Es ist an der Zeit, in Berlin mit anderen Titeln zu kooperieren

 Die beiden Familienstämme der DuMont Mediengruppe, Neven DuMont und Schütte, demonstrieren neue Geschlossenheit. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung  äußern sich Christian DuMont Schütte und Isabella Neven DuMont zu den Fragen der Zeitung. Der Zeitungsmarkt sei im Wandel, vieles, was man früher gemacht hat, würde man heute so nicht mehr entscheiden. Sie verweisen dabei auf die Frankfurter Rundschau, die unter DuMont 2012 einen Insolvenzantrag gestellt hatte und später an die FAZ verkauft wurde. „Umsatzrenditen von deutlich über zehn Prozent gibt es inzwischen nicht mehr. Diese Zeiten sind vorbei und die Konsolidierung im Markt wird fortschreiten,“ so Christian DuMont Schütte. Man will nicht an der journalistischen Qualität sparen. „Wir prüfen vielmehr, wo wir dank neuer Technologien und kreativer Modelle sparen können.“ Isabella Neven DuMont: „Alles, was wir machen, muss nicht nur publizistisch reizvoll, sondern auch wirtschaftlich vernünftig sein.“

Auf die Berliner Zeitung bezogen spricht Isabella Neven DuMont, dass man „eine  so relevante Medienmarke wie die Berliner Zeitung wollen wir erhalten. Ich erzähle ja kein Geheimnis, wenn ich sage, dass das wirklich schwer ist. Berlin ist einer der am härtesten umkämpften Medienmärkte, anders als beispielsweise Köln oder Halle. Wir haben in Berlin starke Konkurrenz.“ Christian DuMont Schütte: „Zusätzlich zu den Veränderungen, die sich aus der „Perspektive Wachstum“ ergeben, denken wir an Kooperationen mit den anderen Tageszeitungen in Berlin. Wir prüfen, was politisch und kartellrechtlich möglich ist. Es ist an der Zeit für einen solchen Plan.“ Erst Ende vergangene Woche hatte DuMont bestätigt, dass man mit den Berliner Aktivitäten einen größeren Verlust für 2015 erwartet. Das Handelsblatt hatte vor kurzem von einem möglichen Verlust über 8 Mio. € Verlust geschrieben. Bereits im Sommer diesen Jahres hatten Funke und der Tagesspiegel bestätigt, dass man Gespräche über eine Zusammenarbeit führe. DuMont tat sich damals schwer, diese Gespräche zu bestätigen.

Zudem kündigten DuMont Schütte und Neven DuMont an, demnächst einen sogenannten publizistischen Beauftragten der Herausgeber berufen zu wollen. Er soll sich um alle publizistischen Fragen kümmern und neben dem Vorstand agieren.

 

 

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