Der GAU einer Chefredaktion: Hamburger Politik empört über Stellenstreichung in der MOPO

Zum GAU entwickeln sich die Abbau-Pläne des MOPO-Chefredakteurs, Frank Niggemeier, auch in seiner Lokalredaktion, dem Kern der Berichterstattung, das schreibende Person abzubauen. Eingeschlagen hat in der Hamburger Politik die Pläne von  Niggemeier, u.a. die Entlassung der MOPO-Rathausreporterin zu planen. Diese Personalie sorgt für viel Aufregung und Empörung. Katharina Fegebank, Hamburgs zweite Bürgermeisterin meinte dazu: „Was? Das kann doch nicht wahr sein“ . Hamburg Justizsenator, Till Steffens, meint: „MOPO ohne Pinzke? Möglich aber sinnlos!“ Weiterlesen

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Stellenabbaupläne bei der MOPO: Gewerkschaften beschließen Tarifforderungen

Gemeinsame Presseerklärung von ver.di Hamburg und des Deutschen Journalistenverbandes, Landesverband Hamburg (DJV)

Anlässlich des geplanten Stellenabbaus bei der Hamburger Morgenpost (MOPO) fordern die Gewerkschaften DJV und ver.di die Geschäftsführung der Zeitung zu Verhandlungen über einen Sozial- und Zukunftstarifvertrag auf. Am Dienstag war bekannt geworden, dass bei der MOPO, die zur Kölner Mediengruppe DuMont Schauberg gehört, 11 von 83 Stellen abgebaut werden sollen.

„Die Maßnahmen von Verlag und Konzern zielen auf die Substanz der Mopo. Genau dort, wo eine Zeitung wie die Mopo Zukunft hat, wird sie empfindlich geschwächt“, sagt Stefan Endter, Geschäftsführer des DJV Landesverband Hamburg. „Als erstes muss es jetzt um die Betroffenen gehen, aber dann auch um die Entwicklungsfähigkeit der Zeitung, und darin sind alle Beschäftigten einzubeziehen“, ergänzt Martin Dieckmann, Leiter des Fachbereiches Medien bei ver.di Hamburg.

Die Tarifkommissionen von DJV und ver.di haben am heutigen Mittwoch nach einer Kundgebung der Beschäftigten auf dem Betriebsgelände, Forderungen eines Sozialtarifvertrages und zusätzlich eines Zukunftstarifvertrages, der Bestand und Entwicklungsfähigkeit der Mopo sichern soll, beschlossen. Bereits 2015 war es aufgrund umfangreicher Stellenabbaupläne bei der MOPO zu Aktionen, darunter mehreren Warnstreiks, gekommen.

 

Protest gegen Stellenabbau bei der MOPO

Bei einer Kundgebung vor dem Verlagshaus der Hamburger Morgenpost (Mopo) protestierten heute Beschäftigte gegen die erneuten Stellenabbaupläne des Verlages (der zu 100 % zu DuMont Schauberg gehört). Scharfe Kritik äußerte der Betriebsratsvorsitzende Holger Artus, schon im Betriebsrats-Info am 23. August waren die geplanten Maßnahmen und vor allem das Vorgehen des Managements kritisiert worden.

Nach der Versammlung kamen die Tarifkommissionen von ver.di und DJV zusammen und beschlossen Forderungen einerseits nach einem Sozialtarifvertrag, andererseits nach einem „Zukunftstarifvertrag“. Zuerst soll, wegen der Dringlichkeit, über einen Sozialtarifvertrag verhandelt werden.

ndr.de, 90,3 und Hamburg-Journal beschäftigen sich mit DuMont Plänen für die MOPO

ndr903ndr.de beschäftigt sich mit der Maßnahmeplanung von DuMont für ihre Hamburger Zeitung. Hamburgs reichweitenstarke Nachrichtenwelle, NDR 90,3, berichtet auch über die Planungen. Das Hamburg -Journal informiert im Hauptabend-Programm über die Unternehmensabsichten und die ablehnende Haltung von Betriebsrat und Gewerkschaft. „Unverständnis äußerte der Betriebsrat der „Mopo“ gegenüber NDR 90,3. Betroffen sind gerade die Bereiche, auf die man künftig setzen wolle, wunderte sich die Arbeitnehmervertretung. So treffe es Journalisten in der Lokalredaktion und im Sport. Damit werde die Attraktivität der „Mopo“ für die Leser gefährdet – und das in einer Zeit, in der die Zeitung schwarze Zahlen schreibe.“

Das wird der größte Stellenabbau in der MOPO-Redaktionsgeschichte

13072017gelaberDer Betriebsrat der Hamburger Morgenpost beschäftigt sich in einer ausführlichen Stellungnahme noch einmal mit der heutigen Ankündigung, 11 Stellen in dem Unternehmen abzubauen. Hier die Stellungnahme im Wortlaut:

MOPO-Geschäftsleitung und Chefredaktion haben heute darüber informiert, dass sie 11 Stellen in der Redaktion und im Verlag abbauen wollen. Davon betroffen sind vor allem die Lokalredaktion, aber auch der Sport und das Layout und die Mediengestaltung. Der Betriebsrat ist der Meinung, dass es noch eine zweite Welle an Abbau-Maßnahmen geben wird, wenn klar ist, wer aus der Politik nach Berlin geht. Wird die geplante Unternehmenszahl in Berlin überschritten, dürfte es zu weiteren Kündigungen im Hause kommen. Weiterlesen

horizont: Jetzt ist klar, wie viele Stellen in der MOPO abgebaut werden sollen

horizont.net greift den geplanten Stellenabbau in der MOPO auf und schreibt, dass der drohende Abbau seit längerem bekannt war.  „Nun ist auch klar, in welchem Umfang: Die Zeitung aus der DuMont Mediengruppe trennt sich von elf Mitarbeitern, darunter sechs aus der Redaktion. Das gaben Geschäftsleitung und Chefredaktion heute bekannt. Der Betriebsrat kritisiert den Stellenabbau scharf. „