kress.de: Nach Abbau der Hälfte der Redakteure herrscht ein guter Teamgeist in Berlin

teamgeistKress.de hat sich wie die Süddeutsche vor kurzem im Berliner Newsroom umsehen können. Der kress-Fokus in der Berichterstattung liegt natürlich auf der Chefredaktion. Aus Sicht von Chefredakteur Joachim Arntz läuft es gut in der neuen Redaktion. „Es war wirklich erstaunlich zu sehen, wie schnell sich ein Teamgeist gebildet hat.“ Thilo Knott, der Mann für das Digital in der dreiköpfigen Chefredaktion, meint: “Die Anforderungen, die der moderne Journalismus stellt, seien nur in Teams zu bewältigen.” Aber es gibt auch interessante Information. 

Nur acht bis zehn Prozent der Abonnenten lesen den Online-Auftritt der Berliner Zeitung und dem Berliner Kurier
Thilo Knott sieht für die journalistische Arbeit große Chancen.” Wir haben da eine Situation, die eigentlich für uns ideal und eine Chance ist … Wir haben eine Leserschaft, die im Prinzip überhaupt keine Schnittmengen hat. Die Überschneidung von Abonnenten, die ‚Berliner Zeitung‘ und den ‚Berliner Kurier‘ beziehen, liegt bei drei Prozent, und das sind wahrscheinlich Institutionen. Und nur acht bis zehn Prozent der Abonnenten gehen auch auf die Websites. Das heißt, wir haben eigentlich vier Leserschaften. Das ist eigentlich eine Idealsituation.“

Schade bei der Geschichte von kress.de ist, dass man sich offenbar nicht die Produkte der neuen Gemeinschaftsredaktion angesehen hat. Die Süddeutsche hatte schon darauf hingewiesen, dass bei gemeinsamen Themen – die im Kurier sind sehr hoch im Abgleich zur Berliner Zeitung  – zuerst der Text für die Berliner Zeitung, dann die Fassung für den Kurier geschrieben wird. Beide gehen sie dann später 1:1 in den jeweiligen Online-Auftritt. Mit gezielter Ansprach der vier Leserschaften scheint das eher wenig zu tun zu haben. Im Mittelpunkt dürfte  die Produktion der Zeitungen stehen, weniger die vier Leserschaften.

berliner.kurier.de besteht zu starken Teilen aus Agenturmeldungen bzw. express.de
“Wir achten natürlich sehr darauf, dass sowohl ‚Berliner Zeitung‘, als auch ‚Berliner Kurier‘ ihren Markencharakter behalten, da muss man schauen, wo es Sinn ergibt, die Kanäle zu trennen und wo es Sinn macht, zusammenzuarbeiten.“

Auch hier muss kress.de sich nicht mit dem Web-Auftritt des Berliner-kurier.de befasst haben. Dort wird die Startseite in der Regel stark mit Agenturmeldungen oder dem Kölner Express bestückt. Vermutlich abhängig von den personellen Ressourcen im Digitalbereich gibt es mal mehr, mal weniger Texten aus der Printausgabe des Vortages auf berliner-kurier.de. Der Eigenanteil beim Kurier für seine digitalen Auftritt ist eher sehr gering.

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