Umbau zum gemeinsamen Newsroom von KSTA und Express kommt ohne Kündigungen aus

Ohne betriebsbedingte Kündigungen kommt der derzeitige Umbau der redaktionellen Prozesse von Express und Kölner Stadt-Anzeiger aus. Am 30.05.2017 informierte das Unternehmen auf einer Mitarbeiterversammlung, dass es keine Kündigungen geben werde. Allerdings laufen in den kommenden Monaten zehn bis zwölf Zeitverträge aus. Im laufenden Jahr sollten insgesamt gut 20 Vollzeitstellen in den Redaktionen von „Express“ und „Kölner Stadt-Anzeiger“ abgebaut werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden im Rahmen eines beiderseits freiwilligen Angebots auch mehrere Aufhebungs- sowie Altersteilzeitverträge geschlossen. Einige Kollegen haben darüber hinaus aus eigenem Antrieb das Haus verlassen. Ab September 2017 werden die bisher getrennten Redaktionen von Express und Kölner Stadt-Anzeiger zusammengelegt. Weiterlesen

mopo24.de nicht mehr bei Gruner+Jahr

Nach Angaben des Branchenmagazins horizont soll es einen Streit zwischen DuMont und Gruner+Jahr über die Markenrechte bezüglich der MOPO gegeben haben, der jetzt aber beigelegt sein soll. Konkret scheint es um die Web-Adresse mopo24.de gegangen zu sein, eine reichweitenstarke Web-Adresse der Dresdner Morgenpost. Die Web-Seite wird von der DD+V betrieben, dass zu 60 Prozent Gruner+Jahr gehört. Nach horizont-Angaben soll es darüber schon länger eine Auseinandersetzung geben haben. Im Oktober 2016 soll G+J eine neue Domain unter tag24.de gestartet und mopo24 darauf umgeleitet haben. Jetzt soll es einen eine vertragliche Regelung um die Markenrechte geben – oder haben es vor, schreibt der Branchendienst. Daraus soll sich ergeben, dass G+J die Adresse bis Ende 2017 nutzen, DuMont sie aber erst am Mitte Juni 2018 verwenden kann. 

Warnstreik bei der MOPO

Am heutigen Freitag ist es in der MOPO zu einem Warnstreik gekommen, zu dem der DJV und ver.di aufgerufen haben. Die Tarifverhandlungen über eine Altersteilzeit-Regelung schleppen sich. Die Empörung der Redaktion richtet sich aber auch gegen das untransparente Vorgehen zum Umbau der Redaktion sowie einen unterstellten 25-prozentigen Stellenabbau.  Am Vortag hatte die beiden Gewerkschaften darüber informiert, dass sie neue Tarifforderungen zur Beschäftigungssicherung stellen und mit ein Zukunftstarifvertrag auch auf die kommenden Arbeitsbedingungen Einfluss zu nehmen. Hier die Presse-Info von ver.di und dem DJV. Weiterlesen

Gewerkschaften fordern Sozial- und „Zukunfts“-Tarifvertrag in der MOPO

verdidjvhhmopoAngesichts erneut drohenden massiven Stellenabbaus hat die gemeinsame Tarifkommission von DJV und ver.di Forderungen nach einem Sozialtarifvertrag und „Zukunftstarifvertrag“ beschlossen. Mit den Sozialtarifforderungen signalisieren die Gewerkschaften, dass ein Stellenabbau das Unternehmen einen hohen Preis kosten wird.  Mit dem Zukunftstarifvertrag sollen Qualifizierung und Personalplanung zur Beschäftigungssicherung in der „digitalen Transformation“ tarifvertraglich abgesichert wer-den. Denn es soll nicht allein darum gehen, Abwicklung abzufedern, sondern für alle gute Arbeit und Beschäftigung zu sichern. Währenddessen zieht sich die Auseinandersetzung um den längst überfälligen Altersteilzeittarifvertrag erneut in die Länge. Dies hat die Tarifkommission besprochen und schließlich beschlossen, an dem letzten Verhandlungsstand festzuhalten. Zwar hatte die Geschäftsführung zuletzt diesen Verhandlungsstand bestätigt, dann aber im Weiteren doch wieder längst vereinbarte Regelungen (Kreis jener Personen, die Anspruch auf Altersteilzeit haben) in Frage gestellt. Dies wird von der Tarifkommission nicht akzeptiert. Die Gewerkschaften bestehen deshalb auf dem letzten Einigungsstand.

Bis Juni 2017 soll klar sein, wo die MOPO ihren neuen Standort hat

mopohh08Der Betriebsrat der Hamburger Morgenpost informiert aktuell, dass die Geschäftsleitung des Unternehmens bis Juni 2017 über einen neuen Standort entschieden haben will. Eine neue Anmietung dürfte zu reduzierten Raumkosten führen, auch wenn der Umzug und das Investment in neue Räume viel Geld kosten dürfte, so die Spekulation des Betriebsrats. Zuerst hatte die Unternehmensleitung dementiert, dass man eine Umzug plane, später aber den Mietvertrag für den bisherigen Standort gekündigt. Der Betriebsrat glaubt, dass man den Umbau mit Sanierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der „agilen Redaktion“ verkünden will.