ver.di: DuMont Schauberg soll für Abfindunden bei der FR noch einmal Mittel zur Verfügung stellen

ver.di-Pressemitteilung vom 20. November 2013

Der stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Werneke, hat die Bereitschaft der SPD Beteiligungssholding ddvg zur Zahlung von einer Million Euro für die Vorfinanzierung von Abfindungsansprüchen früherer Mitarbeiter der Frankfurter Rundschau begrüßt. »Auch wenn wir an anderer Stelle immer wieder deutliche Kritik an der ddvg zu äußern haben, hier würdigen wir ausdrücklich, dass die Medienholding der SPD als Miteigentümerin des Druck- und Verlagshauses Frankfurt unserer Forderung nach Übernahme sozialer Verantwortung nachkommt«, betonte Werneke. Weiterlesen

FR-Krise das Ergebnis einer unerwarteten Entwicklung?

In der letzten Ausgabe von mds intern aus dem Januar 2013 wird sich mit der Insolvenz der Frankfurter Rundschau beschäftigt. Der Insolvenzantrag wird mit der Wucht der aktuellen Entwicklungen im Zeitungsmarkt begründet. Hinzu sei der unerwartete Anzeigenrückgang gekommen. Bei einem Anzeigenumsatz von minus 35 % (der FR von 2006 – 2010) davon zu sprechen, dass man von der Dimension keine Vorstellung hatte, dürfte eher unwahrscheinlich klingen. Auf dem Neujahrstreff der MDS -Führungskräfte 2013 wird sogar davon gesprochen, dass man die Marktentwicklung nicht vorhersehen konnte. Wir haben uns die Bilanzen der FR über die letzten fünf Jahre angesehen und möchten auf ein zentrales Problem aufmerksam machen: das der vollmundigen Erklärungen und die sich mit jedem Jahr wiederholende falsche Einschätzung der Markt- und Unternehmenslage, so unsere Meinung. Weiterlesen

ver.di: FR als eigenständigen Titel mit redaktioneller Unabhängigkeit erhalten

“Mit der Entscheidung des Bundeskartellamts, den Weg frei zu machen für eine Übernahme von 28 Redakteurinnen und Redakteuren der Frankfurter Rundschau (FR) durch die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), ist nach langen Wochen und Monaten ein für unsere FR-Kolleginnen und Kollegen zermürbender Prozess zu Ende gegangen. Über 400 Menschen werden ihre Arbeit verlieren”, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Werneke, zur Zustimmung der Wettbewerbsbehörde zur so genannten Sanierungsfusion beider Zeitungen. Zumindest das weitere Erscheinen der Traditionszeitung FR sei damit sichergestellt. Weiterlesen

Bundeskartellamt gibt den Erwerb der Frankfurter Rundschau durch die FAZ frei

Das Bundeskartellamt hat heute das Vorhaben der Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH bzw. der Frankfurter Societät GmbH, das Verlagsgeschäft der Frankfurter Rundschau von der insolventen Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main zu erwerben, freigegeben. Das Vorhaben warf im Hinblick auf die deutschlandweiten Leser- und Anzeigenmärkte, auf denen die Titel der Zusammenschlussbeteiligten tätig sind, keine fusionskontrollrechtlichen Bedenken auf. Problematisch waren demgegenüber die regionalen Leser- und Anzeigenmärkte im Raum Frankfurt / Rhein-Main, auf denen die Entstehung oder Verstärkung einer marktbeherrschenden Stellung der Erwerberin zu erwarten ist. Weiterlesen

Protestkundgebung am 26. Februar in Neu-Isenburg

Am 26. Februar 2013 findet vor dem Werkstor der FR-Druckerei in Neu-Isenburg um 15:30 Uhr noch einmal eine Protestkundgebung statt. Am 25.02.2013 werden die Kündigungen an die FR-Belegschaft zugestellt. Die Gesellschafter MDS und dd_vg wehren sich, den Insolvenzsozialplan vorzufinanzieren. Auf der Versammlung soll über weitere Aktionen beraten werden.

FR-Gesellschafter MDS und dd_vg wollen Insolvenzsozialplan nicht vorfinanzieren

Kurz vor Beginn der Kundgebung der Belegschaft der Frankfurter Rundschau am 19.02.2013 wurde bekannt, dass die beiden FR-Gesellschafter MDS und die dd_vg nicht bereit sind, eine Vorfinanzierung des Insolvenzsozialplans zu übernehmen. Für die rund 400 Arbeitnehmer bedeutet es, das sie die ohnehin geringe Abfindung erst in mehreren Jahren erhalten. Aber die Kündigungen sollen in der kommenden Woche ausgesprochen werden. Trotz der schweren Lage versammelten sich heute nach ver.di Angaben 200 Menschen vor der FR, um noch einmal Haltung zu beweisen und ihre Forderungen zu artikulieren. Der Betriebsratsvorsitzende der FR, Marcel Bathis, kündigte an, dass der Kampf der Belegschaft gegen den geplanten sozialen Kahlschlag weitergehen werde.