Foto: Klaus Daub

Auf der heutigen Betriebsversammlung der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft war der redaktionelle Umbau in Berlin auch Gegenstand der Debatte. Die Betriebsratsvorsitzende, Regina Bappert, sagte im Zusammenhang mit der Handreichung von „Berliner“ zur Stärkung der Haltung der Belegschaft: „Die Berliner, die der Betriebsrat heute gespendet hat, sollen ein subtiler Hinweis darauf sein, dass wir das, was beim Berliner Verlag gerade geschieht, mit Aufmerksamkeit und großer Sympathie für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen beobachten.“ Dafür gab es spontanen Applaus von der RRG-Belegschaft.

Im Bericht des Betriebsrates wurde auch auf die Stellenausschreibungen in Berlin eingegangen, die derzeit für uns alle sichtbar im Intranet stehen:  „Dieser Begriff „Multimedia-Redakteur/Regio“ (es gibt ihn auch in den Varianten /Story /Kultur /Investigativ u.s.w.) dient letztendlich nur dazu, den Eindruck zu erwecken, dass es sich um etwas ganz anderes, etwas ganz neues handelt als den bisherigen Journalismus. Wofür dann auch ganz andere, ganz neue Leute gebraucht werden. Weswegen es dann angeblich auch kein Betriebsübergang nach 613a BGB ist. Unter der Überschrift ,Digitale Transformation‘ wird vorgeblich der ,Journalismus von morgen‘ erfunden, also ob wir nicht schon alle seit vielen Jahren für alle Kanäle produzieren würden. Wischt man mal all diese inhaltsleeren Worthülsen beiseite, wird sichtbar, um was es tatsächlich geht: Die drastische Senkung der Personalkosten. Der Personalabbau ist kein Nebeneffekt der Digitalen Transformation. Er ist das eigentliche Ziel.“

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