MDS-Betriebsrat in Halle: Wir wollen Weiterbeschäftigung in Wachstumfeldern und keine Kündigungen

mdvh112014Der Betriebsrat der Mitteldeutschen Zeitung in Halle (MDVH) hat sich in einer Betriebsrats-Information mit der Umstrukturierung von MDS am Hallenser Standort beschäftigt. Zentral ist für ihn, dass das Unternehmen auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet und Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten in Wachstumsfeldern des künftigen Medienhauses Mitteldeutsche Zeitung. Der Betriebsrat schreibt: 

Am 28. Oktober 2014 haben die Geschäftsführungen an Standorten der Mediengruppe DuMont Schauberg die Betriebsräte über Auswirkungen des Programms „Perspektive Wachstum“ informiert. Nach der ersten Vorstellung der Pläne des Vorstandes am 26.09.2014 gab es dabei erstmalig detailliertere Informationen über die geplanten Maßnahmen. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand umfasst der Ende September angekündigte Personalabbau alle Standorte. Er bedeutet allein in Halle den Wegfall von 16 Arbeitsplätzen in Blattplanung, Anzeigenservice/Auftragsmanagement sowie Rechnungswesen. Dabei handelt es sich um Bereiche, die zum 1. Januar 2015 in neue DuMont-Gesellschaften wechseln sollen und künftig dem zentralen Management-Service sowie dem Medienservice zugeordnet werden.

 
Ebenfalls werden die Hausverwaltung, Arbeitssicherheit, Controlling, Einkauf sowie Leserreisen/Shop übergehen, in denen kein Stellenabbau vorgesehen ist.

Im MDVH hat es in diesem Jahr bereits einen erheblichen Personalabbau gegeben.

Die Abteilungen Redaktionsarchiv und Redaktionslayout wurden geschlossen, genauso wie Bereiche der Online-Redaktion und– Produktentwicklung. Rund 20 Kolleginnen aus den ServiceCentern sind noch immer ohne akzeptable Weiterbeschäftigungsangebote.

Der Betriebsrat hat sich am 3. November in einer ersten Beratung mit den Planungen der Mediengruppe beschäftigt. Die Arbeitnehmervertretung hatte sich bereits zuvor dafür entschieden, nach § 111 BetrVG einen externen Berater hinzuzuziehen. Der Betriebsrat erwartet in erster Linie, dass das Unternehmen auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet und Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten in Wachstumsfeldern des künftigen Medienhauses Mitteldeutsche Zeitung anbietet. Hier müssen auch Regelungen für die Beschäftigten der ServiceCenter gefunden werden, die zwar ein Abfindungsangebot erhalten haben, nach derzeitigem Stand aber nach Schließung der ServiceCenter aus dem Unternehmen ausscheiden müssten. Wenn es der Arbeitgeber mit seiner Ankündigung ernst meint, dass die Ergebnisse der Planungen noch offen sind, dann heißt dies, dass die Vorstellungen der Arbeitnehmer-vertretungen berücksichtigt werden können. Wenn eine derartige betriebliche Partnerschaft gelebt wird, dann sollten bis zum Ende der Beratungen mit dem Betriebsrat keine Übergänge in neue Gesellschaften vollzogen werden. Wir erwarten darüber hinaus, dass uns genügend Zeit für die Beratungen mit dem Arbeitgeber eingeräumt wird. Wir sind zu ernsthaften Beratungen – vor allem auch dazu, wie ein Stellenabbau sozial verträglich umgesetzt werden kann – bereit.“

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