Konsolidierung der Regionalzeitungen in England

In England hat sich eine neue Regionalzeitungsgruppe durch Zusammenschluss verschiedener Gruppen bzw. deren Verkauf unter dem Namen „Local World“ unter Führung von David Montgomery heraus gebildet. Die Gruppe gehört damit zu den führenden Regionalzeitungen in England. 107 Titel und 60 Web-Seiten gehören zu deren Portfolio. In den 1980er Jahren hatte Montgomery durch Zukäufe die Zeitungskonzentration vorangetrieben. Mit seiner Gesellschaft Mecom stiegt er 2000 in den englischen Zeitungsmarkt erneut ein, formte bis 2008 eine der größten europäischen Zeitungsgruppen. 2009 verkaufte er den Berliner Verlag und die Hamburger Morgenpost an die Mediengruppe DuMont Schauberg. Damals drohte Mecom in England die Insolvenz.

Montgomery hat Kreditprobleme immer noch nicht beseitigt und Aktie geht wieder in den Sturzflug über

Um den 5. März herum soll es ein Aktionärsvotum für den Verkauf des deutschen Geschäfts an die Mediengruppe DuMont Schauberg geben, informiert Mecom heute umständlich die Öffentlichkeit. Klarer ist die Ansage, dass Mecom es nicht geschafft hat, bis zum 28.02.2009 seine Finanzierungsprobleme für den Kredit von 600 Mio. Pfund zu lösen. Die geldgebenden Banken haben Mecom eine erneute Frist bis zum 31.03.2009 gegeben. Der Aktienskurs von Mecom signalisiert die Unzufriedenheit der Anleger mit der Entwicklung. Bis zum 23.02.2009 war der Aktienkurs bei 5,35 Pence angekommen. Seit dem ist wieder Sturzflug von über 20 % Verlust angesagt.

Teilgeschäft in Norwegen verkauft

Meocm hat die beiden norwegischen Titel Sunnmorsposten und Romsdals Budstikke an Polaris Media für £67.4 Mio. verkauft. Nach Unternehmensangaben betrug der Kreditschuldenstand £547 Mio. bevor das deutsche Geschäft und jetzt die beiden norwegischen Titel für £67.4 Mio. veräußert wurden. Aus verdi-Kreisen war zu hören, dass der Eindruck entstehen könne, Montgomery habe die Auflagen der Banken schon erfülllt. Zweifel bleiben.