FAZ offenbart DuMonts Konsolidierungsstrategie

Die FAZ schreibt am 4. Oktober 2017 auf ihrer Wirtschaftsseite unter „Unternehmen“ über die einst von DuMont in Berlin so heftig dementierte Gespräche über eine umfassende Kooperation in Berlin. Dabei bleibt offen, ob es nicht um mehr ging. Der Artikel bietet Anlass für Spekulationen. „Für Funke und DuMont ging ging es auch darum, redaktionell zusammenzuarbeiten.‘Wir haben immer gesagt, dass die Angebote unserer Berliner Zentralredaktion auch für Dritte offenstehen. Wir haben mit vielen Verlagen zu diesem Thema gesprochen, auch mit DuMont“, sagte ein (Funke)Sprecher.“ Meedia.de greift die heutige Veröffentlichung auf und schreibt noch einmal, dass ein Grund für ein unterstelltes Scheitern der Kooperation – in Berlin – auch in Personen zu suchen sein sollte.  „Der DuMont-Chef habe die Gesprächspartner mit seinem „überaus selbstbewussten Auftreten“ offenbar verschreckt. Details sind nicht bekannt.“ Weiterlesen

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Betriebsrat vom MDS-Köln an der Seite der MOPO-Redaktion

Der Betriebsrat von MDS Köln hat sich frühzeitig solidarisch verhalten und in einem Schreiben seine kollegiale Haltung deutlich gemacht. Betont wird, dass man sich gegenseitig um sozialverträgliche Lösungen bemühen muss. Dazu gehört, dass man auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet. „Bei ähnlichen Kostensenkungsprogrammen am Standort Köln stand immer das ernsthafte Bemühen um einen sozialverträglichen Stellenabbau möglichst ohne Kündigungen im Zentrum aller Bemühungen. Dieses Ziel haben wir – mit ganz wenigen Ausnahmen – bei dem anhaltenden Stellenabbau der vergangenen Jahre in Köln stets erreicht. Zu einer entsprechenden Anstrengung in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Betriebsrat fordern wir die Geschäftsführungen in Köln und Hamburg auch im Fall der Hamburger Morgenpost auf.“ Weiterlesen

Welt, Abendblatt und taz informieren über Warnstreik bei der MOPO

Die Hamburger Printmedien greifen den Warnstreik von verdi und DJV bei der Hamburger Morgenpost am 28. September 2017 auf. Die „Welt“ zitiert Martin Dieckmann von ver.di: „In den Verhandlungen sind wir noch weit auseinander, aber die Geschäftsleitung will schon vollendete Tatsachen schaffen. Das nehmen wir nicht einfach hin.“ Die „taz Hamburg“ informiert ebenfalls über den Warnstreik, beschäftigt sich aber wie das „Hamburger Abendblatt“ auch über die Attacke von DuMont gegen das Schreiben der fünf Fraktionsvorsitzenden der Hamburgischen Bürgerschaft. Im Hamburger Abendblatt widersprechen die Parteien der Unterstellung von DuMont, es hätte eine Art Anzeigen-Boykott gegen die MOPO im Zusammenhang mit dem Bundestagswahlkampf gegeben. „Dies wird von den Parteien auf Anfrage bestritten.“ abendblatt.de schrieb am gleichen Tag über den Warnstreik in der MOPO und zitierte de DJV-Geschäftsführer aus Hamburg, Stefan Endter. “ Wenn die Belegschaft weiter schrumpft, wird es keine Zukunft für Pressevielfalt in Hamburg geben.“ Auch die Neue Presse  aus Hannover hat eine dpa-Meldung online mitgenommen.

Wieder Warnstreik bei der MOPO

Der Deutsche Journalistenverband (DJV) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) haben für den heutigen Donnerstag die Beschäftigten der Hamburger Morgenpost (MOPO) zu einem zweistündigen Warnstreik für einen Sozialtarifvertrag aufgerufen. Schon zuvor war es im Verlag zu mehreren Solidaritätsaktionen für die durch Entlassung bedrohten Beschäftigten der MOPO gekommen. Die Zeitung gehört zum DuMont-Schauberg-Konzern (u.a. Berliner Zeitung, Berliner Kurier, Kölner Stadtanzeiger, Kölner Express, Mitteldeutsche Zeitung). Weiterlesen

Grüße vom Konzernbetriebsrat von Gruner+Jahr

Liebe Kolleginnen und Kollegen der Hamburger Morgenpost,

Mit Entsetzen und großem Bedauern verfolgen wir, die Konzernbetriebsratsmitglieder von G+J, die Abbaupläne bei Euch. Das berührt uns besonders, da die Mopo vor Jahren zu unserem Konzern gehörte. Gemeinsam haben wir im Konzernbetriebsrat seinerzeit vieles erkämpft.

Die Nachrichten von Stellenabbau und Umzug machen uns betroffen. Massive Einschnitte in allen Bereichen der Mopo mit dem Fitmachen von Online und Print zu begründen, ist der falsche Weg. Dafür braucht es im Gegenteil viele engagierte Mitarbeiter und Führungskräfte, die an die Zukunft eines so traditionsreichen Blattes wie dem Euren glauben. Dieses Sparkonzept ist auch ein Schlag gegen die so wichtige Medienvielfalt hier in Hamburg.  

Ihr steht zusammen, das ist gut und wichtig! Nur so könnt Ihr etwas erreichen. Lasst Euch nicht unterkriegen, Ihr setzt damit ein wichtiges Zeichen für die Zeitungsverlage in unserem Land! Wir wünschen Euch viel Erfolg bei Euren Verhandlungen für einen Sozialtarifvertrag!

Elke Schanz für den Konzernbetriebsrat von G+J

Soli-Grüße aus Köln nach Hamburg

Liebe Hamburger Kolleginnen und Kollegen,

mit großem Unverständnis haben wir, der Betriebsrat der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft, die Pläne der Mediengruppe DuMont für einen weiteren Stellenabbau bei der Hamburger Morgenpost zur Kenntnis genommen. Wir appellieren an den Vorstand der Mediengruppe, auch im Interesse des Unternehmens auf sein Vorhaben zu verzichten. Unserer Meinung nach ist es ein Irrweg, wenn man glaubt, eine Tageszeitung und ihren Online-Auftritt ausgerechnet mit einem massiven Stellenabbau zukunftsfähig machen zu können. Wer Leser und User dauerhaft an sich binden will, kann dies nur mit einer schlagkräftigen und motivierten Redaktion. Wir stehen in der Auseinandersetzung hinter euch und eurem Betriebsrat. Wir unterstützen eure Forderungen, einen Sozial- und Zukunftstarifvertrag abzuschließen und auf  betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten.

Mit freundlichen Grüßen

Betriebsrat der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft (RRG)