Wie geht es in Berlin weiter mit der MOPO-Politik?

Der MOPO-Betriebsrat beschäftigt sich in einer aktuellen Info sehr kritisch und spekulativ mit der Zukunft der Politiklieferung für die drei DuMont-Boulevard-Titel durch die MOPO-Politikredaktion. Ab 1. Januar 2018 soll sie aus Berlin liefern. Nach seiner Darstellung „wird die Verlagerung der Politik-Redaktion für die MOPO u.E. teurer als heute werden. Eine Drittelung der Kosten für die Politik-Mantellieferung mit dem Kurier und Express für 2018 ist gescheitert. “ Eine Verlagerung nach Berlin sei „betriebswirtschaftlich sinnlos, die Kosten werden sogar steigen, wenn die Berliner die Mietkosten der MOPO in Rechnung stellen würden. In Berlin sollen unsere Kollegen/innen nicht etwa in der gemeinsamen Redaktion von Berliner Zeitung und Berliner Kurier (4. und 5. OG) arbeiten, sondern mitten in der Anzeigenvermarktung im 3. OG ihre Arbeit aufnehmen, weg vom redaktionellen Geschehen… Das Zentralisierungsprojekt von DuMont für die überregionale Mantellieferung von Print und Online ist nicht beendet, sondern wird fortgeführt. Deshalb, so unserer Annahme, bleibt die MOPO auf den Politik-Kosten fürs erste sitzen, da man für 2019 eine andere Lösung anpeilt, die sowohl die DuMont-Hauptstadtredaktion wie die MOPO-Politikredaktion und die anderen DuMont-Titel betreffen dürfte.“

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Hamburgische Bürgerschaft beschäftigt sich mit Lage der Zeitungen in Hamburg

Der Wirtschaftsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft hat sich am 23. November 2017 mit der Lage der regionalen Printmedien in Hamburg beschäftigt, schreibt der MOPO-Betriebsrat in seiner jüngsten Veröffentlichung. Zur Sitzung wurden verschiedene Experten“ geladen. So u.a. Matthias Iken (Hamburger Abendblatt), Jörn Lauterbach (Welt Hamburg) für die Zeitungsverlage. Für die Gewerkschaften waren Martin Dieckmann (ver.di) und Stefan Endter (DJV) dabei. Ebenfalls geladen waren der Betriebsrat des Hamburger Abendblatts und der Hamburger Morgenpost. Nicht von der Partie war die Chefredaktion bzw. Geschäftsleitung der MOPO. Weiterlesen

Vor den Tarifverhandlungen am 20. Oktober in Köln und Hamburg

Am 20. Oktober 2017 kommt es erneut zu Tarifverhandlungen in der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft, aber auch in der MOPO. In Köln geht es um die Durchsetzung eines Anerkennungstarifvertrages für die Beschäftigten der gemeinsamen Lokalredaktionen vom Kölner Stadt Anzeiger und der Kölnischen Rundschau. Das Unternehmen war 2014 gegründet worden und ist seitdem ohne tarifliche Bindung. In der Hamburger Morgenpost geht es am 20. Oktober 2017 weiter um den Abschluss eines Sozialtarifvertrages im Zusammenhang mit dem geplanten Stellenabbau. Weiterlesen

DuMont-Behauptungen zur MOPO treffen nicht zu

mopoIn einem Faktencheck zur Erwiderung der DuMont-Verantwortlichen auf das Schreiben der fünf Fraktionsvorsitzenden beschäftigt sich der Betriebsrat der Hamburger Morgenpost mit den dort aufgeführten Behauptungen. Der Wirklichkeit halten die „Fakten“ von DuMont nicht statt. Weder zur wirtschaftlichen Lage, noch zu Subventionierung oder der Stellenanzahl. Hier das Info im Wortlaut.: Weiterlesen

NDR-Magazin ZAPP: Ratlos im Rathaus

Das NDR-Medienmagazin ZAPP beschäftigt sich in einem aktuellen Beitrag auch mit dem Stellenabbau in der MOPO. „Bei der „Hamburger Morgenpost“ – in Hamburg liebevoll „Mopo“ genannt – wird weiter an der Sparschraube gedreht. Nachdem in den vergangenen Jahren schon diverse Stellen gestrichen wurden, trifft es nun auch den Kernbereich des Hamburger Traditionsblattes: Die Lokalredaktionen.“

Betriebsrat vom MDS-Köln an der Seite der MOPO-Redaktion

Der Betriebsrat von MDS Köln hat sich frühzeitig solidarisch verhalten und in einem Schreiben seine kollegiale Haltung deutlich gemacht. Betont wird, dass man sich gegenseitig um sozialverträgliche Lösungen bemühen muss. Dazu gehört, dass man auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet. „Bei ähnlichen Kostensenkungsprogrammen am Standort Köln stand immer das ernsthafte Bemühen um einen sozialverträglichen Stellenabbau möglichst ohne Kündigungen im Zentrum aller Bemühungen. Dieses Ziel haben wir – mit ganz wenigen Ausnahmen – bei dem anhaltenden Stellenabbau der vergangenen Jahre in Köln stets erreicht. Zu einer entsprechenden Anstrengung in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Betriebsrat fordern wir die Geschäftsführungen in Köln und Hamburg auch im Fall der Hamburger Morgenpost auf.“ Weiterlesen

Welt, Abendblatt und taz informieren über Warnstreik bei der MOPO

Die Hamburger Printmedien greifen den Warnstreik von verdi und DJV bei der Hamburger Morgenpost am 28. September 2017 auf. Die „Welt“ zitiert Martin Dieckmann von ver.di: „In den Verhandlungen sind wir noch weit auseinander, aber die Geschäftsleitung will schon vollendete Tatsachen schaffen. Das nehmen wir nicht einfach hin.“ Die „taz Hamburg“ informiert ebenfalls über den Warnstreik, beschäftigt sich aber wie das „Hamburger Abendblatt“ auch über die Attacke von DuMont gegen das Schreiben der fünf Fraktionsvorsitzenden der Hamburgischen Bürgerschaft. Im Hamburger Abendblatt widersprechen die Parteien der Unterstellung von DuMont, es hätte eine Art Anzeigen-Boykott gegen die MOPO im Zusammenhang mit dem Bundestagswahlkampf gegeben. „Dies wird von den Parteien auf Anfrage bestritten.“ abendblatt.de schrieb am gleichen Tag über den Warnstreik in der MOPO und zitierte de DJV-Geschäftsführer aus Hamburg, Stefan Endter. “ Wenn die Belegschaft weiter schrumpft, wird es keine Zukunft für Pressevielfalt in Hamburg geben.“ Auch die Neue Presse  aus Hannover hat eine dpa-Meldung online mitgenommen.