Nummer vier bei der BZV Zustellgesellschaft heißt Fiege – Bewegung in der Berliner Postzustellung

Die drei Berliner Zeitungsverlage Berliner Morgenpost, Berliner Verlag und Tagesspiegel hatten bei der Organisierung ihrer Abonnenten-Zustellung davon gesprochen, dass sie einen vierten, strategischen Partner, für die Zustellgesellschaft BZV gewonnen hätten.  Jetzt ist klar,  dass es Fiege Logistik wird. Ein Anteilserwerb wurde beim Kartellamt am 6. Dezember 2016 angemeldet (update 16.12.2016: und wurde am 13. Dezember 2016 freigegeben). Als reiner Mitgesellschafter bringt Fiege wenig Sinn. Ohne eine neue Geschäftsidee wird sich die Lage der BZV Zustellgeschaft nicht grundlegend verändern. Insofern kann es sein, dass mit Fiege ein weiteres Geschäftsfeld eröffnet wird. Bisher gab es Gerüchte von einer 10-prozentigen Beteiligung an der BZV. Beim Kartellamt wurde ein „mit­tel­ba­rer Kon­trol­l­er­werb der Ber­li­ner Zu­stell- und Ver­triebs­ge­sell­schaft für Drucker­zeug­nis­se mbH u.a“ angemeldet.

Fiege ist auch Dienstleister für andere Zeitungsverlage in deren Verbreitungsgebiet

Die Fiege Gruppe aus NRW  ist mit ihren Tochterunternehmen für verschiedene Zeitungsverlage in ganz Deutschland tätig. Auf die Zusammenarbeit mit Regionalzeitungen ist Fiege Last Mile spezialisiert. Zu den Kunden des Logistikdienstleisters gehören u.a. das Medienhaus Lensing aus Dortmund (Ruhr Nachrichten), die Freie Presse aus Chemnitz sowie das Schweizer Medienunternehmen Tamedia. Zum Dienstleistungsportfolio zählen neben Logistikberatung und -organisation auch die Entwicklung von Logistiksoftware sowie Kurier- und Paketdienstleistungen.

Fiege im Joint Venurre mit der FAZ in Frankfurt 

Mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung unterhält der Logistikdienstleister das Joint Venture Medienservice. Es stellt in der Metropolregion Frankfurt am Main selbst zu. Darüber hinaus organisiert Medienservice gemeinsamen mit Kooperationspartnern die bundesweite Zustellung von überregionalen Zeitungen und Zeitschriften.

Konzentration am Berliner Postzustellmnarkt, PIN Mail geht an Postcon

Im Berliner Postzustellmarkt ist gerade Bewegung. Die Berliner PIN Mail wird von Postcon, mehrheitlich zu niederländische PostNL gehörig, übernommen. Die Holtzbrinck Publishing Group – nicht der Tagesspiegel Mit-Gesellschafter Dieter von Holtzbrink Medien – der Georg von Holtzbrinck GmbH&Co. KG (vor allem Buch- und Fachmedien) trennt sich von ihrem 25prozentigen Anteil an der Pin Mail. Zum Deal gehören auch die Anteile von Holtzbrink an der Mail Alliance, einem bundesweiten Zustellverbund. Zur Mail Alliance gehören rund 140 regionale Briefdienste, die über das Netzwerk überregionale Brief- und Warensendungen austauschen. Zu den Gesellschaftern des Verbunds zählen auch Madsacks Citipost-Verbund u.a.. Postcon zufolge ist es denkbar, einen Teil der zusätzlich erworbenen Anteile an der Mail Alliance an Partner abzugeben.

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