Mecom hat von den Banken etwas Luft zum Atmen bekommen – es werden weitere Aktivitäten veräußert

Mecom Group bekommt von den kreditgewährenden Bankenkonsortium etwas Luft zum Atmen. Statt der Überprüfung der Kreditverbindlichkeiten zum 31.12. 2008 soll dies zum 28. Februar 2009 erfolgen. Diese Freundlichkeit kostet Mecom nur 2,5 Mio. Pfund STrafe. Die Banken erhöhen die Zinsen für den Kredit und die Schuldenfalle dreht sich schneller. Mecom stellt den Verkauf von Beteiligungen im 1. Quartal 2009 in Aussicht. David Montgomery, der erfolgreiche Manager, hofft auf eine Einigung über eine langfristige Lösung mit den Banken. „Wir glauben weiterhin, dass das Geschäftsmodell von Mecom das richtigen ist.“ Er ist davon überzeugt, dass man weitere Fortschritte bei der Umstrukturierung der Kosten und die Entwicklung neuer Einnahmen machen wird. In einer ersten Stellungnahme zur heutigen Erklärung von Mecom sagte ver.di-Landesbezirksfachbereichs-vorsitzender Holger Artus: „Mecom wird Kernaktivitäten verkaufen, das sagen wir seit längerem. Die Manager in London und PR-Beauftragten geben sich alle Mühe und haben es wiederholt dementiert. Das Kreditproblem ist nach dem Wortlaut dieses Statement auch zum 28.02.2009 noch nicht gelöst. Das Gerede von der erfolgreichen Entwicklung sonstiger Einnahme ist eine Täuschung und unterstreicht die Probleme von Mecom auch in der Zukunft. Ein Blick auf die Umsatzanteile von Digital Media und zum 1. Halbjahr 2008 sagt alles aus: Der Umsatz im Digitalen Geschäft – 32 Mio. Pfund – hat einen Anteil von 4 % am Gesamtumsatz, damit ist noch nichts über den Deckungsbeitrag in diesem Geschäft gesagt. Die können reden, was sie wollen, weder bekommen sie es durch diese Geschäftsfelder kompensiert noch erhöht sich in der Abschwungaphase das Wachstumspotential. Wovon träumt man in London? Klar ist mit dieser Ankündigung, dass man noch mehr über den Stellenabbau wird versuchen, Lösungen zu suchen. Als Gewerkschaft werden wir uns gegen solche Abbaupläne stellen. Montgomery steht unter dem Druck der Banken und Anleger. Irgendwann kommt der Punkt, wo sie sich nicht mehr umarmen.“

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