DuMont-Chef Bauer reist noch einmal durch die vier Standorte

Am Donnerstag, den 14. März spricht der DuMont-Vorstandssitzende, Dr. Christoph Bauer, vor den Kölner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es geht um die entstandene Info-Lage , dass die Mediengruppe prüft, sich von ihrem Zeitungsgeschäft zu trennen. Dr. Bauer hatte zum Neujahrsauftakt die Redaktion des Kölner Stadt Anzeigers mit den Worten gelobt „Das ist eine der besten Regionalzeitungen in Deutschland,“ aber auch den Express wurde hervorgehoben: „Hier haben wir das erfolgreichste regionale Digitalangebote in Deutschland.“

Am Freitag, den 15. März, will Dr. Bauer es den Berliner Beschäftigten erklären, wie die Lage aus seiner Sicht zu bewerten ist. Zum Jahresauftakt hatte er etwas zurückhaltender zu den Berliner Redaktionen gesagt: „Ich freue mich jeden Morgen auf die überarbeitete Berliner Zeitung und den Berliner Kurier, der ein neues E-Paper optimiert für das Smartphone bekommen hat.

Am Dienstag, den 19. März, will Dr. Bauer es den Hamburgern von DuMont erläutern, wie es weiter geht. Bereits am Montag hatte er in Halle gesprochen.

Bezeichnend z. B. in Köln war bei den Charts zu den Aufgaben in den Regionalmedien, dass an erster Stelle der Punkt, „Strategische Allianzen weiterentwickeln“ stand. Finanzvorstand Hütwohl sprach von „Herausforderungen, die man meistern musste… In 2019 wird das nicht anders sein. Darauf sind wir jedoch vorbereitet.“ Seit der Medienveröffentlichung am 26. Februar 2019 ist klar, was mit „weiterentwickeln“ und „vorbereitet“ gemeint sein könnte: die Prüfung des Verkaufs des Zeitungsbereichs noch in diesem Jahr.

Nach dem Neujahrsauftakt 2019 an den vier Standorten war sicher nicht so schnell eine zweite Runde des Vorstandes geplant. Dabei dürfte der DuMont-Vorstandsvorsitzende auch auf Grund des seit Dezember 2018 existierenden Verkaufsprosepkt so viel nicht erzählen können. Es ist auch zu unterstellen, dass Gespräche mit Kaufinteressierten ihm eine starke Zurückhaltung auflegen dürften.

Selten stellte sich eine Mediengruppe in den letzten Jahren so bloß, wie DuMont. Sei es das Thema „Konstantin-Gate“, die Insolvenz der Frankfurter Rundschau, der Versuch, den Verlust von 112 Mio.€ 2012 nicht zu kommunizieren. Aber auch der Streit um die Ausübung der An- und Vorkaufsrechte beim Bonner General-Anzeigers, die Reaktion deren Gesellschafter sowie die Kartellamts-Strafe wegen wettbewerbswidriger Kartellabsprache oder jetzt die Publizität um einen möglichen Verkauf des Zeitungsbereichs.

Ein Kommentar zu “DuMont-Chef Bauer reist noch einmal durch die vier Standorte

  1. Der Todeskuss des Dr. Bauer

    Mit dem Berliner Verlag fing alles an,. Dr. Bauer kam und lobte die Redaktionen als eine der besten in Deutschland und die Verlagsbereiche und das Callcenter als sehr erfogreich. Kurze Zeit später wurde die Zerschlagung und Äuflösung des Berliner Verlages bekannt gegeben.
    Vorsicht ist also geboten, wenn Dr. Bauer an einen Standort reist, die Mitarbeiter und Produkte lobt. Das ist nur das Zuckerbrot. Hinterher kommt die Peitsche mit Zerschlagung, Entlassung oder Schließung. Psycholgisch gut durchdacht, hat er doch an seiner Seite kompetente Berater für das Abwickeln von Unternehmen und Betriebsräten.

    Ich wünsche allen noch bei und für DuMont Arbeitenden eine gute und sorgenfreie Zukunft, dass Ihr Eure Jiobs zu guten Konditionen behaltet. Ich weiß, bei dem Führungsteam kann es schwer werden, aber man sollte die Hoffnung nie aufgeben…..

    Getreu dem alten Karnevalshit……..

    Die Karawane zieht weiter,, dä Bauer hät Doosch……..

    Kopf hoch!!!

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