Rede von Dr. Christoph Bauer am 26.09.2014

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

Ich informiere Sie heute über die Herausforderungen und die Zukunftsperspektiven der Mediengruppe M. DuMont Schauberg und wie wir zukunftsfähig ausrichten und aufstellen können. Parallel zu unserem Treffen finden gerade entsprechende Veranstaltungen an den Standorten statt. Bitte betrachten Sie dieses Treffen als eine erste Information. Heute im Laufe des Tages und in der nächsten Woche werden diese Informationen in Ihren Abteilungen bzw. Bereichen vertieft diskutiert. Sie werden heute auch noch eine Depesche des Vorstandes erhalten, damit Sie wichtige Informationen auch schriftlich vorliegen haben. Die Betriebsräte sind heute Vormittag unterrichtet worden. Ab dem 6. Oktober werde ich Ihnen das Programm an allen vier Standorten persönlich erläutern und für ihre Fragen zur Verfügung stehen.

Die Mediennutzung ändert sich. Mehr als 75 % der Deutschen sind online. Durch die zunehmende Digitalisierung verschieben sich die Kommunikationsgewohnheiten aber immer mehr vom „Schreiben-Lesen“ zum Reden-Sehen-Hören“. Also: weniger gedruckte Tageszeitung, mehr digital, vro allem mobile über Smartphine und Tablet.

Medienutzer beziehen während des Tages über immer mehr Kanäle Informationen und Unterhaltungsangebote. Dabei spielen Gattungsgrenzen kaum noch eine Rolle.

Werbetreibende folgen dieser Entwicklung des Mediennutzungsverhaltens und erwarten von uns Medienhäusern 360-Grad-Angebote aus einer Hand.

Sie wollen mit möglichst geringerem Aufwand ihre Zielgruppe entlang deren Medienkonsum erreichen – die Koordination, also die Verteilung auf verschiedene Mediengattungen, wird von uns erwartet.

Neben dem veränderten Mediennutzungsverhalten warten weitere Herausforderungen auf uns:

Die Digitalisierung ist und bleibt eine Herausforderung. Immer mehr junge dynamische Wettbewerber nutzen die niedrigen Markteintrittsschwellen und die Dynamik des Marktes.

Das kanppe positive Jahresergebnis in Höhe von 1,6 Mio. € im Jahr 2013 und ein 2014 wahrscheinlich leicht negative Ergebnis zeigen, dass wir konsequent die Weichen in Richtung Wachstum stellen müssen.

Die Organisation unseres traditionsreichen Unternehmens hat sich über die Jahrzehnte zwar zu einem komplizierten Netzwerk, aber eben nicht zu einer schlagkräftigen Mediengruppe entwickelt. Heute werden viele Aufgaben an den Standorten mehrfach wahrgenommen, z.B. in den Bereichen Controlling und Rechnungswesen.

Unsere heutige Strategie konnte diese Herausforderungen bisher zu wenig bewältigen.

Auf  die geschilderten Herausforderungen mit unserer aktuellen Tageszeitungsstrategie plus Bundesanzeiger, Beteiligungen und zwei Venture Capital Fonds noch nicht angemessen reagieren können. Die verschiedenen Mediengattungen laufen nebeneinander statt miteinander.

Wir liefern in den unterschiedlichen Bereichen zwar eine hohe Qualität, aber wir müssen der veränderten Mediennutzung und dem Bedeutungsgewinn des lokalen Inhalts mit kundenorientierten Angeboten aus einer Hand begegnen. Dafür müssen wir uns viel stärker als Mediengruppe verstehen.
Wenn man unser heutiges Geschäft analysiert, dann zeigt sich, dass wir auf drei wesentlichen Feldern aktiv sind.

+ Regionale Medien, zum Beispiel Tageszeitungen und Anzeigenblätter plus deren digitale Kanäle;

+ Fachmedien — vor allem der Bundesanzeiger;

+ und das Digitalgeschäft mit zahlreichen Beteiligungen, die wir über zwei Venture Capital-Gesellschaften steuern.

​Allerdings haben wir diese bisher nicht als strategische​ Geschäftsfelder bezeichnet oder in diesen Kategorien gehandelt.

Vorstand und Geschäftsführungen haben in den letzten Monaten gemeinsam an den Zukunftsperspektiven und der Weiterentwicklung von MDS gearbeitet. Ich selbst habe intensiv in Projektgruppen und Workshops diskutlert. Anwesende, die ebenfalls involviert waren, waren ebenfalls tatkräftig dabei und ich danke Ihnen an dieser Stelle ganz herzlich für Ihm Ideen und Ihr Engagement.

Wir haben uns von zwei unternehmerischen Ideen leiten lassen, die man auch als strategische Stoßrichtungen für unsere Mediengruppe sehen kann.

Sie werden sich auf die drei genannten Geschäftste/der auswirken:alle  Regionalmedien, die Fachmedien und unser Digltalgeschäft.

Erstens: Wir wollen wachsen. Wir wollen angesichts des digitalen Umbruchs des Medienmarktes ein nachhaltiges Zukunftsprogramm, das neue Gestaltungsmöglichkeiten und kundenorientierte Geschäftsideen fordert und fördert.

