Die Leute bei den Medienmarken halten

20140221-192115.jpgIn einem sehr unkritischen und belanglosem Interview der Süddeutschen Zeitung mit Dr. Christoph Bauer, Vorstandsvorsitzende der Mediengruppe M. DuMont Schauberg, erklärt dieser die überarbeitete Ausrichtung der Gruppe rund um die Medienmarken. Seine nebensächlichen Äußerungen zur Absicht, auch Übernahmen zu verfolgen, werden aus Ermangelung von besonderen Inhalten von den Medien aufgegriffen. Bauer sieht auch künftig Wachstumspotential für die Medien, aber nur durch Aufkauf. Die Neuaufstellung in Berlin sei erreicht worden, jetzt will man dort die Erfolge einfahren.

„Ziel ist es, die Leser bei unseren Marken zu halten, gleich auf welchem Weg. Unsere Gruppe konzentriert sich auf drei Geschäftsfelder: auf die Regionalmedien, auf die Fachmedien, wie zum Beispiel den Bundesanzeiger, und drittens auf das Digitalgeschäft. Das ist noch klein, aber erfolgreich, wir beteiligen uns an zahlreichen jungen Internetfirmen. Unsere Ziele sind primär Wachstumsziele.“ Dabei ist er sich der Rahmenbedingungen für den Zeitungskonzern bewusst. „Wir schwimmen momentan nicht im Geld, das ist sicher richtig, aber M. DuMont Schauberg ist ein Familienunternehmen, keine Kapitalgesellschaft. Wir werden die Rendite und das Eigenkapital stetig verbessern und haben entsprechende Maßnahmen eingeleitet.“

„Der Markt konsolidiert sich. Die Auflagen unserer Tageszeitungen gehen im Durchschnitt um zwei bis drei Prozent zurück, aber wir erreichen mit unseren Marken mehr Menschen als jemals zuvor. Bei den Anzeigen gibt es spürbare Rückgängen.“

„In einem Markt, der sich so stark verändert, gibt es doch nur zwei Möglichkeiten: Sie steigen aus, oder sie gehören zu denen, die gegebenenfalls über Innovationen und Akquisitionen wachsen.“

Auf die Frage nach weiteren Sparmaßnahmen meint Bauer: „Neben den laufenden Maßnahmen ist nichts Neues geplant, aber ich kann heute auch nichts ausschließen. Das hängt von der weiteren Entwicklung der Märkte ab. Generell prüfen wir in allen Bereichen der Mediengruppe, wie wir die Zusammenarbeit noch verbessern können. “ Dem steht die Wirklichkeit entgegen, dass man alleine im Kölner Stadt Anzeiger jedes Jahr 1,3 Mio. € in der Redaktion einsparen soll und an anderen Standort betriebsbedingte Kündigungen ausspricht.

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