Studierende solidarisieren sich mit den Beschäftigten des Berliner Verlages

In der vergangenen Woche hat die Leitungsebene der DuMont Mediengruppe den Beschäftigten des Berliner Verlages einen Sanierungsplan vorgestellt. Nach diesem werden fortan die Titel Berliner Zeitung und Berliner Kurier von der neugegründeten Berliner Newsroom GmbH produziert. Die beiden Redaktionen sollen zusammengelegt und mindestens 50 Stellen gestrichen werden.

Wir Studierenden des Studiengangs Kulturjournalismus an der Universität der Künste Berlin beobachten diese Entwicklung mit großer Sorge. Die Berliner Zeitung und der Berliner Kurier leisten einen wichtigen Beitrag zum regionalen Meinungspluralismus. Sie sind Bestandteil einer lebendigen Kulturberichterstattung in einer so vielfältigen Stadt wie Berlin.

Für uns ist unerklärlich, wie mit dem angekündigten Personalabbau die bisherige publizistische Qualität gewährleistet bleiben soll. Darüber hinaus befürchten wir, dass durch die Zusammenlegung der Redaktionen das eigenständige Profil der beiden Titel leiden wird.

Personalabbau kann keine Antwort auf den digitalen Wandel sein

Wenn wir wirklich eine freie Presse wollen, brauchen wir eine breit aufgestellte Medienlandschaft. Die Zusammenlegung von Redaktionen und der Abbau von Personal steht dieser Vorstellung entgegen.

Uns als journalistischem Nachwuchs ist bewusst: Journalismus im digitalen Zeitalter verändert sich. Allerdings glauben wir, dass man darauf nicht mit Kostenreduzierung durch Personalabbau antworten kann. Vielmehr gerät mit solchen Sparmaßnahmen die Zukunft des Journalismus in Gefahr – und das betrifft uns alle.

Aus diesem Grund solidarisieren wir uns mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Berliner Zeitung und des Berliner Kuriers.

Die Studierenden des Studiengangs Kulturjournalismus an der Universität der Künste Berlin

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2 Kommentare zu “Studierende solidarisieren sich mit den Beschäftigten des Berliner Verlages

  1. Sprich nicht Hans Kilz vom Aufsichtsrat des DuMont-Konzern davon, dass es gar kein Sparprogramm in Berlin gebe. Also geht es eher nicht um ein wirtschaftliches Problem. Wer finanziert den Stellenabbau oder wer finanziert den Neubeginn? Mir ist die Frage nach der „wirtschafllichen Lösung“ nicht klar.

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