Die Mediengruppe M. DuMont Schauberg hat schon mehrfach erfolgreich gezeigt, wie sie neue Herausforderungen annimmt und zukunftsfähige Lösungen entwickelt,

Wir haben heute die Verantwortung, die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit der Mediengruppe  M. DuMont Schauberg langfristig zu sichern.

Mit dem Zukunftsprograrnm „Perspektive Wachstum“ stellen wir uns neu auf, dabei richten wir unseren Blick insbesondere auf die Markt- und Kundennähe und unsere publizistische Qualität.

Der Erfolg unserer Leitidee „Wachstumsfelder erkennen und erschließen“ wird von drei wesentlichen Faktoren abhängen.

1. Wir brauchen mehr Nähe zu unseren Kunden und unseren Märkten.

2. Wir wollen innovativer werden.

3. Wir wollen die Wirtschaftlichkeit erhöhen.

Zweitens, unserer Ressourcen … ,) die bedingt durch unsere heutige Struktur in mehreren Bereichen und an mehreren Standorten anfallen. Dabei geht es auch um einheitliche, professionelle Standards und das Erschließen von …

Ganz wichtig: Kern unseres künftigen Kurses — und da wiederhole ich mich gerne — ist unsere publizistische Qualität, für die die Mediengruppe M. DuMoht Schauberg seit Jahrzehnten steht.

Wir haben die drei Geschaftsfelder bereits bei den beiden Leitideen gesehen. Regionalmedien, Fachmedien und Digitalgeschäft.

Lassen Sie uns nun durch die drei Geschäftsfelder gehen

1. Die Regionalmedien

Aus den Erfordernissen des Marktes heraus folgt der konsequente Schritt: Ole Mediengruppe bildet neu ausgerichtete, Medienhäuser, in denen alle regionalen Aktivitäten unter einheitlicher Führung gebündelt werden.

Mit den Medienhaus DuMont Rheinland, den Mediengruppen Berliner Verlag — zu dem auch der Standort Hamburg gehört — und Mitteldeutsche Zeitung schaffen wir die Grundlage, Kunden im regionalen Markt aus einer Hand gattungsübergreifend Angebote machen zu können.

Dies bedeutet, dass wir die unterschiedlichen Bereiche
Tageszeitungen, die Anzeigenblätter, aber auch Radio und TV, Ticketing und deren regionale Digitalpendants am Standort einheitlich führen — nur aus dieser Position heraus haben wir die unseren Kunden 360-Grad-Lösungen zu bieten.

2. Säule: Im Markt der Fachmedien wollen wir unsere starke Ausgangslage für eine Wachstumsentwicklung nutzen.

Unser Zugpferd im Geschäftsfeld Fachmedien ist der Bundesanzeiger. Der Fachmedienverlag bietet zurzeit mit 1800 Produkten (Zeitschriften, Bücher, Portale) in sechs Themenbereichen ein vielfältiges Angebot. Er soll in den kommenden Jahren einen wichtigen Beitrag für das Wachstum der gesamten Mediengruppe M. DuMont Schauberg leisten.

Zur 3. Säule: Im Digitalgeschäft werden wir unser ausgesprochen erfolgreiches und attraktives Portfolio weiter entwickeln. Dabei setzen verstärkt auf den Aufbau neuer oder auf die Investition in bestehende Geschäftsmodelle, die uns Synergien mit der Mediengruppe ermöglichen. Zukünftig wollen wir die Angebote verstärkt mit denen der Mediengruppe verknüpfen. Schon heute sind wir über DuMont Venture und Capnamic Ventures an attraktiven Dtgitalunternehmen beteiligt.

Was bedeutet die Neuausrichtung für die Organisation der Mediengruppe?

Die Neuausrichtung von MDS schlägt sich auch in der Orga der Mediengruppe nieder. Es gibt klare Verantwortlichkeiten für unseren Weg zu mehr Kundennähe und Qualität und damit neues Wachstum.
Robert von Heusinger hat die Nachfolge von Franz Sommerfeld im August angetreten. Er verantwortet die publizistische Qualität der Mediengruppe, er steht für die Inhalte und führt damit die Chefredaktionen inklusive der Digitalen Transformation.

Der Vorständsbereich „Verlage und Beteiligungen wird vom Vorstandsvorsitzenden, Dr. Christoph Bauer, in Personalunion geführt. Er verantwortet die Marktthemen und unsere neue Aufstellung. Herr Dr. Bauer ist dafür verantwortlich, die drei neuen regionalen Medienháuser, die Fachmedien, das Digtalgeschäft und die DuMont Net zum Markterfolg und damit zum angestrebten Wachstum zu führen.

Den Vorstandsbereich Finanzen und Verwaltung wird Dr. Eberhard Klein führen. Er verantwortet damit die neu geschaffenen Bereiche: Managementservices für die Gruppe, die die wir auch externen Partnern anbieten, und den Druck. Mit der Bündelung unserer Ressourcen wollen wir Doppel- und Mehrfacharbeiten abbauen. Bisher haben wir Aufgaben an verschiedenen Standorten und in verschiedenen Unternehmen mehrfach ohne einheitliche Standards wahrgenommen Das ist aufwändig und nicht effizient.

Der Vorstandsbereich „Neue Geschäftsfelder und Personal“ wird von Frau Isabella Neven DuMont geleitet. Zu ihrem Bereich gehören auch der Buch- und der Kalenderverlag.

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