Es tut sich wieder was bei DuMont

Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung sprach der Aufsichtsratsvorsitzende der DuMont Mediengruppe, Christian DuMont Schütte,  davon, dass es an der Zeit sei, Schritte in Richtung Kooperationen in Berlin zu gehen. Betont wird, dass es um Themen außerhalb des publizistischen Kerngeschäfts gehe. Die Verleger sprechen hier gerne von der journalistischen Qualität. Wenn die Äußerung von DuMont Schütte von der kommenden Kooperationen nicht nur wieder die politisch übliche Breitseite gegen das Kartellrecht und das Amt ist, müssten den Worten Taten folgen.

2012 war für den Berliner Verlag eine Art Masterplan aufgelegt worden: Mit dem umfangreichen Stellenabbau in der Berliner Zeitung, dem Berliner Kurier und dem Berliner Abendblatt wollte man mittelfristig den Pfad der Tugend, der wirtschaftlichen Erholung, einleiten. In einer Presse-Erklärung von DuMont 2012 hieß es: „Die nun beschlossenen Schritte sind schwer zu verkraften und vor allem für alle betroffenen Mitarbeiter von einschneidender Tragweite. Dennoch sind sie notwendig. Wir müssen in einem Schritt den Berliner Verlag aus dem Verlustbereich herausholen. Denn ohne ein wirtschaftlich solides Fundament können Tageszeitungen nicht mehr auf die Umbrüche am Markt reagieren und die so wichtigen Investitionen in die Zukunftsfähigkeit tätigen.“ Zur damaligen Strategie gehörte auch die Portfolio-Bereinigung. 2013 verkaufte DuMont zur Verbesserung der Lage in Berlin den TIP Berlin, ein Stadtmagazin, an den Raufeld Verlag. Verkauft wurde im gleichen Jahr auch den Warnow Kurier, ein Anzeigenblatt in Rostock, an die sh:z in Flensburg.

Die jüngste Veröffentlichung im Handelsblatt über die wirtschaftliche Lage der Berliner Gruppe von über 8 Mio. € erwarteten Verlust, dürfte ein Indiz dafür sein, dass man sein Ziel, den Berliner Verlag auf ein solides Fundament zu stellen, nicht erreicht haben dürfte. Man darf gespannt sein, was DuMont und der Heinen Verlag sich für die Zukunft des Medienhauses Berliner Verlages für die kommende Zeit vorgenommen haben.   Wenn die Kooperationen in Berlin nicht kommen, dann dürfte es wieder einen längerfristigen Plan zur „Erholung“ geben, was aber dann auch Abbau und Bereinigung mit sich bringen könnte.

 

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