4/2016, einem Fachmagazin von ver.di, wird über die Arbeitsbedingungen eines Zusteller der BZV Zustellgesellschaft geschrieben. Wie z.B. beim Lohn getrickst wird, durch Kürzung von Zuschlägen. DuMont, Funke und der Tagesspiegel sind zu gleichen Teilen Gesellschafter der BZV. Ein weiterer soll kommen, Namen werden schon gehandelt. Ohne die finanzielle Unterstützung der drei Verlage wäre die  Zustellgesellschaft platt. Erst kürzlich sprach der DuMont-Vorstandschef, Dr. Christoph Bauer, davon wie wichtig das Vertriebsengagement der drei Abo-Verlage ist. Sie sind auf sich angewiesen. Weiterlesen

Brennpunkt Berlin: Was wird aus dem Vertrieb des Berliner Verlages

kbr07092016Der ehemalige Vertrieb des Berliner Verlages wurde 2015 in eine eigene GmbH ausgegliedert, die BVZ Lesermarkt GmbH. Wie geht es mit ihm weiter, wo doch die drei regionalen Abo-Titel in Berlin immer wieder betonen, dass hier die größte Schnittmenge in einer möglichen Kooperation bestehe. Der Konzernbetriebsrat der Mediengruppe des Berliner Verlages geht dieser Frage nach. Hier das Info im Wortlaut: Weiterlesen

Berliner Zustellgesellschaft weiterhin in einer angespannten Lage – aber nicht wegen des Mindestlohns

 

uberschuldetWürde es nicht die monatlichen “Liquiditätshilfen” der drei Gesellschafter Berliner Morgenpost, Berliner Verlag und den Tagesspiegel geben, die BZV Berliner Zustell- und Vertriebsgesellschaft für Druckerzeugnisse mbH wäre nicht in der Lage, mit ihrem Geschäftsmodell sich selber zu finanzieren. “Operativ hat die Gesellschaft auch in 2014 defizitär gewirtschaftet…Das Unternehmen weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 2.277 aus. Die Gesellschaft ist somit bilanziell überschuldet.” Weiterlesen

Ist der Mindestlohn verantwortlich für die Lage der BZV Zustellungsgesellschaft in Berlin?

imageDie DuMont Mediengruppe ist zu einem Drittel an der Berliner Zustell- und Vertriebsgesellschaft für Druckerzeugnisse mbH (BZV) in Berlin beteiligt. In der Abo-Zustellung in Berlin arbeiten die drei konkurrierenden Zeitungsverlage Berliner Morgenpost, Berliner Zeitung/Berliner Kurier und Tagesspiegel schon seit längerem zusammen. Über die BZV wird sie seit Jahren gemeinsam organisiert. 1993 gründeten der Tagesspiegel und der Ullstein Verlag (Berliner Morgenpost) die BZV, 1996 kam Gruner+Jahr (Berliner Zeitung) als weiterer Gesellschafter hinzu. Seitdem sind die drei jeweils gleichberechtigte Anteilseigener. Die BZV beschäftigt als Unternehmen kaum mehr als um die 50 Arbeitnehmer. “Die BZV organisiert, betreut und überwacht den Vertrieb und die Verteilung von Abonnementzeitungen und kostenlosen Anzeigenzeitungen in Berlin und dem angrenzenden Umland. Die Zustellung der Objekte erfolgt durch selbständige Zustellagenturen bzw. im Berliner Umland in Kooperation mit den dortigen Zeitungsverlagen.”Heute soll sich die BZV wieder mehrheitlich an den Zustellagenturen beteiligen. Nach Mediendarstellungen sind 80 Prozent der Zusteller Aufstocker, d.h. sie beziehen neben ihrem Einkommen zusätzlich Hartz IV, weil ihres nicht zum Leben reicht. Weiterlesen