ver.di-Flugblatt vor Volksbühne zur DuMont Buchvorlesung

Vor dem „Roten Salon“ in der Volksbühne Berlin am Rosa-Luxemburg-Platz hat ver.di heute ein Flugblatt an die Besucher einer Buchvorlesung überreicht und auf die Abbau-Planungen im Berliner Verlag hingewiesen. Bernie Meyer stellt sein neues Buch „Rosalie“ vor. Veranstalter der Buchvorlesung ist der DuMont Buchverlag, ein Unternehmen der DuMont Mediengruppe. Hier der Wortlaut des Infos.

Liebe Besucherinnen und Besucher der Lesung von Berni Mayer,

stellen Sie sich vor, Sie arbeiten 20 Jahre mit Herz und Seele für ein Unternehmen und dann gründet man eine neue Firma und fordert Sie auf, sich dort zu bewerben. Wer nicht genom-men wird, bekommt die Kündigung. Kaum vorstellbar, aber DuMont, das Familienunterneh-men aus Köln, macht es genauso in Berlin bei der Berliner Zeitung und dem Berliner Kurier.

Der DuMont Buchverlag ist ein Teil des Konzerns. Sie freuen sich auf unterhaltsame Stunden bei der Lesung von Bernie Mayers neuem Roman „Rosalie“. Dazu wünschen wir Ihnen viel Spaß! Nehmen Sie sich trotzdem ein wenig Zeit, zum Lesen dieser wahren Geschichte.

Ein Großteil der Kolleginnen und Kollegen in den beiden Redaktionen Berliner Zeitung und Berliner Kurier, in der IT und dem Callcenter werden ihre Arbeitsplätze verlieren und sehen einer unsicheren Zukunft entgegen. Denn DuMont vollstreckt jetzt das härteste Sanierungs-programm seiner Geschichte. Betroffen ist praktisch die gesamte Berliner Verlagsgruppe.

 Den Beschäftigten der IT-Sparte wurde mitgeteilt, dass ihr Bereich geschlossen wird. 16 Kolleginnen und Kollegen werden auf die Straße geworfen.

 Den 350 Callcenter-Beschäftigten der DuMont Dialog in Berlin und Halle wurde mit-geteilt, dass sie verkauft sind – ohne jegliche Beschäftigungsgarantie

 Und schließlich wurde den Mitarbeitern von Berliner Zeitung und Berliner Kurier verkündet, dass ihre Redaktionen zum 30.6.2017 geschlossen werden sollen. Eine neue Gesellschaft soll die beiden Zeitungen künftig herausgeben. Besonders erniedri-gend: Von den 160 Stellen für Mitarbeiter und Redakteure werden 50 Stellen gestri-chen werden. Doch befürchtet werden weit mehr Entlassungen, denn auch von au-ßen werden neue, jüngere und billigere angeworben. Der absehbare Verlust an jour-nalistischer Kompetenz spielt offenbar keine Rolle.

Für die Kolleginnen und Kollegen ist es eine Zumutung: Für diejenigen, die bleiben dürfen, mit ungewisser Zukunft dann doppelt so viel leisten sollen, und vor allem für diejenigen, die DuMont kurzerhand entlassen will. Als Gewerkschaft Ver.di stehen wir fest an der Seite der Kolleginnen und Kollegen in der Berliner Verlagsgruppe. Mit ihnen gemeinsam werden wir Widerstand organisieren gegen die Konzernentscheidungen. Wir wollen für sozialverträgliche Lösungen und für Alternativen gemeinsam mit den Beschäftigten streiten!

Unterstützen Sie die Beschäftigten bei ihrem Kampf um ihre Arbeitsplätze und für soziale Lösungen! Schreiben Sie an die Geschäftsführer von DuMont: Jens.Kauerauf@dumont.de, Michael.Braun@dumont.de, Sabine.Cramer@dumont.de und Markus.Stache@dumont.de

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