MDS beteiligt sich an joiz GmbH mit 35 Prozent

joizAuf den Web-Seiten des Bundeskartellamts ist unter dem Datum 10. April 2015 ein mit­tel­ba­rer An­teil­s­er­werb an joiz GmbH, Ber­lin angezeigt worden. MDS informiert in einer heutigen Presse-Erklärung, dass man sich an der joiz Deutschland GmbH in Berlin beteiligen will, vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamts. Der Anteil beträgt 35 Prozent. Die Beteiligung soll über die DuMont Digital  gehalten werden.

Die joiz GmbH veranstaltet das bundesweite Fernsehvollprogramm joiz mit Inhalten aus den Bereichen Musik, Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung. Joiz ist ein „Social-TV-Sender“ mit interaktiven Sendeformaten, bei denen die Zuschauer mit Chats, Online-Abstimmungen, Skype-Anrufen, Video-Uploads und über soziale Netzwerke das Programm mitbestimmen können.

Die joiz GmbH hatte Mitte Dezember 2014 Insolvenz angemeldet und seine Verbreitung in deutsche Free-TV eingestellt. Das Programm wurde auf Web- und IPTV Verbreitung umgestellt. Im bundesweiten Fernsehen ist die MDS in Höhe von 10 % an der MAIRDUMONT GmbH & Co. KG beteiligt, die 50 % der Anteile der Marco Polo TV GmbH, der Veranstalterin des Pay-TV-Spartenprogramms Marco Polo, hält. 

Der Ableger der joiz AG aus der Schweiz war im August 2013 in Deutschland auf Sendung gegangen. „Die hohen Distributions- und Personalkosten einerseits und die zu geringen TV-Werbeumsätze seien die Gründe für den Insolvenz-Antrag gewesen“, hieß es in einer Mitteilung. Ende Februar 2015 wurde in den Medien darüber informiert, dass etwa die Hälfte der 65 Mitarbeiter ihre Arbeit verlieren würden. Da joiz einen Antrag auf Sanierung zur Weiterführung des Unternehmens in Eigenverwaltung gestellt hatte, stand dem Sender nicht, wie in regulären Insolvenzfällen üblich, ein Insolvenzverwalter vor, der die Unternehmensgeschicke leitet. Die Verantwortung lag und liegt beim Management des Unternehmens.

Die Mediengruppe M. DuMont Schauberg ist bereits seit Januar 2015 erster Lizenznehmer für Joiz Global, die technische Community-Marketing-Lösung. Dahinter versteckt sich eine cloud-basierte, eigenentwickelte Plattform, die User-Interaktionen steigern soll und durch das Sammeln von verhaltensbezogenen Daten zielgenauere Werbung ermöglicht. Die Partnerschaft sei Teil der Video-Offensive von MDS.

Über die Beteiligungsverhältnisse von joiz GmbH und MDS schreibt die KEK:

„Die Mediengruppe M. DuMont Schauberg GmbH & Co. KG verfügt u. a. über umfangreiche Beteiligungen an Zeitungsverlagen (u. a. Kölner Stadt-Anzeiger, Express, Berliner Zeitung, Berliner Kurier, Hamburger Morgenpost), Anzeigenblättern, lokalen Hörfunksendern (u. a. Berliner Rundfunk 91,4 und radio NRW) und lokalen Fernsehsendern (Köln.TV und TV Halle). Im bundesweiten Fernsehen ist die Mediengruppe in Höhe von 10 % an der MAIRDUMONT GmbH & Co. KG beteiligt, die 50 % der Anteile der Marco Polo TV GmbH, der Veranstalterin des Pay-TV-Spartenprogramms Marco Polo, hält. Größter Aktionär der joiz AG ist nunmehr die neu in den Aktionärskreis hinzugetretene IHAG Holding AG. Sie steht in Familienbesitz: 79,03 % der Aktien werden von der Familie um Gratian Anda und 19,35 % der Aktien von der Familie um Carol Franz-Bührle gehalten. Die Mitbegründer der joiz AG, Alexander Mazzara und Kurt Schaad, haben ihre Anteile in Höhe von jeweils 10,45 % auf 2,89 % bzw. 2,88 % reduziert.“

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