MDS Köln: Weitere Verhandlungen am 29. Januar

Mer_stonn_zesammeDie ver.di-Vertrauensleute von MDS Köln informieren auf ihrer ver-di-Web-Seite über den letzten Verhandlungsstand in Köln: „Am vergangenen Donnerstag sollten die Verhandlungen um einen Sozialplan und Interessenausgleich beim Kölner Zeitungsverlag M. DuMont Schauberg eigentlich enden. Aber obwohl die Verhandlungen bis nach Mitternacht dauerten, gelang es unser Gewerkschaft ver.di und dem Betriebsrat nicht, mit dem Unternehmen einen Abschluss zu erreichen. Zwar sei in den Eckpunkten inzwischen weitgehend Einigkeit erreicht, heisst es aus der Verhandlungskommission, aber für eine schriftliche Fixierung habe die Zeit nicht gelangt. Am 29. Januar sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden.

Schon zum 1. Februar will M. DuMont Schauberg den Kölner Standort in rund ein Dutzend eigenständiger Unternehmen aufspalten. Mehr als die Hälfte der heute noch etwa 750 Beschäftigten sind vom Outsourcing betroffen. Darüber hinaus ist in den neuen Unternehmen ein Arbeitsplatzabbau von 42 Stellen geplant.

In den Verhandlungen fordert ver.di die Fortgeltung der Tarifverträge in den ausgegründeten Unternehmen, einen gemeinsamen Betriebsrat für alle betroffenen Beschäftigten und den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen.

Wie zu hören ist, verlaufen die Verhandlungen bei den geplanten Medien- und Managementservices-Gesellschaften besonders schwierig. Die Position des Unternehmens scheint hier sehr stark von Ideologie geprägt. Garantien für den zukünftigen Bestand dieser Gesellschaften soll es nicht geben. Bei der Absicherung der Beschäftigungsverhältnisse in diesen Klein- und Kleinstunternehmen will man nicht über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehen. Offenbar sollen die Kolleginnen und Kollegen in diesen Bereichen möglichst günstig aus der Fürsorgepflicht des Stammhauses entlassen werden.

Während man in Köln noch verhandelte, traten die Kolleginnen und Kollegen der Hamburger Morgenpost in den Warnstreik. Am Standort Hamburg will DuMont Schauberg eine ganze Abteilung schließen, in der auch Betriebsratsmitglieder beschäftigt sind. In einer hausinternen Rundmail forderte die Geschäftsführung die Betriebsratsmitglieder zum »freiwilligen Ausscheiden« auf, weil sonst andere Beschäftigte gekündigt werden müssten. Die Gewerkschaftsforderung nach einem Altersteilzeittarifvertrag zur Abwendung von Kündigungen hat die Geschäftsführung als »nicht verhandelbar« zurückgewiesen.

(von der Web-Seite der ver.di-Vertrauensleute von MDS in Köln)

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