DuMonts Online-Vermarkter Ströer unter Druck – Aktie um fast 20 Prozent gefallen

stroeerDer Werbeflächen- und Online-Vermarkter Ströer ist am Aktienmarkt massiv unter Druck gekommen. Am 21. April 2016 stürzte die Aktie um fast 20 Prozent. Hintergrund ist ein Bericht des Hedgefonds Muddy Waters. „Unserer Ansicht nach liegen das organische Wachstum, der operative Cash Flow und der freie Cash Flow signifkant unter den von Ströer berichteten Angaben.“ Der Großaktionär Telekom hat um Aufklärung gebeten. DuMont hatte 2015 seine gesamte nationale Online-Vermarktung an Ströer gegeben, die später auch den Online-Vermarkter von deutschen Zeitungsverlage, die OMS, übernommen hatten.

„Aus unserer Sicht ist die Ströer SE Co. & KGaA („Ströer“) nicht das Unternehmen, wofür es der Markt anscheinend hält. Unserer Ansicht nach liegen das organische Wachstum, der operative Cash Flow und der freie Cash Flow signifkant unter den von Ströer berichteten Angaben. Dieser Umstand stellt den Kern des Investment Case für Ströer in Frage. Wir haben darüber hinaus ernsthafte Zweifel an der Corporate Governance bei Ströer, und diese Zweifel sind untrennbar mit unserer Einschätzung zur Profitabilität und den Cash Flows des Unternehmens verknüpft.“ Der Ströer-Finanzchef Bernd Metzner sagte, dasss der Bericht „weit hergeholt, mindestens tendenziös und im Ergebnis vollkommen haltlos“ und kündigte die Prüfung rechtlicher Schrittte an.  Zwischenzeitlich hat sich Ströer detailiert zu den Vorwürfen geäußert.  Die Fakten sein „bewusst irreführenderweise dargestellt und mit falschen Behauptungen und Unterstellungen vermengt und damit verfälscht werden, um die Aktionäre von Ströer aus eigenem wirtschaftlichen Interesse (Short-Position von Muddy Waters Capital) gezielt zu schädigen.“

DuMont Schauberg hatte 2015 seine gesamte nationale Online-Vermarktung an Ströer gegeben. Später übernahm das Unternehmen auch noch den Online-Vermarkter großer Zeitungsverlage, die OMS. Es folgte der Digitalvermarkter InteractiveMedia und die Online-Plattform T-Online von der Deutschen Telekom, die dafür mit einem Anteil von 11,6 Prozent Großaktionär von Ströer wurde. Die Telekom habe sich im Rahmen ihrer Aufsichtsratsfunktion bei Ströer gemeldet, darüber hinaus habe es aber keine weiteren Nachfragen gegen, sagte ein Ströer-Sprecher.

Die FAZ widmet sich dem Thema „Muddy Waters“ in liefert einige Informationen zu dem amerikanischen Unternehmen und dessen Geschäftsidee. 

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