Jetzt auch noch ver.di vor der Tür des Berliner Verlages

Heute hat sich ver.di sichtbar vor dem Berliner Verlag „aufgestellt“. Mit einer Flugblatt-Aktion vor und zur Lage des Berliner Verlages und dessen Unternehmen, will die Gewerkschaft deutlich machen, dass die Arbeitnehmer nicht alleine sind. Mit starken Gewerkschaften wäre eine weitere Partei in der Auseinandersetzung beim Neustart von DuMont in Berlin dabei. ver.di macht in dem verteilten Flugblatt deutlich, dass sie mitmischen kann, wenn sie stark an Mitgliedern ist. Noch bevor etwas passiert ist, bezieht die Gewerkschaft Stellung. Hier das lesenswerte Gewerkschafts-Info im Wortlaut:

Die Zukunft des Berliner DuMont Standorts darf nicht einseitig zu Lasten der Arbeitnehmer gehen

Im Oktober wollen der DuMont Vorstand und die Geschäftsführung der Mediengruppe Berliner Verlag ihr Konzept vom Neustart Berlin vorstellen. Es soll sich dabei um die Weiterentwicklung eines innovativen, digitalen Medienhaus handeln. Vorgestellt werden soll, wer mit umzieht, wie die neue redaktionellen Prozesse in und zwischen der Berliner Zeitung, dem Berliner Kurier, deren Print- und Online-Auftritte und welchen Arbeitsabläufe man im neuen Objekt optimiert werden sollen.

 Von allen Maßnahmen werden die Beschäftigen am Standort hier in Berlin betroffen sein. Die schmerzlichen Einschnitte, von denen Dr. Christoph Bauer auf dem Jahresauftakt im Januar 2016 sprach, dürften vor allem den Verlust des Arbeitsplatzes bedeuten, aber andere Tätigkeiten und andere Ablaufprozesse werden zu diesen Einschnitten gehören.

 Selbst, wenn die Herausforderung für die Arbeitnehmer schwer erscheint: Als ver.di meinen wir, sollten wir uns in diesen Abbau- und Umbauprozess, der in 2017 erst greifen wird, einmischen. Die beiden bisherigen Sanierungswellen 2010 und 2012 haben nicht die versprochenen Ziele einer schwarzen Null erreicht.

 Viele Beschäftigte von Euch sind bereits Mitglied in ver.di/dju oder im DJV. Wir glauben, dass starke Gewerkschaften im Berliner Verlag bzw. den anderen DuMont Unternehmen am Standort für DuMont sich als ein weiterer Verhandlungspartner in diesen Prozess einmischen können.

 Wir sichern mit unserem Rechtsschutz im Falle eine Kündigung Eure sonst von Euch zu tragenden Kosten der Kündigungsschutzklage ab. Je stärker wir als ver.di in den DuMont Unternehmen hier sind, desto mehr können wir uns mit tariflichen Forderungen unmittelbar einmischen. Ob Altersteilzeit oder ein Sozialtarifvertrag gegen die Folgen einer Kooperation in Berlin oder die einfache Frage nach der Höhe der Abfindung, wir können uns über gemeinschaftliches Handeln einmischen.

 Die Identität der Beschäftigten des Berliner Verlages, der Zeitungstitel, des Berliner Abendblatts, der IT, von Vertrieb und Marketing, der Anzeigenabteilung, Berlin Online oder die der Callcenter – Eure Zusammenarbeit als Arbeitnehmer im Unternehmen, das ist und bleibt ein wichtiges Gut. Das zu erhalten, dafür treten wir auch ein. Unsere Perspektive ist der Blick aus Arbeitnehmersicht, nicht aus der der Geschäftsführung.

 Prüft unsere Argumente! Wir würden uns freuen, wenn Du Dich in ver.di organisierst und engagierst. Je mehr wir sind, desto mehr Gestaltungsspielraum haben wir in den kommenden Verhandlungen für die Beschäftigten in den Berliner DuMont-Betrieben. Wir setzen auf Euch!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s