Warnstreik auch in der MOPO

In Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern kam es vergangene Woche im Norden zu Warnstreiks. Anlass sind die Zeitungsverlegerforderungen u.a. nach Gehaltsverzicht. Bei uns in der MOPO haben über 40 Kolleginnen und Kollegen am 13. Mai 2011 am Warnstreik von ver.di und DJV aus Verlag und Redaktion teilgenommen. Im Prinzip war die komplette Mannschaft vor der Tür. In der Bergedorfer Zeitung kam es am Vormittag in Redaktion und Setzerei ebenfalls zu einem Warnstreik.

In den Lübecker Nachrichten beteiligten sich ca. 50 Kolleginnen und Kollegen aus der Redaktion am Warnstreik. Sie streikten zusammen mit den Beschäftigten der Druckerei. Im Druckbereich wollen die Verleger auch erhebliche Verschlechterungen. In den Kieler Nachrichten legten am Nachmitttag über 30 Kolleginnen und Kollegen ihre Arbeit nieder. Von 18 bis 20 Uhr gab es auch einen Warnstreik in der Zeitungsdruckerei der Kieler Nachrichten. In der Ostsee-Zeitung streikten die Beschäftigten aus der Redaktion, dem Verlag und der Druckerei.

In Bremen nahmen 150 Kolleginnen und Kollegen vom Weser Kurier und den Bremer Nachrichten an einem Warnstreik teil. Die Geschäftsführung verlor hier die Fassung und verweigerte den Streikenden den Aufenthalt auf dem Unternehmensgelände. Sie zogen darauf in einem Demonstrationszug zum Bremer Rathaus.
Am 12. Mai war es bereits zu Warnstreiks im Kölner EXPRESS, Kölner Stadtanzeiger, der Kölnischen Rundschau und dem Bonner Generalanzeiger gekommen. 130 Kolleginnen und Kollegen aus den Redaktionen folgten dem Aufruf. In der Spät- und Nachtschicht streikte dann auch noch die Druckerei von DuMont Köln. In der Frankfurter Rundschau kam es am 13. Mai zu einem Warnstreik der Redaktion. Die Redakteure der DuMont Redaktionsgemeinschaft in Frankfurt und Berlin wurde zum Soli-Streik aufgerufen, um einen Streikbruch zu verhindern. Diese Aktion verlief erfolgreich, es kam zu keinem Streikbruch in Berlin oder Frankfurt im Bereich des Politik- und Wirtschaftsmantels. Ebenfalls zu einem Warnstreik kam es in der FR-Druckerei in Neu-Isenburg. Die Berliner Zeitungsdruckerei (Berliner Kurier, Berliner Zeitung) führte ebenfalls am 12. Mai 2011 einen Warnstreik durch.

Die Zeitungsverleger halten an ihrem Ziel, Einschnitte bei den Einkommen der Redaktionen über die Tarifverhandlungen durchzusetzen, fest. Seit dem 13. Mai 2011 hat es weitere Warnstreiks in Redaktionen gegeben. Am 16.05. der Patriot (Lippstadt), am 17.05. waren es: Neue Westfälische, Mindener Tageblatt, Vlothoer Anzeiger, Haller Kreisblatt, Westfalen-Blatt, Lippische Landes-Zeitung, Die Glocke. Am 18.05, waren es die Frankenpost und das Oberbayerische Volksblatt. Am 19.05. folgten Süddeutsche Zeitung, TZ München, Nürnberger Nachrichten, Nürnberger Zeitung und das Main-Echo. Am 20.05. die Augsburg.

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