Tagesspiegel-Chefredakteur polemisiert gegen DuMont-Aufsichtsratsmitglied Kilz

Hans-Werner Kilz, Aufsichtsrat-Mitglied der DuMont Mediengruppe, hat in einem Interview auf kress.de noch einmal den Stellenabbau in den beiden Redaktionen „Berliner Zeitung“ und „Berliner Kurier“ erläutert bzw. gerechtfertigt. Man stelle sich bei denen, die man abbauen will, der sozialen Verantwortung. Die 50 Stellen, die man in den Redaktionen abbaut, werden zur Stärkung der Zeitung führen. Die neue Strategie  ist finanziell gut ausstattet. „Wir wollen den Standort Berlin behalten und stärken. Das ist kein Sparprogramm, auch wennmaroldt der Unsinn dauernd geschrieben wird. Außerdem macht es mehr Spaß, für eine Zeitung zu arbeiten, die Geld verdient und nicht verliert.“  Das führte u.a. auf Twitter zu Reaktionen. So sagte der Chefredakteur des Tagesspiegel, Lorenz Maroldt: Für Kilz sind 50 Stellen kein Sparprogramm. „Und schon ist die Erde wieder eine Scheibe.“ 

DuMont Aufsichtsratsmitglied Hans-Werner Kilz sagte zur Perspektive des Umbauprogramms im Berliner Verlag: „Der Vorstand will mit dem neuen Konzept von 2018 an profitabel arbeiten. Wir im Aufsichtsrat trauen und vertrauen ihm.“ Damit reiht er sich in die Linie derer ein, die in der Vergangenheit immer von einem einem schnellen Erfolg am Berliner Standort gesprochen haben.

2016 fast die gleiche Erklärung wie 2012 zur Perspektive nach den Sparmaßnahmen

2012 erklärte das Unternehmen zu den damaligen Stellenabbau-Maßnahmen: „Mit dem geplanten Stellenabbau wird es gelingen, die Strukturen im Verlag effizienter zu gestalten und diesen für die Zukunft neu auszurichten. Die Geschäftsführung bedauert die Maßnahmen, hält sie aber für unvermeidlich. Geschäftsführer Michael Braun: „Die nun beschlossenen Schritte sind schwer zu verkraften und vor allem für alle betroffenen Mitarbeiter von einschneidender Tragweite. Dennoch sind sie notwendig. Wir müssen in einem Schritt den Berliner Verlag aus dem Verlustbereich herausholen. Denn ohne ein wirtschaftlich solides Fundament können Tageszeitungen nicht mehr auf die Umbrüche am Markt reagieren und die so wichtigen Investitionen in die Zukunftsfähigkeit tätigen.“ …Geschäftsführer Stefan Hilscher: „Für eine erfolgreiche Zukunft werden wir auch weiterhin auf die Marktbedeutung des Berliner Verlags und die Stärken unserer Printprodukte im Berliner Markt setzen. Zusätzlich ist es wichtig, dass der Verlag jetzt neue Geschäftsfelder erschließt, um auf die Veränderungen im Markt zu reagieren.“

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