ver.di-Flugblatt Aktion zur Reise-Messe des Berliner Verlages

reisemesse2016Liebe Besucherinnen und Besucher der 6. Reisemesse,
liebe Leserinnen und Leser von Berliner Zeitung und Berliner Kurier,

an diesem Wochenende findet zum letzten Mal die Reisemesse im traditionsreichen Berliner Verlagshaus statt. Wir wünschen Ihnen viel Spaß und interessante Vorträge, attraktive Reise-angebote und tolle Gewinne!

Doch während Sie von Sonne, Sand und Meer träumen dürfen, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den beiden Redaktionen, in der IT, dem Callcenter schlaflose Nächte.

Denn die Kölner Mediengruppe DuMont, zu der die Berliner Zeitung und der Berliner Kurier gehören, vollstreckt genau in diesem Augenblick das härteste Sanierungsprogramm ihrer Geschichte. Betroffen ist praktisch die gesamte Berliner Verlagsgruppe.

  • Am Dienstag der vergangenen Woche wurde den Beschäftigten der IT-Sparte mitge-teilt, dass ihr Bereich geschlossen wird. 16 Kolleginnen und Kollegen werden auf die Straße geworfen.
  • Am Mittwoch wurden den 350 Callcenter-Beschäftigten der DuMont Dialog in Berlin und Halle mitgeteilt, dass sie verkauft sind – ohne jegliche Beschäftigungsgarantie
  • Und am vorigen Donnerstag schließlich wurde den Mitarbeitern von Berliner Zeitung und Berliner Kurier mitgeteilt, dass ihre Redaktionen geschlossen werden sollen. Eine neue Gesellschaft soll die beiden Zeitungen künftig herausgeben. Besonders erniedri-gend: Die 160 Mitarbeiter müssen sich auf ihre eigenen Stellen bewerben. 50 Stellen sollen gestrichen werden. Doch befürchtet werden weit mehr Entlassungen. Der ab-sehbare Verlust an journalistischer Kompetenz spielt offenbar keine Rolle.

Für die Kolleginnen und Kollegen ist es eine Zumutung: Für diejenigen, die bleiben dürfen, mit ungewisser Zukunft dann doppelt so viel leisten sollen, und vor allem für diejenigen, die DuMont kurzerhand entlassen will.

Als Gewerkschaft Ver.di stehen wir fest an der Seite der Kolleginnen und Kollegen in der Berliner Verlagsgruppe. Mit ihnen gemeinsam werden wir Widerstand organisieren gegen die Konzernentscheidungen. Wir wollen für sozialverträgliche Lösungen streiten und für Alterna-tiven gemeinsam mit den Beschäftigten!

Diskutieren Sie mit den Verantwortlichen, schreiben Sie an die Geschäftsführer Jens Kauerauf und Michael Braun! Unterstützen Sie die Beschäftigten bei ihrem Kampf um ihre Arbeitsplätze, damit die Zeitungstitel und Online sowie der Vertrieb/Marketing und die An-zeigen weiterhin starke Werbepartner bleiben können!

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