Alle Betriebsräte von DuMont treffen sich in Köln

brvoll2018Der Konzernbetriebsrat des DuMont Berliner Verlag (BV Deutsche Zeitungsholding) und auch der Betriebsrat der Hamburger Morgenpost haben in jüngeren Veröffentlichungen die Belegschaften an ihren Standorten über die Zusammenarbeit der Betriebsräte der DuMont Mediengruppe untereinander, aber auch mit der Unternehmensleitung, informiert. Vor allem geht es um ein neues Plenum aller Betriebsratsmitglieder von DuMont: “Am 17. und 18. Mai fand eine erste DuMont-Betriebsrätevollkonferenz im Neven-DuMont-Haus in Köln statt. Es wurde über die zukünftige Zusammenarbeit und den Stand der Verhandlungen in den bisherigen Ausschüssen berichtet, diskutiert und beraten.”

Der KBR schreibt: “Das Zerlegen der DuMont-Verlage hat viele kleine Firmen und auch viele neue Betriebsräte mit zum Teil weniger Rechten zur Folge. Die meisten Kolleginnen und Kollegen spüren das mitunter auch leidvoll. Aber auch die Geschäftsführungen haben es dadurch nicht leichter. Gab es pro DuMont-Standort einen Betriebsrat oder zumindest wenige Betriebsräte, gibt es jetzt 35 Betriebsratsgremien, mit denen die DuMont-Geschäftsführung zu tun hat. (Stand April 2018) …Um unter diesen Umständen die Arbeit für beide Seiten zu vereinfachen, verhandeln Betriebsräte und DuMont-Geschäftsführung schon seit einiger Zeit über eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit von Geschäfts-führungen und Betriebsräten. Verhandelt wird überAusschüsse, die Betriebsverein-barungen verhandeln, die den gesamten DuMont-Konzern betreffen, (Beispiel: Complaince-Regelung), Ausschüsse, die Betriebsvereinbarungen verhandeln, die einen Standort von DuMont betreffen, (Beispiel: Zugangskontrolle in einem Verlagshaus), Ausschüsse, die Betriebsvereinbarungen zu einer speziellen Technik verhandeln, die in einigen Betrieben von DuMont eingesetzt wird, einen Koordinationsausschuss, der die Themen zwischen den Betriebsräten und Geschäftsführungen von DuMont koordiniert und eine Betriebsrätevollkonferenz, die einmal jährlich stattfinden soll.”

Der Betriebsrat der Hamburger Morgenpost widmet sich auch dem Thema. Er schreibt: “Im ganz großen Kreis getroffen haben sich vor Pfingsten die Betriebsräte der DuMont-Gruppe. Dieses Treffen lief auf Einladung des Vorstandes (der offenbar mit der Unmenge an Kleinst-Betriebsräten, die nach den Umstrukturierungen, Ausgliederungen etc entstanden sind, selbst nicht mehr ganz so glücklich ist…). Beschlossen wurde, dass die DuMont-BRs sich über eine Betriebsvereinbarung organisieren und solche Treffen künftig regelmäßig stattfinden. Das Ziel ist eine stärkere Vernetzung und ein verbesserter Austausch zwischen den Standorten und den Unternehmensteilen. Auch der Vorstand hat was davon: Sie wollen künftig verstärkt auf dieser Ebene über Betriebsvereinbarungen reden und es so vermeiden, Themen wie Datenschutz oder Betriebliche Altersvorsorge mit jedem einzelnen BR abstimmen zu müssen. … Ein Workshop der anwesenden Redaktions-Mitarbeiter machte klar: In allen Objekten und an allen Standorten von DuMont kommt es zu massiven Arbeitsverdichtungen (neudeutsch für: verdammt viel Stress!). Durch den Tarif abgesicherte MitarbeiterInnen sitzen neben KollegInnen, die exakt die gleichen Aufgaben übernehmen, aber viel schlechter gestellt sind. Die Konditionen sind oft am gleichen Tisch drastisch unterschiedlich (z.B. Sonntagszuschläge oder eben keine), der Lohnunterschied beträgt dabei z.T. über 1000 Euro brutto pro Monat. Es wird auf KollegInnen massiver Druck ausgeübt, in “billigere”, weil tariffreie, Gesellschaften am gleichen Standort zu wechseln oder in einem Klima der Verunsicherung das Haus zu verlassen. “

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