MDS Köln: Druckmaschine Köbau II wird stillgelegt

In der Nacht zum Samstag wurde im Druckzentrum an der Amsterdamer Strasse letztmalig eine Teilauflage der »Kölnischen Rundschau« auf der Druckmaschine »Köbau II« gedruckt. Die älteste Druckmaschine des Verlags M. DuMont Schauberg wird jetzt stillgelegt. Bereits seit letztem Montag werden täglich 80.000 bis 90.000 Exemplare des »Kölner Stadt-Anzeigers« und der »Kölnischen Rundschau« bei Weiss-Druck in Monschau hergestellt. Die Firma Weiss bezahlt nicht die Tariflöhne der Druckindustrie und kann daher billiger produzieren.Stillgelegt wird außerdem ein Maschinenkopf der neueren Druckmaschine »Köbau III«.

Unserer Gewerkschaft ver.di und dem Betriebsrat ist es gelungen, den Personalabbau im Druckzentrum und im Versand noch einmal ohne Kündigungen umzusetzen. Ein Altersteilzeittarifvertrag und eine Abfindungsregelung wurden mit der Geschäftsführung vereinbart.

Als die Köbau II 1990 in Betrieb genommen wurde, hatte der Verlag M. DuMont Schauberg noch weit über 2000 Beschäftigte. Durch Personalabbau und Ausgründungen großer Teile des Verlages und der Redaktionen in tariflose Gesellschaften ist die Zahl inzwischen auf ein knappes Drittel geschrumpft.

(von ver.di-Web-Seite der Vertrauensleute von M. DuMont Schauberg)

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2 Kommentare zu “MDS Köln: Druckmaschine Köbau II wird stillgelegt

  1. Werden alle Abteilungen in der Zukunft in tariflose Gesellschaften überführt?Man kann davon ausgehen,dass ist noch nicht das Ende des Sparkurs von Mds.Dem Verlag fällt nichts besseres ein als sich von Personal zu trennen.

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