Ungesunde Zukunft für die Mitarbeiter!

11112016ver.di wendet sich heute an die Besucher und Besucherinnen der Gesundheitsmesse des Berliner Verlages. Das Flugblatt informiert über die Planungen am Berliner Standort und die Folgen für die Arbeitnehmer. Man wolle sich gegen diese Maßnahmen wehren, als Verbraucher wird darauf verweisen, dass man die Geschäftsführung anschreiben kann.

Liebe Besucherinnen und Besucher der 1. Gesundheitsmesse,
liebe Leserinnen und Leser von Berliner Zeitung und Berliner Kurier,

zum ersten Mal findet die Gesundheitsmesse im traditionsreichen Berliner Verlagshaus statt – wegen des Auszugs des Verlages vermutlich auch zum letzten Mal. Wir wünschen Ihnen viel Spaß und interessante Vorträge, attraktive Fitnessangebote und tolle Gewinne!

Doch während Sie vital & gesund für heute & immer sein sollen, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den beiden Redaktionen, in der IT, dem Callcenter schlaflose Nächte und sehen einer ungesunden Zukunft – ohne Arbeitsplatz – entgegen.

  • Denn die Kölner Mediengruppe DuMont, zu der die Berliner Zeitung und der Berliner Kurier gehören, vollstreckt genau in diesem Augenblick das härteste Sanierungsprogramm ihrer Geschichte. Betroffen ist praktisch die gesamte Berliner Verlagsgruppe.
  • Den Beschäftigten der IT-Sparte wurde mitgeteilt, dass ihr Bereich geschlossen wird. 16 Kolleginnen und Kollegen werden auf die Straße geworfen.
  • Den 350 Callcenter-Beschäftigten der DuMont Dialog in Berlin und Halle wurde mit-geteilt, dass sie verkauft sind – ohne jegliche Beschäftigungsgarantie
  • Und schließlich wurde den Mitarbeitern von Berliner Zeitung und Berliner Kurier er-öffnet, dass ihre Redaktionen zum 30.6.2017 geschlossen werden sollen. Eine neue Gesellschaft soll die beiden Zeitungen künftig herausgeben. Besonders erniedrigend: Die 160 Mitarbeiter und Redakteure müssen sich auf ihre eigenen Stellen bewerben – nach 10, 20, 25 und noch mehr Jahren, die sie für ihre Zeitungen gearbeitet haben.. 50 Stellen sollen gestrichen werden. Doch befürchtet werden weit mehr Entlassun-gen. Der absehbare Verlust an journalistischer Kompetenz spielt offenbar keine Rolle.

Für die Kolleginnen und Kollegen ist es eine Zumutung: Für diejenigen, die bleiben dürfen, mit ungewisser Zukunft dann doppelt so viel leisten sollen, und vor allem für diejenigen, die DuMont kurzerhand entlassen will. Als Gewerkschaft Ver.di stehen wir fest an der Seite der Kolleginnen und Kollegen in der Berliner Verlagsgruppe. Mit ihnen gemeinsam werden wir Widerstand organisieren gegen die Konzernentscheidungen. Wir wollen für sozialverträgliche Lösungen und für Alternativen gemeinsam mit den Beschäftigten!

Sprechen Sie mit den Verantwortlichen, schreiben Sie an die Geschäftsführer Jens.Kauerauf@dumont.de und Michael.Braun@dumont.de! Unterstützen Sie die Beschäf-tigten bei ihrem Kampf um ihre Arbeitsplätze, damit die Zeitungstitel und Online sowie der Vertrieb/Marketing und die Anzeigen weiterhin starke Werbepartner bleiben können!

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