„Altpapier“ sieht eine Zeitungslandschaft des Potemkin

altpapierWie üblich, etwas schlecht gelaunt, setzt sich das aktuelle „Altpapier“ mit der am 2. Februar 2017 verkündeten Zusammenarbeit/-legung von Kölner Stadt-Anzeiger und Express sowie der Seitenproduktion für den Stadt-Anzeiger bei den überregionalen Politik/Wirtschaft aus dem Berliner Newsroom auseinander. „Altpapier“, ehemals eine Rubrik in der netzeitung.de, verweist zu Beginn auf den Zweck der Maßnahmen in Köln: „Es ist wieder soweit: Bei einem deutschen Verlagshaus verkündet ein Geschäftsführer (in diesem Fall Philipp M. Froben, DuMont Rheinland): ‚Beide Marken sollen sich künftig noch intensiver auf ihre Stärken fokussieren‘.Erfahrene Altpapier-Leser wissen, was das bedeutet : Es wird gespart.“

Warum auch immer, wird dann das Bild vermittelt, dass sich die Redaktionen in Köln nicht so anstellen sollen. In Berlin hat es die Belegschaft härter getroffen. Auf Grund des Zeitungs-Monopols (in Köln) muss man jetzt eben etwas mehr arbeiten. Bereits heute werde schon vieles gemeinschaftlich für andere erstellt. Warum man auf 1993 zurückgreift und die Journalisten dieser Zeit als eine Art Faultier darstellt, die „um zwölf Uhr Feierabend machten, weil Sie sonst nicht genügend Zeit gehabt hätten, das viele Geld auszugeben“, muss man nicht nachvollziehen. Es ist nicht das erste Mal, dass man im „Altpapier“ ver.di polemisch aufspießt, weil man es zu seiner Darstellung passend benötigt. Es bleibt dennoch daneben.

Im weiteren macht „Altpapier“ da Thema der Rolle des Lokaljournalismus auf, argumentiert aber am Beispiel, dass das hohe Lied auf den Lokaljournalismus eher wie ein Potemkinsches Dorf aussehe, eben wegen der ganzen Gemeinschaftslieferungen. Dabei könnte der Lokaljournalismus eine Rolle spielen, der  Einsatz für den Lokaljournalismus würde sich lohen. Dazu bedarf es es der Verleger (geschrieben „Verlag“) und nachvollziehbar wird kritisiert: „Doch die sind zu sehr damit beschäftigt, die erodierende Fassade mit ein bisschen Farbe zusammenzuhalten.“

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