Hans-Peter Buschheuer: DuMont trudelt in die wirtschaftliche Krise

In einem Beitrag für das DJV-Fachmagazin „journalist“ beschäftigt sich Hans-Peter Buschheuer mit der Perspektive der Berliner Zeitung und des Berliner Kurier. meedia.de hat den Beitrag auf ihrer Seite veröffentlicht. Das Geschehen im Berliner Verlag ordnet er in die Strategie der DuMont Mediengruppe ein bzw. verweist auf die Abhängigkeiten und deren Folgen für die beiden Zeitungstitel. Er spricht von der Gefahr, dass die falsche Strategie von DuMont in den vergangenen Jahren “ auch das ganze Verlagshaus mitsamt seinen Besitzern in die wirtschaftliche Krise trudelt.“ zieht.

In seinen Augen wird im Berliner Verlag aktuell das Ziel einer Brachialsanierung verfolgt. Die gemeinsame Inhalteproduktion von Berliner Zeitung und Berliner Kurier sind für ihn eine „Missachtung oder Unkenntnis journalistischer Basics“. Sie ziehe sich „durchs gesamte Haus DuMont und habe schon das Stammhaus in Köln erreicht…. Die Erben der zwei Familienstämme DuMont und Schütte lassen jedes publizistische Interessen vermissen.“ Bei seiner harten Kritik blendet er nicht die Lage der Printmedien aus und betont, dass die Krise alle Verlag gleichermaßen tritt. „Die Ursachen dafür sind global…Vieles in Berlin ist aber home-made, besonders im Staate DuMont. wo am wenigstens Daseinsvorsorge für das einstiege Medienimperium getroffen wurde“ und bezieht sich auf die diversen Sparrunde, die in seinen Augen  panische Sparhammer waren. „Die Folgen: Immer kleinere Redaktionen machen immer dünnere Zeitungen für immer weniger Leute.“ Buschheuer arbeitet sich an den journalistischen Innovationen des Tagesspiegels („Newsletter Checkpoint“) oder der Berliner Morgenpost ab und stellt die bescheidenden von DuMont denen gegenüber.

Hart geht er mit dem Vorgehen gegenüber den beiden Redaktionen zum Berliner Newsroom um.“Die neue, stark verkleinerte Redaktion setzt sich aus’alten‘ Redakteuren zusammen, denen ein gnädiges Angebot unterbreitet wird.“ Den vom Abbau betroffen Redakteuren bleibe nur noch die „Abfindung als Dank für ihre Lebensleistung. „Den Chefredakteuren der vereinten Blätter dürfte der Sparzwang durchaus sympatisch sein. Quasi als Kollateralnutzen können sie sich ihre Wunschtruppe zusammenzimmern, frei von so genannten ‚Minderleistern‘ und ‚Low Performern'“.

 

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