dju NRW zu den Ausgliederungen bei der Rundschau und dem Stadt-Anzeiger

djukstakrUnter der Zeile „Zeitungsverleger-Präsident auf Tarifflucht -Zwei Zeitungstitel mit gleichen Inhalten – 30 Redaktionsstellen werden gestrichen“ beschäftigt sich die dju in ver.di aus NRW mit der geplanten Ausgliederungn von Lokalredaktionen der Kölnischen Rundschau und dem Kölner Stadt-Anzeiger. Kritisiert wird das Verhalten der Unternehmen bei der Beteiligung der Betriebsräte. Hier die Presse-Erklärung der dju in ver.di aus NRW:

Die Deutsche Journalistinnen und Journalisten-Union in ver.di NRW hat den Präsidenten des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) Helmut Heinen kritisiert. „Wer in Tarifverhandlungen lamentiert, er wolle die Tarifflucht von Zeitungsverlagen stoppen und dann selbst Tarifflucht begehen will, ist unglaubwürdig“, sagte dju-Landesgeschäftsführer Christof Büttner. Heinen hatte als Verleger der „Kölnischen Rundschau“ verkündet, er werde die Lokalredaktionen Rhein-Erft, Rhein-Berg, Rhein-Sieg sowie Euskirchen/Eifel ab 1. Juni mit den dortigen Lokalredaktionen des „Kölner Stadtanzeiger“ zusammen legen und Redakteurinnen und Redakteure in eine neue, tariflose „Rheinische Redaktionsgemeinschaft“ überführen. Dabei sollen 30 Stellen in den Redaktionen gestrichen werden.

Der Kölner Verleger Alfred Neven DuMont baue sein Meinungsmonopol im Großraum Köln damit rigoros aus, kritisiert die dju in ver.di. Dass Neven DuMont Ehrenpräsident des BDZV sei, zeige, wohin sich die Verbandsspitze entwickelt, kritisierte Büttner. Das Geschäftsmodell „zwei Zeitungstitel mit gleichen Inhalten“ den Leserinnen und Lesern heute als „vielfältigen und kompetenten Qualitätsjournalismus“ zu verkaufen, sei ein medienpolitisches Desaster.

Die Verleger wollen auch die Etats für die zahlreichen freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kürzen.  „Die so genannten freien Mitarbeiter und die Pauschalisten haben in der Vergangenheit maßgeblich zum Erfolg der Verlage beigetragen. Nun dürfen sie über ihre Zukunft nicht im Unklaren gelassen werden.“, so Büttner.

Der Umgang mit den Beschäftigten sei unverantwortlich: Üblicherweise würden Betriebsräte bei solch umfassenden Betriebsänderungen rechtzeitig und umfassend informiert, um dann gemeinsam nach Alternativen zu suchen. In diesem Fall wurden Betriebsräte und Beschäftigte am gleichen Tag wie die Öffentlichkeit informiert.

Hier die Presse-Erklärung von ver.di als pdf

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