Wachstum im Digitalgeschäft wird in der Verlagswirtschaft anhalten

umfrage2017.pngEine aktuelle Umfrage des Reuters Institute for the Study of Journalism, an der rund 150 CEOs, Redakteure und Digitalexperten von Verlagen aus 24 Ländern teilnahmen, hat für die Verlagsbranche verdeutlicht: Video, Chat Bots und sprachgesteuerte Assistenten zu bestimmenden Themen in diesem Jahr.  „Grundsätzlich herrscht in der Branche nach wie vor Verunsicherung über die finanzielle Zukunft des Journalismus“ schriebt dnv-Online. „So gaben 33 Prozent der Befragten an, besorgter als noch im Vorjahr über die Nachhaltigkeit ihrer digitalen Einnahmen zu sein. Um dieses Klima zu ändern, wollen Verlage in verschiedene Paid-Content-Modelle investieren. Ein wichtiges Format werden 2017 zudem Videoinhalte. 89 Prozent der Befragten gab an, in Social Video investieren zu wollen und 80 Prozent wollen ihr Angebot an Live Videos über Facebook, Twitter und YouTube ausbauen. Um mit den audiovisuellen Inhalte relevante Einlöse zu generieren, wollen 45 Prozent der Befragten Werbung oder gesponserte Videos als Einnahmequelle ausbauen. Etwa je ein Fünftel will hingegen in Events oder Content und Marketing Services investieren. Im E-Commerce sehen immerhin noch 13 Prozent weiteres Potenzial.“

Da fast die Hälfte der Befragten nach wie vor nicht sicher ist, welche Rolle Facebook und Co. in ihrem Geschäftsmodell spielen sollen, wollen sie mit eben jenen Plattformen verstärkt Neues ausprobieren. Dabei gaben 78 Prozent an, am stärksten in Aktivitäten auf Facebook investieren zu wollen, gefolgt von YouTube (25 Prozent), dem Facebook Messenger (16 Prozent) und Apple News (14 Prozent). WhatsApp, Twitter und Snapchat sind hingegen nur für jeweils 13 Prozent am Wichtigsten.

Investitionen der Verlagsbranche geht vor allem ins Digitalgeschäft 

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Die weitere Digitalisierung der Geschäftsprozesse in den Verlagshäusern zeichnet sich auch in deren Investitionen ab. Noch gibt es keine zusammengefassten Zahlen für 2016, aber der Trend der vergangenen Jahre dürfte sich auch 2016 fortgesetzt haben. So übernahmen DuMont im Dezember 2016 das Hamburg Internet-Unternehmen facelift sowie eine Beteiligung an Upljft. Über DuMont Venture/Capnamic wurde 2016 von DuMont auch Mittel in Start-ups zu deren Finanzierung investiert. 2016 waren es u.a. FATMAP, CHRONEXT oder Stoffbase. Zu den eher desaströsen Investitionen 2016  gehörte bei DuMont der Fehlgriff in JOIZ, auch stellte man Köln TV komplett ein.

Nur von 43 Prozent aller Mediendeals betrafen die Printmedien

2015 betrafen nur noch 43 Prozent aller  registrierten deutschen Deals Printmedien.  Über die Hälfte der Deals (127) betrafen den Digitalbereich (+9%). Vor fünf Jahren waren es noch 58%. 2017 hat es bereits wieder jede Menge Medienübernahmen der Verlagsbranche gegeben. Über den hashtag #mediadeals kann man die M&A-Aktivitäten der deutschen Verlage gewissermaßen „live“ verfolgen.

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