DuMont verkauft Call-Center und überlässt den Stellenabbau anderen

gbrddIn Halle und Berlin droht der Arbeitsplatzverlust für 250 Beschäftigten des bisherigen Call-Center  der DuMont Mediengruppe, DuMont Dialog. Nach Angaben des Gesamtbetriebsrats will der Käufer, walter services, in Halle 100 neue Stellen ausschreiben, auf die sich die rund 300 Beschäftigten am Hallenser Standort bewerben sollen. In Berlin arbeiten noch rund 40 Call-Center Mitarbeiter, die sich auch Sorgen machen, dass der Berliner Standort eingestellt werden könnte. Insgesamt arbeiten rund 350 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei DuMont Dialog. „Durch die Dialog-Kollegen wird der telefonische Abonnenten-Service für die Berliner Zeitung, den Berliner Kurier, die Hamburger Morgenpost, den Kölner Express, den Kölner Stadtanzeiger, die Mitteldeutsche Zeitung, die FAZ und Madsack-Titel gewährleistet. Unternehmerische Fehlentscheidungen der vergangenen Jahre haben die DuMont Dialog in eine wirtschaftliche Schieflage gebracht; DuMont hat seine Call-Center-Tochter daher inzwischen zum 1. Januar 2017 an Walter Services verkauft.“ Hier die GBR-Info im Wortlaut:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die DuMont Dialog GmbH gehörte bisher zum DuMont-Konzern und betreibt Call-Center mit ca. 350 Kollegen in Berlin Halle (Saale). Durch die Dialog-Kollegen wird der telefonische Abonnenten-Service für die Berliner Zeitung, den Berliner Kurier, die Hamburger Morgenpost, den Kölner Express, den Kölner Stadtanzeiger, die Mitteldeutsche Zeitung, die FAZ und Madsack-Titel gewährleistet.

Unternehmerische Fehlentscheidungen der vergangenen Jahre haben die DuMont Dialog in eine wirtschaftliche Schieflage gebracht; DuMont hat seine Call-Center-Tochter daher inzwischen zum 1. Januar 2017 an Walter Services verkauft; Walter ist einer der großen deutschen Call-Center-Betreiber.

Am Standort Halle werden jedoch bereits jetzt Fakten geschaffen: für den Standort Halle wurden von Walter Services zum 1. Dezember dieses Jahres 100 Stellen ausgeschrieben, für die sich auch die bisherigen 300 bei DuMont Dialog beschäftigten Kolleginnen und Kollegen bewerben müssen. Die bisherige Dialog GmbH soll Mitte 2017 geschlossen werden. Die derzeit noch in Halle telefonierten Aufträge sind bereits teilweise auch an Walter-Standorte u.a. in Magdeburg und Mannheim vergeben.

Mit diesem Weg hatte DuMont gehofft, sich still und leise von Mitarbeitern trennen zu können, die bereits viele Jahre und teilweise Jahrzehnte für die Mitteldeutsche Zeitung, die Kölner Titel, den Berliner Kurier und die Berliner Zeitung gearbeitet haben. Diesen Weg der Mitarbeiter-Entsorgung hatte Dr. Bauer, Geschäftsführer des DuMont-Konzerns, bereits am 3. November gegenüber der „Zeit“ angedeutet. Die selbe Art, sich von Personal zu trennen, wird auch am DuMont-Standort Berlin praktiziert: bei der neu geschaffenen Newsroom GmbH sollen sich zu erheblich schlechteren Bedingungen Redakteure bewerben, die bisher bei Berliner Zeitung und Berliner Kurier beschäftigt waren. Mindestens 50 Arbeitsplätze sind bei den Redaktionen betroffen.

DuMont möchte sich aus der Verantwortung stehlen: der Leserservice in Berlin mit derzeit noch 40 Kolleginnen und Kollegen wird voraussichtlich geschlossen; am Standort Halle droht im Call-Center ein Arbeitsplatzverlust für bis zu 200 bisherige DuMont-Beschäftigte.

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